Donnerstag, 2. Mai 2013

Hartmudo: Heiligenhafen

Am Freitag, 26. April, war es endlich soweit. Meine Löwin und ich fuhren nach Heiligenhafen für ein paar Tage, um von dem ganzen Stress runterzukommen. Ulli und die Katze sollten einen Tag später folgen.
Vormittags noch schnell die Duschwanne im Bad mit Harald abgestemmt und runtergetragen, dann ging es los über die B 4 nach Heiligenhafen. Das Wetter war bewölkt und nieselig, als wir ankamen. Sensationell die Terasse; 30 qm groß und für die Sonne gut zugänglich.
Right said Fred auf der Terasse
War halt nieselig, aber zuerst war eins wichtig: Feste Nahrung und Bier für unsere Ferienwohnung brauchten wir noch. Und als dann alles eingetütet war, ging es los. Die Suche nach ner Pinte mit Sky. Beim Griechen am Markt wurden wir schließlich fündig. Und dann 18.00 Uhr. Anpfiff Ingolstadt gegen Eintracht – die Eintracht konnte den Aufstieg in die erste Liga mit einem Sieg schon perfekt machen. Ein perfekt gezapftes Bier stand vor mir. Gyros in Metaxasauce mit Käse überbacken war bestellt und das Spiel rollte.
Kurz vor Ende der ersten Halbzeit der geklaute Elfer; Sei`s drum. Meine Löwin und ich fieberten mit. Das Spiel plätscherte so vor sich hin, noch nen Köpi und noch nen Köpi …. 70. Minute – passiert da noch was?
Und tatsächlich ging dann gleich die Post ab: Der Receiver gab den Geist auf! Der Wirt holte zwar noch nen Ersatzreceiver aus dem Schuppen, ruckelte am Kabel und streichelte den Receiver, als ob er ein Bondagegirl wäre. Alles ergebnislos. Nebenbei aktivierte ich mein Smartphone, um ja nichts zu verpassen.
Fischbrötchen Lecker Lecker Lecker !
Das Spiel plätscherte weiter vor sich hin. 75., 80, 85. Minute. Immer noch 0:0. Austrinken, bezahlen. 2 Ouzo noch runtergestürzt und raus. Da passiert eh nichts mehr. Dann ist der Aufstieg also nochmals verschoben aufs nächste Wochenend. Auch gut.
Beim Spaziergang in die Ferienwohnung bimmelte dann das Smartphone. Britt schickte über Whats App eine Nachricht: „Tooor!“ Die Kontrolle auf Kicker bestätigte meinen Verdacht. Vrancic hatte das Tor doch noch geschossen und wir hatten es verpaßt. Schade, aber … geschafft. Erste Liga, auch wenn es nur für ein Jahr sein sollte.
Jetzt kommt die Stelle, an der ich einiges zu meinem neu angeschafften RTL-Surfstick sagen könnte. Ich erspar Euch das; Nur soviel: Die Aktivierung des Sticks auf unserem Netbook stand unmittelbar bevor. Schließlich wollte ich das Tor noch sehen. YouTube war da ganz hilfreich und Dithmarscher Pils wird häufig unterschätzt. Ein tiefes Einsinken auf der Memoryschaum-Matratze beendete den Abend.
Am nächsten Tag im Bordershop im Fährhafen Puttgarden waren wir wohl die einzigen Deutschen. Dänen und ein paar Schweden schleppten die kleinen grünen Carlsberg Dösken palettenweise raus. War wohl im Angebot. Und der Schnaps – Hilfe! Ich war froh, als ich wieder draußen war. In der Aalkate auf Fehmarn gab es dann noch lecker Fischbrötchen. Derart gestärkt verputzten wir zur Sportschau etwas Räucherfisch und warteten auf Ulli und die Katze. In der altdeutschen Bierstube trafen wir uns schließlich zum Bierchen und feierten den Aufstieg, gesittet.
Eigentlich sind wir ja eine Woche zu früh nach Heiligenhafen gefahren. Denn am Wochenende des 4. Mai ist Weltfischbrötchentag. Außerdem wird noch die Fischbrötchenkönigin gekrönt. Dieses Event haben wir leider verpasst.
Stattdessen grillten wir Sonntag Dorschfilet und unterhielten uns mit einem alten Würfel- bzw. Knobelspiel namens Macke. Sehr unterhaltsam. Und Dithmarscher dazu.
Auf der Fähre
Montags dann schnell noch auf die Fähre Puttgarden nach Rödby für 4 € pro Person und hinterher ins Möwenschiet. Voila, so schnell geht so ein langes Wochenende vorbei. Entspannt saßen meine Löwin und ich am letzten Abend vor dem Fernseher und schauten Cottbus gegen Lautern.
Die Lauterer verloren auch noch – damit wäre Eintracht sowieso aufgestiegen. Und man hat auch genau gesehen, das das Niveau in der 2. Liga besser ist als viele es wahrhaben wollen. Bloß die Paßgenauigkeit und der Spielaufbau, da ist Eintracht eben um diese satten 13 Punkte besser als Lautern und steigt zurecht auf. Da könnt Ihr Radkappen lästern, bis Ihr grün werdet.
Die 4 Tage Heiligenhafen waren ein schöner Kurzurlaub im beginnenden Frühling. Wir sind viel spaziert. Haben den großen Binnensee umrundet. Das Spiel Macke werde ich mir merken; mit ein paar Bieren läßt sich der Würfelbecher gut stampfen. Guter Tip, Ulli. Auf jeden Fall war die Bude top. Da fahr ich nicht mehr ins Hotel. So ne Ferienwohnung ist da viel angenehmer.
Jachthafen Heiligenhafen
Auf der Rückfahrt von Heiligenhafen kamen wir in Süßau (Extrabericht folgt) und an einer ganz alten Schinkenräucherei vorbei. Auch am 1.Mai waren wir noch unterwegs. Grillen bei Gerd und Ivana mit Danny und Caro. Hinterher – als Abschluss des Urlaubs – war dann Kino, Ironman 3 mit Randy. Guter Film.
Das hatten wir gebraucht. Ein paar Tage weg von unserer Baustelle zuhaus und einfach mal relaxen. Wenn das Bad fertig ist, können wir hoffentlich auch in Braunschweig wieder entspannen.

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