Montag, 20. Februar 2017

Hartmudo: Kurzurlaub

1 Falls es Jemanden interessiert (wehe, wenn nicht): Meiner Löwin ging es nach ihrer OP von Tag zu Tag erheblich besser. Und dass sie zur Regeneration eineinhalb Wochen nicht arbeiten brauchte, half ihr dabei. Allgemein nennt man das Krankschreibung. Das brauchte sie auch, nach all dem Stress in den letzten Wochen und Monaten.
Sicherlich war mein Stress nicht so heftig wie ihrer, aber als Uli mich kurz nach dem Jahreswechsel fragte, ob ich nicht Lust hätte, ihn Mitte Februar nach Heiligenhafen zu begleiten, sagte ich spontan zu. Mein letzter Urlaub im Oktober war von Mutter's Tod überschattet und anschließend ging die Schlammschlacht unter uns Geschwistern wegen des Erbes los.
Meine Löwin litt genauso darunter wie meinereiner, aber zusätzlich musste sie noch einen ewig nörgelnden Ehemann ertragen. Jawohl, für Hartmudo war es Zeit für eine Auszeit. Umso überraschter, aber auch erfreut, war ich, als meine Löwin für ein paar Tage auch noch mitkommen wollte.
Doch daraus wurde leider nichts. Letztlich verhinderten andere Verpflichtungen wie Angelverein und der mit einer Reise verbundene Stress ihre Teilnahme. Oder war sie am Ende froh, ihren „Grantler" ein paar Tage lang los zu sein? Egal, dank ihrer Krankschreibung konnte meine Löwin eh nicht mit. Uli's Freundin dagegen freute sich auf eine knappe Woche ohne Uli, wie er mir glaubhaft versicherte. „Die Katze" und er arbeiten schließlich auch tagtäglich zusammen in ihrem Laden, da tut eine Pause sicherlich gut.
Ich für mein Teil würde schon am Mittwoch mit dem Zug wieder zurückfahren. Das sind dann zwar nur 3 Nächte, aber auf der Arbeit sind wir zur Zeit unterbesetzt und eine ganze Woche wäre mir etwas zu lang, da zuhause auch noch ne Menge Arbeit auf mich wartet. Die leidige Angelegenheit um den Nachlass meiner Mutter, die Gräfin sowie die Fernsehzukunft meiner Löwin und mir erfordern meine Aufmerksamkeit.
Am 12. Februar gegen 11.00 Uhr war es dann soweit. Uli holte mich mit seinem Wagen ab und wir fuhren los geht Norden. Sonntags sind die Autobahnen ja frei, und auch wenn die Sonne nicht vom Himmel brannte, so regnete es wenigstens nicht. Nasse oder vereiste Fahrbahnen wären selbst für einen Volvo problematisch, da rutscht man schnell man in den Graben.
verdeckter Blick auf den Hafen

Diese Befürchtung teilte ich selbst natürlich nicht, hatte ich Ulli doch vor fast 30 Jahren beim Taxifahren kennengelernt und somit Vertrauen in seine Fahrkünste. Der Kutscher kennt den Weg. Dies war unser erster gemeinsamer Urlaub seit Ende der 80er Jahre des letzten Jahrtausends, jedenfalls ohne unsere Frauen. Und selbst „komplett" waren wir in den letzten Jahren lediglich zweimal zusammen weggefahren. Auch nach Heiligenhafen übrigens.
Glücklicherweise brauchten wir keinen Stau zu befürchten, da Sonntags Busse rar und Laster gar nicht unterwegs waren. Deshalb waren wir zügig unterwegs und bereits gegen halb Drei in Heiligenhafen angekommen. Schnell holten wir die Schlüssel für unsere Ferienwohnung von der Vermietungsagentur ab und stellten unsere Taschen in die Wohnung. Die von Uli mitgebrachten Lebensmittel wanderten in den Kühlschrank.
Die Wohnung befand sich zwar im zweiten Stock, was uns beiden alten Säcken beim Herauftragen unserer Plünnen die Schweißtropfen auf die Stirn trieb, war aber dafür richtig Klasse. Uli würde im Schlafzimmer gegenüber dem Badezimmer nächtigen bzw. den einen oder anderen Klafter abarbeiten. Mein Schlafzimmer befand sich eine steile Treppe höher unter dem Dach.
Am Rande des riesigen Wohnbereichs ging die Treppe nach oben, wo ich auf einem schmalen Bett unter einer Schräge mein Nachtquartier ungestört aufschlagen konnte. Dieser Raum war zwar etwas spartanischer eingerichtet, aber von Uli's nächtlicher Arbeit im Sägewerk würde ich nichts mitbekommen. Ich selbst bin ja seit Benutzung einer Schlafmaske als Leisereiter unterwegs; bei Reisen hat meine Löwin immer Angst, das ich schon verschieden sein könnte, weil sie nachts keinen Ton mehr von mir hört. Ein Luxusproblem, was hatte sie sich in all den Jahren immer (zurecht) aufgeregt.
Alles verstaut, der Urlaub konnte endlich beginnen. Das Wetter war annehmbar, soll heißen: Es regnete nicht. Die feuchte Kälte kroch allerdings dennoch bis unter unsere Jacken. Aber wir wollen hier nicht jammern, sind halt an der Küste und nicht in der Sahelzone. Uli brauchte für den ca. 15minütigen Gang bis zum Hafen noch eine kleine Verschnaufpause, denn die Arthrose in den Knien ist leider sehr schmerzhaft.
Wir hatten selbstverständlich ein Ziel. Wir latschten ja nicht blind zum Hafen, um dort eventuell ankommende Fischerboote zu bestaunen. Selbst ich war schon häufig genug in Heiligenhafen gewesen, um zu wissen, das man im Möwenschiet schon am Nachmittag ein vernünftiges Bier bekommen kann. Niemand weiß das natürlich besser als Uli, der in den letzten Jahrzehnten stets mehrmals im Jahr Heiligenhafen anläuft. Man kann mit Fug und Recht sagen, das Heiligenhafen Uli's zweite Heimat ist.
Und das Möwenschiet ist eindeutig Uli's Wohnzimmer. Dank vollverglaster Außenwände ist das mit hellen Möbeln ausstaffierte Lokal tagsüber stets sonnendurchflutet, auch wenn das Wetter an diesem Tag etwas trübe war. Durch den Neubau eines großen Hotels nebendran ist die Sicht nunmehr leider etwas eingeschränkt. Einzig die Sicht auf die andere Seite der Mole mit dem Fischerhaus und vor allem dem „Nordpol" gegenüber dem Möwenschiet ist geblieben. Schade, das man den Binnensee und die Straße zur Strandbrücke jetzt nicht mehr sehen kann.
meine Schlafstatt

Auf alle Fälle war Pieter, der Inhaber des Möwenschiet, richtiggehend erfreut, Uli wiederzusehen. Mich selbst kannte er natürlich nicht, aber da ich mit Uli da war, hatte ich wohl den richtigen Stallgeruch und wurde von Pieter heute als auch am nächsten Tag ebenso herzlich behandelt. Die Biere standen schnell vor unserer Nase und Pieter konnte einige Zeit zum Klönschnack mit uns erübrigen, da im Februar eh nicht so viel los ist. Und genau deshalb hat er seinen Laden im Winter auch nur Nachmittags bis 19.00 Uhr auf; Dienstag und Mittwoch macht er gar nicht auf zu dieser Jahreszeit, in der kaum Touristen da sind.
Uli erwartete im Möwenschiet außerdem noch die Ankunft zweier Freunde aus Heiligenhafen. Diese hatten wir auf dem Weg zum Lokal schon in einer anderen Kneipe sitzen sehen. Die bekennenden Pauli Fans sahen da gerade ihren Heimsieg gegen Dresden. Im Möwenschiet läuft kein Fußball, aber ich nehme es vorweg. Beide kamen nicht und zogen sich wohl noch die beiden Erstligabegegnungen vom Sonntag auf Sky rein. Schade, das wäre ein schönes Frotzeln zwischen uns nach der unnötigen Heimpleite von Eintracht gegen Pauli vom letzten Wochenende geworden.

Montag, 13. Februar 2017

Hardrock Gunter 4/x

Bama hatte als kleines Plattenlabel ein Major Problem, konnte aber trotz des finanziellen Desasters mit „Birmingham Bounce“ weitermachen. Manny Pearson blieb im Geschäft. Und er hatte seine Lektion aus dem Desaster mit den eingestampften Pressungen von „Birmingham Bounce“ gelernt. Als eine andere Aufnahme von Bama, „Blue Ribbon Boogie“ von Chuck Murphy, begann durchzustarten, reichte er die Master an Decca`s Unterlabel Coral weiter.
Hardrock Gunter veröffentlichte noch zwei weitere Singles auf Bama. „Gonna dance all night“ im Sommer 1950 und „Dad gave my Hog away“ sechs Monate später im Frühling 1951. Für viele Leute ist hierbei die Einführung des Ausdrucks „Rock `n`Roll“ in „Gonna dance all night“ eine Erwähnung wert, weil sie diese Worte erst vier Jahre später in Zusammenhang mit Country oder Pop hören sollten.
Schließlich kommt es nicht von ungefähr, das Jim Dawson und Steve Propes in ihrem wichtigen Buch „What was the first Rock `n`Roll Record?“ Hardrock Gunter`s „Birmingham Bounce“ als einen der ersten Rock `n`Roll Songs bezeichneten, noch vor Elvis, Jackie Brenston, Bill Haley oder Joe Turner, die mit vielen anderen Musikern eher verdächtigt wurden, die Ankunft des Rock `n`Roll eingeläutet zu haben.
Das alles bedeutet zugegbenermaßen nicht viel und Hardrock Gunter konnte sich dafür auch nichts kaufen, als Bama kurz darauf seine Arbeit einstellte und die unveröffentlichten Aufnahmen zu Jim Bulleit und seinem Bullet Label aus Nashville abgegeben wurde, der dort noch zwei unbeachtliche Singles herausbrachte.
Es war die Stärke von „Birmingham Bounce“, die das Interesse des A & R Direktors von Decca für diesen Song und auch den Interpreten weckte. Dies brachte Hardrock Gunter einen Plattenvertrag bei Decca ein; er nahm im Januar 1951 die ersten Songs für Decca anlässlich einer Session in Nashville auf. Da seine Popularität einen trotz geringer Plattenverkäufe unerwarteten Höhepunkt erreicht hatte, schien der Erfolg vorprogrammiert zu sein.
Doch leider holte ihn mal wieder ein unerwartetes Event ein. Ausgerechnet am ersten Tag seiner Session für Decca ereilte Hardrock Gunter der Ruf von Uncle Sam. Für den eskalierenden Krieg in Korea wurde der Reservist Gunter wieder benötigt und einberufen. Für nahezu zwei Jahre war Hardrock Gunter dadurch im aktiven Dienst im Koreakrieg gebunden.
Das war ein herber Schlag sowohl für Hardrock Gunter als auch für Decca. Denn selbst wenn er auf Urlaub für Decca Songs einspielen konnte, so stand er eben für Live Auftritte zur Promotion seiner Platten nicht zur Verfügung. Das Resultat war dementsprechend; Die Verkäufe seiner Veröffentlichungen für Decca verliefen relativ enttäuschend.
Kurz vor seiner Entlassung aus dem aktiven Militärdienst im Dezember 1952 besuchte Hardrock Gunter seinen alten Freund Nat Tannen, Inhaber von Tannen Music in New York. Nat empfahl Hardrock einen möglichen Job als DJ bei der Radio Station WWVA in Wheeling, einer Stadt in West Virginia. Auf WWVA lief die renommierte „World`s Original Jamboree Show“. Diese Live ausgestrahlte Country Show gehörte zu der Zeit zu den sechs bekanntesten Shows ihrer Art in den USA. Von Sendungen wie „Louisiana Hayride“, „the Big D Jamboree“ und natürlich der „Grand Ole Opry“ hatte ich schon gehört.
Hardrock bekundete zwar sein Interesse an dem Job, zögerte aber mit einer Zusage, weil er insgeheim auf einen Job bei einem der Rivalen dieser Show hoffte.Trotzdem stimmte er einem Treffen mit dem Programmdirektor von WWVA zu, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Am Tag danach kämpfte Hardrock mit einigen Zweifel bezüglich WWVA und dem Jamboree und fuhr einfach los. Auf dem Pennsylvania Turnpike, einer mautpflichtigen Autobahn, löste er sein Dilemma, zu welcher Show er gehen wollte, und traf eine Entscheidung zugunsten von WWVA.
Da die anderen Orte der Country Shows wie Nashville oder auch Chikago zu weit von New York entfernt waren, entschied sich Hardrock dann doch für Wheeling und WWVA, denn Wheeling war zur 200 Meilen weg von New York. Noch am gleichen Tag fuhr er nach Wheeling, wo er auf Paul Myers traf, mit dem er ein Vorsprechen für den nächsten Tag vereinbarte. Hardrock überstand das Vorsprechen und bekam einen Job, allerdings nicht als Musiker, sondern als Conferencier und Producer des Jamboree. Dazu kam noch ein Job als DJ bei WWVA.
Als Decca Hardrock davon unterrichtete, dass sie den Plattenvertrag mit ihm nicht erneuern würden, sprang MGM ein und gaben Hardrock einen Vertrag. Für MGM nahm Hardrock allerdings lediglich eine Session in Nashville auf. So blieb die Episode bei diesem Label sehr kurz und Hardrock verließ MGM nach kurzer Zeit, was natürlich auch damiz zusammenhing, dass MGM eine Vertragsverlängerung mit Hardrock Gunter ablehnte.

Montag, 6. Februar 2017

Hartmudo: Rückrundenstart

Am letzten Wochenende des Januars ging die zweite Liga endlich in die Rückrunde. Eintracht hatte die Winterpause auf dem ersten Platz verbracht. Alle „Herbstmeister" der zweiten Liga seit Anfang der Siebziger Jahre sind am Saisonende auch aufgestiegen, bis auf Aue einmal. Und obwohl Stuttgart und Hannover mit ihrem drei- bis viermal so hohem Etat nur knapp hinter der Eintracht liegen und ihrerseits die Herbstmeisterschaft vergeigt hatten, sollte doch ein Dritter Platz wenigstens drin sein.
Entsprechend gespannt wartete ich daher am 28. Januar mittags vor der Glotze. 13.00 Uhr, Eintracht ist bei den Würzburgern zu Gast, die extrem kampfstark sind und sich auf den 6. Tabellenplatz spielten. Für die Kickers ist der Abstieg wohl passe. Das war für unsere Eintracht die Gelegenheit, gleich zu Beginn der Rückrunde ein Zeichen zu setzen.
Auch ohne Neueinkäufe in der Winterpause sollte die Eintracht stark genug sein, um in der Rückrunde zu bestehen. Abdullahi war im Sommer vor Saisonbeginn der absolute Hoffnungsträger, jetzt ist er endlich fit und sollte was reißen können. Mit Carlgren hatte die Eintracht sogar den schwedischen U21 Nationaltorhüter an der Angel, aber 1860 bot dem jungen Schweden einfach mehr. Die waren jedoch mal wieder zu dämlich, das Fax rechtzeitig zum DFB zu schicken, so dass Carlgren immer noch in Schweden ist.
Welfencafe bei Edeka

Was soll`s, drauf gesch... Am Vorabend bei der Weihnachtsfeier der Trantüten hieß es noch „hoch die Tassen", jetzt war Mitfiebern angesagt. Leider nicht von Beginn an, da ich mit meiner Löwin einkaufen war. Aber gerade rechtzeitig zum 1:0 schaltete ich die Kiste ein, da waren schon 30 Minuten um.
1:0 für Würzburg nach einem flachen Schuss aus 20 Metern, der für Fejzic schwer zu sehen war. Wahrscheinlich fiel er deshalb wie eine Bahnschranke in die rechte Ecke. Ein bisschen früher und ein wenig mehr Power beim Sprung, dann hätte er die Pille gehabt. So aber führten die Würzburger nach ihrem einzigen Schuss aufs Tor während des gesamten Spiels mit 1:0.
Ein Aufbäumen der Eintracht fand in der Folge nicht statt, ruhig spielten sie ihren Stiefel runter. Erst als Biada und Abdullahi kurz vor Ende ins Spiel kamen, kam die Eintracht zu Chancen. Und, Oh Wunder, in der 92. Minute hatte Nyman eine Sternstunde und bugsieren den Ball über die Torlinie der Würzburger.
Da Hannover und Stuttgart ihre Spiele gewannen, waren alle 3 Teams hinterher punktgleich und 96 Tabellenführer. So schlecht wie die Leistung der Eintracht auch war, aber den nicht unverdienten Punktgewinn beim starken Aufsteiger werte ich als Erfolg, zumal Stuttgart dort vor der Winterpause eingegangen war.
In diesem Moment allerdings, wo ich hier morgens um 8.00 Uhr im Welfencafe im Brawopark warte, dass meine Löwin beim Arzt die ambulante OP hinter sich hat, mache ich mir um den Rest der Saison Sorgen, denn nach dem gestrigen 1:2 auf eigenem Platz gegen das Schlusslicht St. Pauli bestätigte sich eine von Pessimisten schon im Dezember herbeigeredete Krise, die durch die letzten Ergebnisse gerade noch so übertüncht werden konnte.
Bäckerei Priemer

An dieser Stelle stop. Wenn ich an das Spiel gestern nur denke, befällt mich ein Drang zur spontanen Darmentleerung... Also erst mal nach Hause, dann das Einschreiben mit Rückschein an blau.de (mehr dazu in einem gesonderten Bericht) und Sheba im Angebot von Fressnapf. So, Jetzt sitze ich bei Bäcker Priemer in der Kasta. Der Bäcker, der seinerzeit unsere sensationelle Hochzeitstorte gemacht hatte. Weiter...
Gestern fuhren meine Löwin und ich zu Patti und Pocke, um uns Eintracht gegen St. Pauli anzusehen. Tesla und Berthold waren auch anwesend, es gab die drei großen „W", nämlich Wildschweinbratwürste, Wolters und Wodka. Für gute Stimmung war also gesorgt, wenigstens 8 Minuten lang.
1. Ecke St. Pauli, Sobiech kommt völlig ungestört zum Kopfball... 1:0 für Pauli, und das sogar verdient. Mannomann. Warum kommt Fejzic bei der Ecke nicht raus? Wieso spielt Eintrachts kopfballstärkster Spieler mit den besten Zweikampfwerten, also Valsvik, nicht? Vielleicht sehe ich das zu eng, aber diese Fragen sollte man schon stellen, damit sich das in den nächsten Spielen nicht wiederholt.
Das 2:0 in der zweiten Halbzeit war unglücklich, da Eintracht alles nach vorne warf und Boland, der mittlerweile für Schönfeld im Spiel war, als letzter Mann zu langsam in den Ball grätschte und Sahin somit allein auf Fejzic zulaufen und einnetzen konnte. Das 1:2 durch Abdullahi in der Nachspielzeit kam einfach zu spät. Kumbela hatte noch in der ersten Halbzeit eine 100%ige verbaslert.
Das meine Stimmung dennoch angenehm war, lag vielleicht an den 5 Wolters, einem Einbecker (Wolters war alle) und sicherlich an den 4 doppelstöckigen Wodka, die mich den Schmerz, den psychischen, vergessen ließen. Auch meine Löwin und Patti waren guter Laune und unterhielten sich angeregt, ungeachtet des schwachen Spiels der Eintracht.
So gesehen war es ein schöner Nachmittag, wenn auch kurz, da meine Löwin und ich kurz nach dem Spiel los mussten. Phil wurde an diesem Tag 30 und kam kurz vor 19.00 Uhr mit dem Flieger und seinen Kumpels aus Prag zurück, wo sie den Geburtstag ausgiebig gefeiert hatten. Phil wirkte ermattet, als er in Waggum aus dem Flieger kam.
Von der besonderen Begrüßung durch die Family ahnte Phil nichts. Vom Flughafeneingang bis zum italienischen Restaurant daneben musste er die von Harald ausgestreuten Sägespäne zusammenfegen. Die Prinzessin fand das logischerweise besonders spaßig, aber auch Danny und Jessica hatten ihre Freude. Dazu noch die Kumpels - perfekt. Biggi nebst ihrer Mutter, also die Oma, waren auch da. Dora und Herbert sowieso. Dann muss ich nur noch Frida erwähnen, und schon war der Tisch beim Italiener (Il Terazzo) belegt.
Cafe Christo

Ohne die Kumpels, denn die wollten nur nach Hause. Phil musste dableiben, war schließlich sein 30. Geburtstag. Obwohl er von dem herrlichen Buffet nicht herumgeritten und auch nichts trank, konnte er den Gesprächen nicht nur folgen, sondern erzählte selbst eine ganze Menge. Im Vorfeld hatte er sich etwas Sorgen gemacht, weil er die Family einerseits gerne einladen wollte, andererseits hat er nach dem gerade erledigten Umzug in seine neue Wohnung in Göttingen und dem neuen Job als Betriebsleiter einer Continental Butze dort in der Nähe keine Zeit, um dies selbst zu organisieren.
Das übernahm meine Löwin gerne. Und jetzt hat Phil den 30. auch endlich abhaken können. Summasummarum war der gestrige Sonntag doch noch schön, trotz Eintrachts Niederlage. Man gut, dass Hannover schon am Freitag ne Klatsche in Fürth kassiert hatte. Mund abputzen und weiter geht's, Jungs.
Gut. Jetzt fehlt nur noch meine Löwin. Gleich müsste es soweit sein, dann hol ich sie aus dem Venenzentrum ab. Aber zuerst noch einen Kaffee, diesmal im Christo. Den konnte ich allerdings nur antrinken, da sich meine Löwin meldete. Abholen sollte ich sie – mit der OP lief alles gut. Wenn ich von der Eintracht nur auch mal etwas Positives schreiben könnte...

Donnerstag, 2. Februar 2017

Contramann: kurz gesehen im Februar

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/handys-fuer-kinder-darum-darf-mein-sohn-ein-smartphone-haben-a-1110518.html
Es gibt so allgemeine Themen abseits der großen Themen, die mich noch mehr aufregen können. Es sind solche Nebensächlichkeiten wie hier die Frage, ob ein Neunjähriger ein Smartphone haben sollte oder nicht, bei denen meine mittlerweile konservative, einige würden sagen: technikfeindliche, Grundeinstellung durchschimmert.
Der Autor führt zuallererst das übliche Argument an: Sein neunjähriger Sohn hat einen langen Schulweg und kann so seinen Eltern Bescheid sagen, wenn er sich mit einem Freund verabredet. Das dies auch mit einem Tastentelefon geht, weiß der Autor wenigstens noch.
Das Argument, das der Sprössling seinen Standort bestimmen können soll und im Netz etwas recherchieren kann, ist mal wieder der typische Denkfehler des Vaters, der zwar alt genug für seine Midlife Krise sein mag, aber eigentlich immer noch sein jugendliches Phlegma kultiviert und irgendwo nicht in der Lage ist, seine Verantwortung als Erwachsener wahrzunehmen.
Ein Neunjähriger wird nicht nur etwas auf dem Smartphone spielen, sondern mindestens 80%. In der restlichen Zeit ist er auf Whattsapp unterwegs. Die ganze Zeit schaut der Kleine wie gebannt auf den Bildschirm, auch wenn er über die Straße geht. Die grüne Ampel kriegt er gerade noch mit, aber den Fahrradfahrer…
Das Eltern heutzutage immer glauben, das ihre Kinder wie Erwachsene denken, ist mir unbegreiflich. Und wie haben wir Kinder der 60er Jahre nur ohne Handy/Smartphone unsere Kindheit überlebt?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-und-horst-seehofer-kehrtwende-jetzt-kommentar-a-1111198.html
September 2016. Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern geht die CDU mit blamablen 19% nach Hause. Da fühlte sich dann der Seehofer Horst berufen, ein wenig Stimmung gegen die Flüchtlingspolitik von Frau Merkel zu machen. So weit Herr Kuzmany auf SPON.
Das der Horst häufig den starken Max markiert und dann später klammheimlich abtaucht bzw. eben doch nichts macht, sehe ich genauso wie Herr Kuzmany. Allerdings halte ich im Gegensatz zum SPON Mann die Kritik an der Flüchtlingspolitik für berechtigt, weil Frau Merkel gerade hier lediglich alle Hebel in Bewegung gesetzt hatte, um die unkontrollierte Einreise von über einer Million Flüchtlingen, die stellenweise bis heute nicht erfasst sind, in einen Zuzug von dringend benötigten Facharbeitern umzudeuten.
Sämtliche Medien hatte sie hier eingebunden, selbst einen Großteil der Linken konnte sie hinter sich versammeln. Eine respektable Leistung, wenn man auf Politik a la Francis und Claire Underwood steht. Ich mag sowas nur im Fernsehen, nicht in der Realität.

http://www.spiegel.de/spiegel/piratenpartei-in-deutschland-die-medien-haben-uns-kaputtgeschrieben-a-1111785.html#ref=rss
Diesen sehr schönen Beitrag hat SPON zwischenzeitlich auf Spiegel Plus geschoben. Das bedeutet, das lediglich die ersten Absätze lesbar sind, für den Rest musst Du bezahlen. Ich habe das trotzdem mal verlinkt, weil ich das Scheitern der Piratenpartei nach wie vor als logische Konsequenz begreife.
Zunächst Frau Weisband, die sich erschreckend naiv und vollkommen fehlgeleitet zu den Vorgängen auf dem Maidan äußerte, weil sie gar nicht geblickt hatte, das hinter der vermeintlichen Revolution der „Westen“ stand, der sich nicht zu schade war, extrem nationalistische Kräfte zu unterstützen, bloß um die Russen zu schwächen und sich die Verwertung der Kornkammer Europas zu sichern.
Oder Frau Schramm mit ihrem Femen Blödsinn, als sie sich an dieser idiotischen „Thanks Bomber Harris“ Aktion beteiligte. Erst setzte sie sich für frei zugängliche Medieninhalte ein und als ihr erstes Buch veröffentlicht wurde, war es auf einmal vorbei mit der Umsonst Mentalität. Heuer ist sie bei der Linkspartei.
Der Herr Lauer ist mittlerweile bei der SPD, das sagt schon alles.
Die drei Genannten hatten alle ihren Bekanntheitsgrad, haben einigermaßen Staub aufgewirbelt und politisch nichts erreicht. Träumer oder Schaumschläger – was meinst Du?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/marina-weisband-aus-piratenpartei-ausgetreten-a-1111661.html
Das passt. Erst im September 2016 wurde bekannt, das Marina Weisband bereits 2015 die Piratenpartei verlassen hat. Sie wollte sich für ihre Projekte an Schulen, in denen die Bundeszentrale für politische Bildung Schülern dank einer eigens entwickelten Software Schüler politische Mitbestimmung ermöglichen möchte, von Parteien unabhängig machen wollen. Außerdem wollte sie den Piraten mit ihrem heimlichen Austritt nicht schaden, obwohl sich die Partei „nicht zum Positiven verändert“ hätte.
Das ehrt sie. Ich habe mich in der Vergangenheit sehr negativ über Frau Weisband geäußert. Das bedauere ich mittlerweile. Ich denke, sie war einfach nur zu jung und naiv, um Politik und die Motive der Handelnden verstehen zu können. Mal sehen, wo sie sich einordnet, wenn/falls sie in die Politik wieder einsteigen sollte.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ceta-gabriel-trifft-kanadischen-premier-trudeau-a-1112546.html
Vor kurzem hat Siggi Pop auf seine Kanzlerkandidatur verzichtet, er war ja eh chancenlos. Jetzt will er kürzer treten und „nur“ noch den Job eines Außenministers managen. Steinmeier ist ja als neuer Grüßaugust vorgesehen, in dessen Fußstapfen passt selbst Siggi Pop noch rein. Und der Leisereiter Steinmeier fiel eigentlich nur dadurch auf, das er nicht auffiel.
Das kann der Siggi auch ganz gut. Hier nochmal ein Artikel über das leidige CETA Abkommen. Der angebliche TTIP Gegner Gabriel lobt in einem Gespräch mit Kanadas Präsident Trudeau CETA über den grünen Klee. Eine Nebelkerze sondergleichen, denn über den Umweg Kanada können die US Konzerne ihre Bedingungen z.B. in Umweltfragen auch ohne TTIP durchsetzen.
Eines aber darf man nicht vergessen. Martin Schulz ist noch schlimmer als Siggi. Ich fürchte, wir werden dem Siggi als SPD Chef noch einmal nachtrauern müssen.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/einheitsfeier-in-dresden-merkel-spricht-von-tag-der-freude-a-1115003.html
Beim Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober sonderte Frau Merkel das übliche Geseier ab, während sie von mehreren Hundert Demonstranten angepöbelt wurde. Vor allem die ausländerfeindlichen Grundtöne geben zu denken. Das ist sicherlich nicht schön, aber mich wundert daran eigentlich nur, das dies nicht öfters geschieht.
Das Anpöbeln meine ich selbstverständlich. Befremdlich finde ich aber die Aussage des Bundestagspräsidenten Lammert. „Durchaus eine kleine Dosis Zufriedenheit“ könne sich Deutschland erlauben. Na ja, davon können sich Arbeitslose oder Rentner aber auch viel kaufen.

Sonntag, 29. Januar 2017

Uncle Fester: grad gelesen Januar 2017

Hannes Finkbeiner – Jogginghosen Henry
Der Roman spielt in Bad Harzburg und es geht um Metal. Ganz ehrlich, Leute: Den Roman musste ich lesen. Und ich nehme es gleich vorweg: Der Roman ist relativ einfach geschrieben, also so ungefähr wie meine Schreibe. Mit der gewissen Spur an Selbstironie, da habe ich als Assoziation Tommy Jaud anzubieten, einen Autor, den ich nicht so gern lese, weil es zumeist um irgendwelche Yuppies geht, die einfach nichts mit ihrem Leben anfangen können. Man könnte die Personen, über die der Autor berichtet, als degeneriert beschreiben.
Bei Finkbeiner ist das kaum anders, allerdings geht es hier um eine Nische der Jugendkultur, den Metalfans. Henry, der immer Jogginghosen trägt, ist ein langhaariger Schlaffi aus Bad Harzburg, der im Supermarkt Regale einräumt und sich zu 100% dem Metal verschrieben hat. Der Roman spielt fast ausschließlich auf einem imaginären Festival im Harz – dem Hardbeat Festival. Wacken stand hierfür sichtlich Pate, aber die gewollte Verbindung zum Harz hat es mir angetan.
Jahr um Jahr fährt Jogginghosen-Henry auf dieses Festival. Mit dabei sind seine Kumpels Grabriel, dessen Vater Bestattungsunternehmer ist, und Felix, einem angehenden Banker. Beim ersten Festival stößt noch der verlotterte Evil Enrico zu der Gang, der offenbar allen Klischees eines wahren Rockers entspricht, in Wirklichkeit aber im Dorf brav bei seiner Mutter wohnt.
Beim ersten Festival verknallt sich Henry hoffnungslos in die bildhübsche Janka, ist aber zu schüchtern, um sie klarzusprechen. Beim 3. oder 4. Festival muss er mitansehen, das sich sein Kumpel Felix Janka gekrallt hat und bei ihr zum Stich kommt. Der enttäuschte Henry säuft sich so richtig zu, fickt auch irgendeine andere Frau (endlich!) und schnallt zum Schluss des Romans endlich, das Janka eigentlich ne Schlampe ist.
OK, das war Rockerjargon. Janka ist ein ungebundenes Mädchen, welches seine Erfahrungen machen möchte. Kennen wir doch alles, oder Jungs? Diese insgesamt eher ´harmlose Geschichte, die mit anderen Personen auch als Arztroman durchgehen könnte, wird sichtlich aufgepeppt durch die Szenerie der Metalfans.
Aber eines hat Finkbeiner mit seinem Roman auf alle Fälle geschafft: Metalfans sind auch nicht anders drauf als Schlagerfans. Die Musik ist nicht wirklich der Lebensstil dieser Menschen, sie posen nur bei Gelegenheiten wie Konzerten oder eben Festivals. Die auch von mir in vergangenen Zeiten gern gezeigte Arroganz gegenüber Schlagerfuzzis oder Normalos, die nicht wissen, was wirklich wichtig (also Musik, was sonst) ist, entbehrt jeglicher Grundlage. Denn ob Rocker, Punk oder Schlagerfuzzi. Wir alle wollen nur eine Frau, viel Geld verdienen, um uns nen Auto oder Haus oder was auch immer kaufen zu können und brauchen natürlich Freunde, die ähnlich ticken wie wir.
Und die einen gehen Sonntags in die Kirche, die anderen im Sommer aufs Metalfestival.

                    

Kim Stanley Robinson – Aurora
Die Mars Triologie von Robinson hatte ich vor Jahren gelesen und fand sie wohl gut. An diesem Roman hat mich die Grundidee fasziniert. Ein Generationenraumschiff ist mit einer Population von knapp über 2000 Menschen zum Tau-Ceti-System unterwegs, um dort einen bewohnbaren Mond eines Gasriesen zu besiedeln.
Nach über 170 Jahren erreicht das Schiff Tau Ceti. Die Kolonisten sind sämtlich aus der 3. oder noch späteren Generation der ursprünglichen Siedler. Das Raumschiff besteht aus 2 großen Rädern mit jeweils 12 geschlossenen Biotopen von jeweils vielleicht 10 Quadratkilometern, die alle verschiedenen Klimazonen der Erde nachempfunden sind.
Hauptperson des Romans ist Freya, die Tochter der Wissenschaftlerin Devi, die als wohl Einzige der Menschen an Bord in der Lage ist, das Gleichgewicht des Raumschiffs zu bewahren. Die künstliche Intelligenz des Raumschiffs unterstützt sie dabei. Der Vater Badim ist da eher der Künstler und quasi Hausmann.
In ihren jungen Jahren, kurz vor der Ankunft am Zielort, wandert Freya von Biotop zu Biotop. Der Leser lernt so verschiedene Biotope und das an die Notwendigkeiten der Ressourcenschonung angepasste gesellschaftliche Leben kennen. Dabei trifft sie sich immer wieder mit dem gleichaltrigen Euan, ihrer großen Liebe.
Euan ist dann auch beim ersten Außenteam auf dem Mond im Tau Ceti System mit dabei. Es sieht alles ganz gut aus, bis eine Teilnehmerin aus Versehen im Treibsand versinkt und dabei ihr Anzug aufreißt. Über die Wunde handelt sie sich ein außerirdisches Virus ein, an dem sie und ein Großteil des Außenteams stirbt. Auch Euan ist unter den Opfern.
Die Überlebenden kehren schnell zum Raumschiff zurück, werden dort aber von ängstlichen Bewohnern der Biotope getötet, bevor sie das Schiff dekontaminieren können. In der Folge entbrennt ein Streit um das weitere Vorgehen der Expedition. Die Mehrzahl will ihr Glück auf einem anderen Mond versuchen, eine Minderheit, unter ihnen Freya und Badim, wollen zurück zur Erde fliegen.
Ab diesem Zeitpunkt fängt der Roman an, schlecht zu werden. Devi war bereits beim Hinflug verstorben, der Roman konzentriert sich jetzt ausschließlich auf die Rückkehrer zur Erde. Die Crewmitglieder, die ihr Glück im Tau Ceti System versuchten, tauchen bis zum Schluss des Romans gar nicht mehr auf.
Dann entdecken die „Heimkehrer“ dank aufgefangener Nachrichten von der Erde, das sie nur dann die Erde erreichen können, wenn sie sich in Tiefkühlkammern zurückziehen. Jetzt wird alles aus der Perspektive der künstlichen Intelligenz erzählt, die über mehr als 50 Seiten den Leser in tiefste Langeweile versetzt.
Endlich ist das Schiff nach schwieriger Abbremsphase in den Erdorbit gelangt und setzt die aufgewachten Überlebenden per Rettungskapseln ab. Das Schiff samt künstlicher Intelligenz stürzt in die Sonne und gut ist.
Die Überlebenden sind am Ende des Romans Fremde auf der Erde, die misstrauisch beäugt werden und nirgendwo willkommen sind. Dies ist zumindest gut beschrieben und stimmte mich nachdenklich. Schön philosophisch halt. Am Schluss surft Freya stumpf im Meer und lernt dabei Kaya kennen. Dankbar küsst sie den Sand des Heimatplaneten der Menschheit.
Ich bin enttäuscht. Der Autor hat ein entwicklungsfähiges Szenario in der zweiten Hälfte in philosophische Träumereien abgleiten lassen und die an sich fesselnde Story getötet. Ich weiß nicht, ob ich mir Kim Stanley Robinson noch einmal antue.

Jack McDevitt – Apollo
Alex Benedict, der Indiana Jones des Alls, ist mit seiner Assistentin Chase Kolpath, aus deren Sicht der Roman wie üblich erzählt wird, unterwegs, um die seit 9000 Jahren verschollenen Artefakte der ersten Mondlandung von Apollo 11 zu finden. Hier droht kein Tiefgang, sondern einfach nur gute Unterhaltung
Nachdem der Archäologe Garnett Baylee auf Rimway, dem Heimatplaneten von Alex und Chase, verstorben ist, wird bei ihm einer der ersten Transmitter, die erstmals einen Flug schneller als das Licht ermöglichten, gefunden. Wie Chase schnell herausfindet, hatte Baylee offenbar die während des dunklen Zeitalters im 3 Jahrtausend nach Christus verloren geglaubten Artefakte aus dem Florida Space Center, darunter auch die Apollo Kapsel, gefunden. Aber warum hatte Baylee das Wissen darüber mit ins Grab genommen?
In einem zweiten, parallelen Handlungsstrang, geht es um das im Hyperraum gestrandete Raumschiff Capella, das lediglich alle 5einhalb Jahre wieder auftaucht und auf dem Gabe, der Onkel von Benedict, zusammen mit über 2000 Passagieren seit 16 Jahren auf Rettung hofft. Auf der Capella selbst sind nur wenige Tage vergangen; ein sorgsam ausgeklügelter Rettungsplan kann nur 200 Passagiere bergen.
Zur Apollo: Alex und Chase besuchen die gute alte Erde. Es ist zwar interessant zu lesen, wie die Erde im zwölften Jahrtausend aussehen könnte, aber es passiert in diesem Handlungsstrang nicht viel. Chase verliebt sich noch in einen Bootsverleiher, der sich jedoch als Komplize von Southwick und Heli Tokata, der Ex-Geliebten von Baylee, entpuppt.
Die Auflösung des Rätsels um die Artefakte ist dann banal. Während des dunklen Zeitalters hat ein griechischer Wissenschaftler die Artefakte auf den Asteroiden Larissa in Sicherheit gebracht, wo sie von Garnett Baylee 9000 Jahre später gefunden wurden. Southwick war dabei, als Baylee nahezu die gesamte Sammlung durch Unachtsamkeit in die Luft gehen ließ. Von diesem Schock erholte er sich bis an sein Lebensende nicht mehr.
Und als ich, vom mageren Ende doch etwas enttäuscht, die letzten Seiten in Angriff nahm, kehrte die Capella doch tatsächlich dank eines Experiments in den Normalraum zurück. Gabe wartete im Landhaus auf Chase und Alex.
Ich würde sagen: Jack, das kannst Du besser. Trotzdem werde ich den nächsten Band wieder lesen, sofern es noch einen geben sollte. Jack McDevitt ist schon über 80.

Nils Havemann – Samstags um halb 4
„Die Geschichte der Fußballbundesliga“ lautet der Untertitel dieser eher wissenschaftlichen Abhandlung, die sich aber spannend liest. Der Autor beschreibt hier die Entstehungsgeschichte der höchsten deutschen Spielklasse seit den 50er Jahren sehr ausführlich.
Sehr schön auch die Beschreibung der Anfangsjahre, als die Gehälter noch auf 500,- Mark monatlich gedeckelt waren und die Clubs sich Tricks einfallen lassen mussten, um die dan doch höheren Gehälter zu verschleiern. Auch der Bundesligaskandal 1971 wird sehr gut beschrieben. Wie man sieht, geht es in dem Buch eher um wirtschaftlicher Belange.
Aber Havemann geht auch auf Soziologisches wie die Fankultur näher ein. Ich persönlich finde es letztendlich gut, das Havemann seinen Report in den 80ern quasi ausklingen lässt. Denn seitdem haben sich die Strukturen doch eher gefestigt. Ein wichtiges Werk, zweifelsohne.

Montag, 23. Januar 2017

Hartmudo Spezial: Mutter

3
Samstagabend waren wir mit Ulli und der Katze in Wolffs Gasthaus schlemmen, Sonntag zum Geburtstag bei Berta eingeladen. Volles Wochenende also nach dem Dettumer Hoffest; Der August konnte beginnen.
Und zwar mit dem Termin beim sozialen Dienst der Klinik Salzdahlumer am Dienstag. Berta holte mich nach halb Drei von der Tanke Frankfurter Str. ab. Noch weit vor dem Eingang, ungefähr beim ehemaligen Kiosk, wartete Sunny auf uns, zusammen gingen wir etwas angespannt in die Klinik zum sozialen Dienst.
Der freundliche Sozialarbeiter erklärte uns schonungslos die Lage. Den Antrag auf die Einstufung in eine Pflegestufe hatten sie schon auf den Weg gebracht, damit konnte er uns deshalb gleich beruhigen. Dazu hatte er einen Platz zur Kurzzeitpflege für Mutter organisiert und für sie freigehalten.
Es gab nur leider das Problem, das sich Mutter äußerst unkooperativ zeigte und standhaft im Krankenhaus bleiben wollte. Unmissverständlich machte er uns klar, das Mutter das Krankenhaus auf alle Fälle in 2 – 3 Tagen verlassen müsste. Und wenn sie nicht in die Kurzzeitpflege in das für sie reservierte Einzelzimmer, was auch nicht selbstverständlich frei sei, gehen wolle, dann würde er für sie eine ambulante Pflege in der eigenen Wohnung organisieren und gut ist. Damit hätte er gar kein Problem.
Einen letzten Versuch der Überredung unserer Mutter zur Kurzzeitpflege wollte er am nächsten Vormittag noch unternehmen und bat uns, heute noch einmal eindringlich auf Mutter einzuwirken, damit sie vernünftigerweise in die Reuterstraße ins Heim der BBG geht. Ich fand den Sozialarbeiter klasse, weil er die Dinge wohl emotionslos anzugehen pflegt. Anders kann man diesen Job auch nicht machen.
Nach einem erhellenden Gespräch waren meine Schwestern und ich jetzt so richtig gut drauf. Wie gesagt: Ich fand den Sozialarbeiter richtig gut, weil ich auch nicht anders zu arbeiten pflege. Obwohl es sich um meine Mutter handelt, würde ich haargenau so vorgehen. Entweder sie akzeptiert die Tatsache, dass sie sich zumindest im Moment nicht allein versorgen kann oder sie lässt es und muss erst einmal so richtig hart mitkriegen, dass sie ganz allein in der Wohnung nicht nicht zurechtkommen kann.
Als wir drei Geschwister schließlich im Zimmer von Mutter standen, waren unsere Befürchtungen umsonst. Völlig ruhig und vernünftig hörte sie sich unsere Argumente für eine Kurzzeitpflege an. Als ich ihr dann noch auf meinem Smartphone Fotos vom Heim in der Reuterstraße präsentieren konnte, war sie fast schon begeistert. Auch Berta und Sunny waren erstaunt, wie leicht es Mutter mit einem Mal fiel, die notwendige Entscheidung in die richtige Richtung zu schieben.
Auch Dr. Vogel äußerte seine Zufriedenheit, als wir ihm dies anschließend freudestrahlend verkünden konnten. Er meinte dazu noch, das er sie andernfalls erneut auf den Pott gesetzt hätte. Berta informierte den Sozialarbeiter am nächsten Tag von Mutters erfreulichen Sinneswandel.
Am Donnerstag wurde Mutter endlich entlassen. Ich war nicht zugegen, weil ich Donnerstags eh immer lang arbeiten muss und einen Tag vor dem Urlaub ist es schlecht, einen Tag frei zu nehmen. Hinzu kam, dass wir auf der Arbeit einige krankheitsbedingte Ausfälle zu beklagen hatten.
Den Rollstuhl sollte Mutter auf alle Fälle mitnehmen und nicht im Krankenhaus stehen lassen. Grace braucht ihn noch für die Kinder in Neuerkerode, wenn ich das von Sunny noch richtig im Ohr habe. Von uns drei Geschwistern war dann wohl Berta diejenige, die Mutter in der Reuterstraße als erste besuchte. Sunny war am Samstag wohl auch noch da. Ich dagegen glänzte durch Abwesenheit.
Denn der Urlaub von meiner Löwin und mir ging am Samstag auch gleich richtig gut los. Mit Pocke zusammen fuhren wir morgens mit der Bahn nach Berlin zur Biermeile, Patti musste leider krankheitsbedingt absagen. Trotzdem verbrachten wir mit Urmel und Hasi einen schönen Tag auf diesem Fest, den ebenfalls anwesenden Kumpel von Urmel kannte ich noch nicht. Ilka war nicht mit dabei, da sie das Fest schon kannte und selbst keinen Alkohol trinkt. Meine Löwin steht natürlich auch nicht auf grölende Besoffene, aber nachmittags ist das noch nicht schlimm und irgendwann machte sie ihr eigenes Ding und schaute sich alleine auf der Biermeile um.
So war sie von uns die Einzige, die die wohl 2 km lange Biermeile komplett abgelaufen hat; zusätzlich war sie noch im Alexia, dem Einkaufstempel am Alexanderplatz. An diesem Tag hatte sie laut ihrem Schrittzähler einen neuen Rekord aufgestellt.
Wir Jungs konnten dies von uns nicht behaupten, schafften aber dank der akribischen Aufstellung von Pocke 17 verschiedenen Biere und die Hälfte der Strecke. So gegen halb zwei in der Nacht, nach einer ruhigen Fahrt mit dem Flixbus, waren wir endlich zuhause.

Samstag, 21. Januar 2017

Contramann: kurz gesehen im Januar

http://www.spiegel.de/dienste/a-1064653.html
SPON in eigener Sache. Seit neuestem wird auf SPON auch Content mit „branchen- und unternehmensnahen Inhalten“ geboten, für den der Spiegel nicht verantwortlich zeichnet. Das Ganze wird als Anzeige gekennzeichnet und hat keinerlei Einfluss auf redaktionelle Inhalte der Spiegel Redaktion.
Wer`s glaubt…
Bei „präsentiert von..“ werden die Inhalte von der Spiegel Redaktion geschrieben und ein Werbekunde tritt als Sponsor auf, übt aber keinen Einfluss auf die Inhalte aus.
Wer`s glaubt...

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/wo-2016-fake-news-zu-finden-waren-14598220.html
Ich glaub es ja nicht. Sowohl die Bundesregierung plant, gegen die „Fake News“ aus sozialen Netzwerken vorzugehen. Unser Innenminister, der notorische Thomas, plant sogar eine Sondereinheit in seinem Haus zur Bekämpfung dieser Auswüchse. Nein, das ist keine Fake Meldung!
Und alle machen mit! Ob privat oder öffentlich-rechtlich, im Fernsehen wird intensiv Stimmung gegen jegliche Kritiker an der vorherrschenden Politik betrieben. Die führenden Printmedien stoßen ins selbe Horn. Berichterstattung und Kommentare werden hier häufig miteinander vermischt, ohne das dies für den Konsumenten sichtbar wird.
Und wenn es um Flüchtlinge geht, da wird jeder an die Wand, tschuldigung, in die rechte Ecke, gestellt, der daran auch nur den Hauch einer Kritik äußert. Die seit neuestem laufende Kampagne gegen Sarah Wagenknecht, selbst auf Telepolis hatte sich da einer eingeschlichen, zeigt dies sehr deutlich.
Die erzkonservative FAZ hat hier überraschenderweise mal einen bemerkenswerten Kommentar im Programm, der sich kritisch über die kampagnenartige Berichterstattung in den sogenannten Qualitätsmedien äußert. Sicher geht es der FAZ mehr um die Kritik an der übermächtigen (nach Meinung der FAZ) linksliberalen Medienmacht.
Dennoch. Es ist selbst der FAZ aufgefallen, das die Medien sich sehr zurückhaltend äußern, wenn die Gefahr besteht, das etwas negatives über Flüchtlinge und die Politik unserer Kanzlerin passiert sein könnte. Sei es der Massenmord im Münchner Olympia-Einkaufszentrum oder die Amokfahrt auf dem Berliner Weihnachtsmarkt.
Da stellt sich am Ende für die FAZ dann die Frage, wer denn nun Fake News produziert. Soziale Netzwerke oder die Qualitätsmedien. Was sie dann eben nicht hinterfragen, ist der für mich offensichtliche Widerspruch in der Berichterstattung in Print und TV.
Während beim Thema Flüchtlinge peinlichst genau darauf geachtet wird, die Geschehnisse vorsichtig zu kommentieren, um der AfD ja kein Futter zu geben, wird in Sachen Putin gnadenlos draufgehauen. Da werden nicht belegte Quellen der CIA, die von einem russischen Hackerangriff auf die US Wahl faseln, ohne Nachfrage in die Welt hinausposaunt und als Tatsachen hingestellt.
Als Kind bin ich mit der aktuellen Kamera aufgewachsen, seit kurzem fühle ich mich in meine Kindheit zurückversetzt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-braucht-mehr-zuwanderung-eine-kolumne-von-henrik-mueller-a-1129045.html
Meine Güte, ein Beispiel für schlecht gemachte Meinungsmanipulation liefert erneut der Spiegel. Henrik Müller, seines Zeichens SPON-Wirtschaftsexperte, wärmt hier mal wieder die altbekannten Unwahrheiten auf.
„Ohne Immigration würde die Zahl der Erwerbspersonen in den kommenden Jahrzehnten dramatisch zurückgehen.“ Ja und? Dank der Automation werden in dem nächsten Jahrzehnt wohl mehr als 40% der Arbeitsplätze wegfallen. Recherchiert dies bitte selbst, weil ich die Studie im Moment leider nicht greifbar habe. Dank der selbst offiziell noch knapp 2 Millionen Arbeitslosen stehen immer noch genügend Leute für die weniger an der Zahl werdenden Jobs zur Verfügung. Sollte bei den „Hartzern“ noch Fortbildungsbedarf bestehen, ist das garantiert preiswerter als die Schulung von unqualifizierten Migranten.
Ich hatte in der Vergangenheit hierzu schon einiges geschrieben und möchte mich nicht nochmal wiederholen. Eines aber dann doch: Qualifizierte Migranten, die hier in den Arbeitsmarkt gebraucht werden könnten, fehlen nicht nur in ihren Heimatländern, sondern werden hier zum Lohndumping benutzt. Diese Ausnutzung von Dritte Welt Ländern würde ich daher schon als neuen Kolonialismus bezeichnen. Das sollte einem „links“ denkenden Menschen eigentlich nachdenklich stimmen.

http://www.neulandrebellen.de/2017/01/pro-wagenknecht/
Berger, Lapuente und Wellbrock haben jetzt diesen lesenswerten Blog am Start. Neulandrebellen – da werde ich wohl öfters draufschauen müssen, denn dieser Beitrag über das Wagenknecht-Bashing durch irgendwelche Hirnis in ihrer eigenen Partei von Lapuente trifft es auf den Punkt. Chapeau, Roberto. Nicht so verkopft wie auf adsinistram.
Seine Schlussfolgerungen, das sich viele Linke in ihrer Selbstgerechtigkeit der Realität entzogen haben, um in ihrer Traumwelt vom friedlichen Miteinander zu leben, entspricht auch meinen Beobachtungen. So, und genau so, macht man die AfD stark. Man muss Negatives in der Flüchtlingspolitik auch anprangern können und darf sich eben nicht blind hinter Merkel stellen, bloß um nicht ein schlechtes Wort über Flüchtlinge sagen zu müssen.
Es sind eben diese Traumwelten, die es den etablierten Parteien mit ihren Handlangern in den Medien leicht machen, die Wähler vom Kreuz bei den Linken abzuhalten. Und die Linken begehen dann noch den Fehler, ihre einzige ernstzunehmende Stimme, die von Sarah Wagenknecht, zu diskreditieren.
Da können sich die Mächtigen dieser Republik freuen. Die einzige Oppositionspartei zerstört sich genüsslich selber.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/gewalt-der-taeter-ist-fast-immer-ein-mann-kolumne-a-1097493.html
Gut hierzu passt eine Kolumne von Margarete Stokowski. Auf SPON kommentiert sie häufig wirr und verkopft, hier scheint mal wieder ihr erbarmungslos dogmatischer Feminismus durch. Merkt sie es denn nicht?
Gerade seit den Übergriffen Silvester 2015 in Köln wird bei Gewalttaten, insbesondere gegen Frauen, immer zuerst nach der Herkunft eines Täters gefragt. Stokowski kritisiert dazu noch, das dann auch nach der Motivation des Täters gefragt wird.
Ihr geht es darum, zuerst nach dem Geschlecht eines Täters zu fragen. Dies ist 70er Jahre Emanzenmüll at his best. Meine Güte, natürlich ist die Motivation eines Täters die wichtigste Frage, was denn sonst? Es mag ja sein, das Männer statistisch gesehen erheblich häufiger ein Verbrechen begehen. Aber wo bleibt denn da die Gleichberechtigung?
In jeder gesellschaftlichen Frage soll der Unterschied zwischen Mann und Frau nicht relevant sein, außer natürlich, wenn frau die Männerwelt in einem schlechten Licht darstellen kann. Bei solchen Frauen kann Mann ja nur noch schwul werden.
Was mich aber so richtig ankotzt, ist, dass sie mit so einem Artikel quasi die arabischen Antänzer vom Silvester 2015 von einer Schuld entlastet, denn sie sind ja Männer. Eine schallende Ohrfeige für die belästigten Frauen in jener Nacht.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/armenien-resolution-tuerkische-gemeinde-beklagt-schaden-fuer-integration-a-1099302.html
Mitte letzten Jahres hatte der deutsche Bundestag die Massaker an den Armeniern im damaligen osmanischen Reich als das eingestuft, was es 1915 auch war: Als Völkermord. Bei einem Besuch einer kleinen Delegation des Bundestages bei der türkischen Gemeinde zeigte sich die Interessenvertretung der Türken in Deutschland darüber enttäuscht.
Das Vertrauen der in Deutschland lebenden Türken in den deutschen Staat hätte Schaden genommen. Die Integration der Türken sei in Gefahr, wenn das Thema „Armenier“ in den Schulen einseitig behandelt werden würde. Der Bundestagspräsident Lammert knickte dann auch gleich ein und unterstützte einen Vorschlag, die Massaker durch internationale, also unabhängige, Historiker klären zu lassen.
Eine bessere Wahlwerbung für die AfD gibt es wahrscheinlich nicht, da hat die türkische Gemeinde es doch tatsächlich geschafft, sich hinter Erdogan ins Unrecht zu stellen. Dessen Vorwurf an Deutschland übrigens, das die Deutschen den Völkermord an den Heteros Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute nicht eingestanden hätten und sich nach wie vor hartnäckig als Rechtsnachfolger des Kaiserreichs Entschädigungszahlungen verweigerten, hat seine Berechtigung.
Bei dem Argument ist Contramann dabei. Aber steht doch zu dem Mord an den Armeniern!

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/apple-in-irland-50-euro-steuern-fuer-eine-million-euro-gewinn-a-1110150.html
Apple zahlte 50 € Steuern in Irland auf einen Gewinn von 1 Million. Durch das jahrelange Steuerdumping des irischen Staates entgingen dem Fiskus durch das Verschieben der Gewinne auf dubiose „Head Offices“, die eigentlich nur auf dem Papier existierten, über 13 Milliarden Euro.
Die EU Kommission zwang den irischen Staat zu meiner großen Überraschung, das Geld von Apple jetzt einzutreiben. Und die Iren wollen nicht!
Irre. Die spinnen, die Iren.