https://www.spiegel.de/politik/deutschland/sachsen-anhalt-kabarettist-uwe-steimle-singt-ddr-hymne-tino-chrupalla-und-ulrich-siegmund-stimmen-ein-a-528664c3-14bd-4f4d-b611-a0b4e7bee16b
Weiter geht es mit dem Bashing von unbequemen Zeitgenossen .Der Kabarettist Uwe Steimle, stets verdächtig als Querdenker oder gar Putinversteher, trat nicht nur bei einer AfD Veranstaltung zur Wahl in Sachsen-Anhalt auf (dies allein zeigt ihn ja schon in den Augen des Spiegel als absolut untragbar). Nein - er sang dann auch noch die DDR Nationalhymne.
Absolutes No-Go, werden jetzt die westdeutschen Intellektuellen (und Spiegel Leser) schäumen, welche ja stets für die Demokratie eintreten. Für Meinungsfreiheit und Toleranz, für ein friedliches Miteinander. Und gegen Nazis.
Und dann diese undankbaren Ossis! Hatten „wir“ (die aus dem Westen) ihnen nicht die D-Mark gebracht und Reisefreiheit? Blühende Landschaften also. Und so danken sie es „uns“? Was für eine Schweinerei!
Sollen sie gefälligst ruhig sein, diese Schmarotzer! Und weiterhin wie seit bald 40 Jahren geringere Löhne als die im Westen für die gleiche Arbeit erhalten. Die Füße sollten sie „uns“ küssen, haben wir ihnen doch erst beigebracht, was Arbeitslosigkeit und Bürgergeld bedeutet.
„Er werde natürlich auch die deutsche Nationalhymne singen, so Steimle weiter, aber der Text der einstigen DDR-Fassung sei »so großartig und jedes Wort stimmt, als wäre es heute, und das ist bei großen Sachen eben immer so, die sind allgemeingültig«, sagte Steimle. »Wir gehören zusammen, wir sind Deutsche, Ende der Debatte.«“
Dieses Zitat aus dem Artikel reicht eigentlich als Antwort auf und Kritik zu diesem Beitrag des Spiegels, der nur so vor Verachtung der „Geschichte“ unserer Brüder und Schwestern aus der DDR strotzt. Und um den von mir zitierten Kommentar von Steimle richtig verstehen zu können - er hat nämlich recht - empfehle ich, den Text der DDR-Hymne auf Wikipedia zu lesen.
Abdrucken möchte ich ihn nicht; ist am Ende auch schon verboten.
Meinungsfreiheit und Toleranz...
https://www.fr.de/wirtschaft/gastwirtschaft/arbeitsministerin-will-beamte-in-sozialversicherung-integrieren-94361477.html
Und weiter geht's mit der üblen Meinungsmache. Die Verantwortlichen dieses Artikels müsste man eigentlich wegen falscher Behauptungen belangen. Los gehts:
„Die im öffentlichen Dienst beschäftigten Angestellten erhalten für die gleiche Tätigkeit zwar ein in etwa gleiches Bruttogehalt wie ihre verbeamteten Kolleginnen und Kollegen, auf ihr Konto wird aber wegen der Sozialabgaben ein deutlich niedrigeres Nettogehalt überwiesen.“
Das klassische, aber verlogene Argument. Ich selbst war auf meiner Stelle zuerst ein Jahr als Angestellter unterwegs gewesen und wurde dann „wertgleich“ verbeamtet. Mein Bruttogehalt als Angestellter war seinerzeit sogar höher als die Beamtenbezüge - sollte sich das wirklich angeglichen haben?
Im Übrigen unterschlägt der Autor des Artikels, dass der Beamte von seinem Nettogehalt noch seine Krankenversicherung selbst bezahlt. Dieser Posten ist beim Angestellten beim Nettogehalt schon bezahlt. Beamte - Beihilfe 50%, ja und? Ich zahl trotzdem über 400,- € monatlich an meine Krankenkasse; habe die Leistungen schon auf „AOK Niveau“ (außer bei Zahnersatz) reduziert. Und komm mir jetzt keiner mit besseren Leistungen für Privatpatienten. Kann sich ein gesetzlich Versicherter auch dazu kaufen. Muss ich schließlich auch.
Die höhere Vergütung bei Privatpatienten? Die kassiert der Arzt und eben nicht ich, deswegen passt das beim Gehaltsvergleich Angestellter - Beamter nicht. Von mir aus kann die Politik die Honorierung gleichsetzen. Das gibt dann noch mehr medizinische Versorgungszentren statt kurzer Wege zum Arzt und längere Wartezeiten für alle.
Aber bleiben wir bei den Gehaltskosten, gern auch beim Vergleich Rente - Pension. Die Kritiker vergessen beim Vergleich grundsätzlich immer die Tatsache, dass bei der Beamtenpension die Betriebsrente bereits eingepreist ist. Als Beamter arbeite ich in einem Betrieb der Größe eines Konzerns, welcher in der Regel eine Betriebsrente zahlt.
Natürlich finde ich immer Personengruppen, die im Vergleich zu Beamten schlechter gestellt sind. Nur sind diese dann aber auch gegenüber den Angestellten bei Siemens, VW oder Bosch schlechter dran. Das gehört zur Wahrheit mit dazu. Frechheit, dies zu unterschlagen.
Kurz vor Schluss eines noch: Auch wenn der Autor dies bestreitet, aber ein Beamter kommt den Arbeitgeber preiswerter als ein Angestellter. Die Lösung ist demnach nicht, die Beamten auch noch in die Sozialversicherung ohne Ausgleich einzahlen zu lassen, sondern langfristig keine Beamten mehr zu ernennen. Da, wo sie wohl tatsächlich unverzichtbar sind (Polizei, Militär oder Feuerwehr), kann man - so weit noch nicht geschehen - mit freier Heilsfürsorge planen.
Was mich allerdings am Meisten wurmt ist diese Konzentration auf die Beamten. Was ist denn mit den gesetzlich Versicherten, die über der Bemessungsgrenze liegen? Die können sich freikaufen und fehlen dann als Beitragszahler bei den gesetzlichen Kassen. Zumindest einen Höchstbetrag sollten diese zahlen müssen, bevor man über eine Beteiligung von Beamten auch nur nachdenkt.
Wahrscheinlich ist der Autor des Berichts bei der FR angestellt und liegt über der Bemessungsgrenze, privat versichert günstiger und sieht, wie für nen Deutschen nicht unüblich, das Problem lediglich bei den „Anderen.“
https://overton-magazin.de/kommentar/gesellschaft-kommentar/muss-der-kapitalismus-weg/
Endlich habe ich einen Artikel von Roberto DeLapuente gefunden, den ich falsch oder zumindest irreführend finde.
Sein Credo: Er kritisiert, dass u.a. „Altlinke“ im Kapitalismus die Wurzel allen Übels (Kriege, Ausbeutung, etc.) sehen. Für die sei es eine Systemfrage. Lapuente hält dagegen, dass es bereits in vorkapitalistischen Zeiten Ausbeutung und Kriegsgewinnler gegeben habe. Insofern sei der Vorwurf an den Kapitalismus falsch.
Mir fällt nach dem Lesen des Artikels auf, dass Lapuente keine Alternative zur Eindämmung von Ausbeutung etc.pp. benennt. Das macht diesen Artikel zur Luftpumpe, weil das Wissen, dass vorhergehende Gesellschaftsformen ebenfalls ungerechte Systeme darstellten, bei der Frage, ob Kapitalismus weg muss, nicht weiterhilft. Und diese in seiner Überschrift gestellte Frage lässt DeLapuente unbeantwortet.
Ergo: Was für ein System kann bestehende Ungerechtigkeiten beseitigen oder abmildern; geht das vielleicht doch im Rahmen des Kapitalismus? Darf ich DeLapuente so verstehen, dass unter diesem Gesellschaftssystem eine gerechte Gesellschaft existieren könnte?
Meiner bescheidenen Meinung nach wäre hier der größte Hemmschuh ein augenfälliges Merkmal des Kapitalismus: Die vordringliche Orientierung auf Gewinnmaximierung.
Alsdann: Bleiben Sie links, bleiben Sie kritisch. Und:
„I`m so bored with the USA. But what can I do?“

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