>>Die Fahrt würde normal schon eine Stunde dauern. Mit der zu erwartenden Verzögerung kämen hier mindestens 20 Minuten hinzu. Das Risiko, die Schmerzen irgendwann während der Fahrt nicht mehr aushalten zu können, erscheint mir sehr hoch, zumal ich mich bei all den zu erwartenden Schulkindern schon mal vorstelle, mit einer vollen und übel riechenden Hose im Bus zu sitzen. Und dann erst auf der Arbeit…<<
Ich entschied schnell. Wiederum zwei Minuten später kontaktierte ich meinen Teamleiter erneut und schilderte ihm mein Malheur. Es blieb beim Überzeitenabbau. Meine Güte, war mir das peinlich. Also das ich ihn zum dritten Mal innerhalb kürzester Zeit angerufen hatte, nicht der Grund meiner erneuten Absage. Denn nichts Menschliches ist mir fremd, vielleicht ist es aber auch ein Anzeichen einer nicht überwundenen Analfixierung aus der Kindheit, wenn ich dies so locker und fröhlich anderen gegenüber zu kommunizieren pflege.
Nun gut, der Tag ist frei. Ab nach Hause. Nächster Ausstieg Cyriaksring. Noch im Bus rief ich meine Löwin an, die heuer ja den Wagen zur Reparatur des Kofferraumschlosses nach Dürkop bringen wollte. Da hatte sie einen Termin. Ich fragte sie, ob sie mich auf dem Weg aufsammeln könnte. Wenns passt, hat Dürkop sicherlich ein Klo, welches für mich eher als das Heimische zu erreichen wäre.
Sie wollte mich an der Bushalte vor dem Arbeitsamt aufsammeln und war eh bereits auf dem Sprung. Da stand ich nun einsam und verlassen an der Bushalte, Busse und PKWs schlitterten an mir vorbei und ich merkte wie die Wehen stärker wurden, aber immer noch aushaltbar. So wartete ich schon seit bald einer Viertelstunde, als mein Phone klingelte.
kam die Schräge auf unserem Garagenhof nicht hoch und sah sich gezwungen, mir absagen zu müssen. Schade, aber wenn Schiet, dann Schiet. Genau das war mein Problem, aber es half jetzt ja nichts. Ich überbrückte die Kreuzung und ordnete mich der Bushalte in der anderen Fahrtrichtung zu. Auf dem Weg durch mal wieder nicht geräumte Fußwege sah ich den von mir benötigten Bus nach Lehndorf.
Ich würde also zuhause meinen Vorrat an Toilettenpapier weiter dezimieren können. Doch, wie das so ist: Der vermeintliche Bus nach Lehndorf entpuppte sich als weiterer Bus Richtung Salzgitter, als er nichts rechts um die Ecke zu mir, sondern links zur kurz zuvor von mir besetzten Bushalte abbog.
Dies natürlich haargenau in dem Moment, wo die 426 Richtung Rudolf schon vor mir stand. Doch anstatt das ich Strunz dort einstieg, wartete ich noch die 5 Minuten, bis die 419 kam. Der Bus nach Lehndorf stand leider nicht auf der Anzeigetafel, was bedeutete: Die 431 wäre nicht vor einer halben Stunde da. In dieser Situation zeigte wieder einmal mein natürliches Gespür für das richtige Timing, denn die 419 ließ sich Zeit und benötigte ne runde Viertelstunde. Und das auch nur, weil der Busfahrer regelwidrig auf der Geradeausspur fuhr, um dann doch links abzubiegen. Die Linksabbiegerspur war selbstredend vollkommen dicht mit PKWs.
Im Bus saß ich sehr unruhig auf meinem Sitz, aber stehen war erheblich unangenehmer wegen der Schübe. Daher erschien mir der Fußweg vom Rudolfsplatz nach Hause in meiner derzeitigen Verfassung nicht angeraten, aber wo bekam ich auf die Schnelle eine Toilette her?
Fieberhaft überlegte ich meine weitere Vorgehensweise und wagte dann einen für mich typischen Schritt: Ich würde weiter bis zum weißen Ross fahren und dort die öffentliche Toilette aufsuchen. Irgendwie bescheuert, aber Hartmudo.
Gesagt, getan. An der Amalie stieg ich aus, begab mich ins gegenüber liegende Einkaufsparadies „Weißes Ross“ und ging nicht über Los direkt in die Toilette. Donnerschlag - so klang es auch. Mir ging es anschließend sofort wieder blendend, wenn auch die Papierqualität ein wenig zu wünschen übrig ließ. Eine Konsistenz wie früher das Druckerpapier, etwas breiter als die üblichen Rollen für die Kassenbons bei Aldi oder Lidl, aber genau so rund.
Anschließend kaufte ich noch bei Rewe und DM einige Artikel ein; wenn ich schon einmal da bin, dann Hüh. Draußen stieg ich in den ersten Bus, der gerade kam, ein. Die 419 brachte mich nur eine Station zum Rudolf weiter, von da aus bewältigte ich den langen Fußweg nach Hause. Das ging ja jetzt, die Krämpfe waren passe.
Der Fußweg war nun, knappe zwei bis drei Stunden später, ein wenig geräumt. Damit meine ich, dass irgendjemand mit einer Schneeschippe eine Schneise in die Schneedecke gefräst hatte. Dies allerdings ohne Streumittel, was die Rutschfestigkeit insbesondere in den Abschnitten mit dem sehr beliebten Kopfsteinpflaster nicht erhöhte.
Voll bepackt mit Aktentasche und Einkaufstasche ging ich wie auf Schienen. Nein, eher wie auf rohen Eiern. Doch nach einem etwas längerem Fußmarsch als gewöhnlich bog ich endlich in unsere Hofeinfahrt ein und siehe da: Der Winterräumdienst hatte sich noch nicht blicken lassen. Meine deshalb mit Schnee bedeckten Schuhe ließ ich natürlich im Hausflur vor unserer Wohnung zum Abtrocknen stehen.
Wenn ich mir diesen Tag vorher frei genommen hätte - warum auch immer, wäre ich sicherlich zu dieser Zeit, also ca. 9.30 Uhr, gerade aufgestanden. Stattdessen habe ich an diesem unverhofften freien Tag schon eine Menge erlebt gehabt. Tiefen und Höhen sozusagen. Auch wenn einiges an diesem Montag aus dem Ruder gelaufen war, so fühlt sich dieser Tag doch süßer als ein normaler Urlaubstag an.
Meine Psychotherapeutin würde mir da sicherlich zustimmen, obwohl sie bezüglich meiner bereits angesprochenen Fixierung sicherlich noch Fragen hätte. Und - so komisch, wie sich das jetzt anhören mag, aber ich freue mich auf den morgigen Arbeitstag. Verrückt, oder?
Heute Abend kein Toffeefee, dann bin ich im Bus safe. Eins noch: Zwischenzeitlich besiegte meine Löwin die Schräge auf dem Garagenhof und lieferte den KIA bei Dürkop ab, Rückfahrt mit Bus und Bahn.
Mittwoch, 18. Februar 2026
Mittwoch, 11. Februar 2026
Contramann: kurz gesehen im Februar
https://www.berliner-zeitung.de/panorama/andrea-kiewel-im-zdf-nerviger-konnte-das-jahr-kaum-enden-li.10012252
Klasse. Das ist so richtig schön Böse. Ich kenne übrigens nicht einen Menschen, der sich so etwas anschaut an Silvester. Meine Eltern haben früher diese Silvestershows gerne geschaut - Insofern passt hier die Spitze, dass die Programmverantwortlichen im ZDF da beratungsresistent in der glorreichen Vergangenheit verweilen.
https://taz.de/Kontokuendigung-linker-Organisationen/!6143651/
Witzig. Dieselben Organisationen - und sicherlich auch die TAZ - haben in den letzten Monaten Hurrah geschrieben, wenn Putinverstehern, Coronaleugner oder kritischen Journalisten die Konten gesperrt wurden. Aber wenn's um die eigene, woke Pseudo Linke geht, da ist dann die Demokratie in Gefahr. Diese Doppelmoral ist es, die USA Außen Vance angesprochen hatte und deshalb die Demokratie in Germany in Gefahr sieht.
Schlimm, dass ich zumindest in diesem Punkt Vance recht geben muss. Ansonsten: Vorsicht vor Trump; da bin ich dabei. Nicht aber bei abgehalfterten vermeintlichen Linken, die mit der eigentlichen Klientel - Arbeiter und Angestellte - nicht viel anfangen können. Die - und nur die - sind der Sargnagel unserer Demokratie. Die „Rechten" kann man aushalten und auch klein halten. Mit Argumenten statt mit Verboten.
Und mit sozialer Politik für die weniger Betuchten in diesem Land statt mit Klimafaschismus der Gendern. Die Grünen könnten sich zusätzlich noch an ihre Anfänge als Friedenspartei besinnen. „Schwerter zu Pflugscharen“ und so. Heute glänzen sie eher als Sprachrohr transatlantischer Rüstungsinteressen.
https://taz.de/Russlands-Terror-gegen-die-Ukraine/!6144729/
Was für ein übler und vor allem dämlicher Kommentar. Die TAZ - Sprachrohr der Grünen - zeigt hier ein anderes Gesicht als das von Petra Kelly. Siehe auch meinen Kommentar zuvor. Und dass den Russen militärisch die Puste ausgeht…
Schlimm, dass ich bei dieser fiebrigen Aussage des Kommentators an die Durchhalteparolen der jeweiligen deutschen Machthaber am Ende beider Weltkriege denken muss. Kurz zu Petra Kelly:
https://de.wikipedia.org/wiki/Petra_Kelly
https://www.pressenza.com/de/2026/01/holt-das-gold-aus-den-usa-zurueck-fordert-der-spiegel/
Dreist vom Spiegel. Das russische Staatsvermögen für die Ukraine requirieren zu wollen, aber kurze Zeit später eine befürchtete Angst vor Trumps Zugriff auf die deutschen Goldreserven in den USA zu beschwören.
Das nennt man auch doppelte Standards.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=145205
Trump auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos. Ich stimme mit Marcus Klöckner überein: Die Politik von den US Regierungen unter Trump und Biden ist sicherlich nicht friedensorientiert, aber diese eine Aussage von Trump ist eben richtig. Krieg ist immer Scheiße und muss unterbunden werden. Punkt. Das gilt selbstverständlich auch für alle Beteiligten, Russen wie Ukrainer oder Europäer.
Was lese ich aber in den Zeitungen unserer großen Medienimperien, was sehe ich im TV? Die Unterstützung der Ukraine muss aufrecht erhalten werden, gern auch verstärkt. Der „Russe“ allein sei schuld, nur „er“ soll die Waffen niederlegen. Da ist die Schuldfrage wichtiger als die vielen Toten, die vollkommen umsonst abkratzen.
Hier möchte ich an die Verhandlungen im März 2022 in Istanbul erinnern. Die damals vorliegende Vereinbarung zur Beendigung des Krieges war von den Bedingungen her für die Ukraine günstiger als alles, was die Ukraine und ihre Unterstützer jetzt auch nur als Minimum fordern.
So wären nach dem Plan von 2022 die Donbas Republiken auch weiterhin Bestandteil des Staates Ukraine geblieben. Die Russen wollten lediglich eine Teilautonomie dahingehend erreichen, dass die russische Sprache dort nicht mehr verboten wird. Wäre auch sinnvoll gewesen, wie man der Statistik entnehmen kann:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1292401/umfrage/anteile-russischer-und-ukrainischer-bevoelkerung-in-oblasten-donezk-und-luhansk/
Aber nein, Boris Johnson reiste seinerzeit nach Istanbul und überzeugte die Ukraine, weiter zu kämpfen. Bis zum Sieg. Jetzt, 4 Jahre später, hat Selenskyi angesichts der Möglichkeiten im März 2022 sein Land mal so richtig verrudert.
Aber weil nicht sein darf was offensichtlich ist, ignorieren Medien und Politik in den Staaten der „Willigen“ die verpassten Chancen und den daraus resultierenden unnötigen Zahlen an Opfern des Krieges. Und diffamieren seit 4 Jahren auch diejenigen, die sich auf Demonstrationen gegen den Krieg und die militärische Aufrüstung positionieren, als „Putinversteher“ und gar als „Rechte“, also Faschisten.
Bin ich selbst vor zwei Jahren auf den Demos mit dabei gewesen, mache ich dies jetzt nicht mehr. Der soziale Druck durch Medien und Politik, aber vor allem durch die lieben Mitmenschen und Biedermänner, auf die Teilnehmer hat viele resignieren lassen. Ich selbst habe es vielleicht knapp über ein Jahr durchgehalten. Seitdem bin ich durch - dieser Gesellschaft ist nicht mehr zu helfen; als Märtyrer sehe ich mich nicht. Für wen denn auch.
Faschisten sind übrigens nach herkömmlicher Definition eher Menschen, die Menschen wegen ihrer Herkunft, Rasse usw. unterdrücken. Das Verbot der eigenen Sprache ist ebenfalls eine Form dieser Unterdrückung.
Und damit dieser ins Auge springende Widerspruch nicht auffällt, sprechen wir in der Tagesschau und Co. nicht drüber.
Alsdann: Bleiben Sie links, bleiben Sie kritisch. Und:
„I`m so bored with the USA. But what can I do?“
Klasse. Das ist so richtig schön Böse. Ich kenne übrigens nicht einen Menschen, der sich so etwas anschaut an Silvester. Meine Eltern haben früher diese Silvestershows gerne geschaut - Insofern passt hier die Spitze, dass die Programmverantwortlichen im ZDF da beratungsresistent in der glorreichen Vergangenheit verweilen.
https://taz.de/Kontokuendigung-linker-Organisationen/!6143651/
Witzig. Dieselben Organisationen - und sicherlich auch die TAZ - haben in den letzten Monaten Hurrah geschrieben, wenn Putinverstehern, Coronaleugner oder kritischen Journalisten die Konten gesperrt wurden. Aber wenn's um die eigene, woke Pseudo Linke geht, da ist dann die Demokratie in Gefahr. Diese Doppelmoral ist es, die USA Außen Vance angesprochen hatte und deshalb die Demokratie in Germany in Gefahr sieht.
Schlimm, dass ich zumindest in diesem Punkt Vance recht geben muss. Ansonsten: Vorsicht vor Trump; da bin ich dabei. Nicht aber bei abgehalfterten vermeintlichen Linken, die mit der eigentlichen Klientel - Arbeiter und Angestellte - nicht viel anfangen können. Die - und nur die - sind der Sargnagel unserer Demokratie. Die „Rechten" kann man aushalten und auch klein halten. Mit Argumenten statt mit Verboten.
Und mit sozialer Politik für die weniger Betuchten in diesem Land statt mit Klimafaschismus der Gendern. Die Grünen könnten sich zusätzlich noch an ihre Anfänge als Friedenspartei besinnen. „Schwerter zu Pflugscharen“ und so. Heute glänzen sie eher als Sprachrohr transatlantischer Rüstungsinteressen.
https://taz.de/Russlands-Terror-gegen-die-Ukraine/!6144729/
Was für ein übler und vor allem dämlicher Kommentar. Die TAZ - Sprachrohr der Grünen - zeigt hier ein anderes Gesicht als das von Petra Kelly. Siehe auch meinen Kommentar zuvor. Und dass den Russen militärisch die Puste ausgeht…
Schlimm, dass ich bei dieser fiebrigen Aussage des Kommentators an die Durchhalteparolen der jeweiligen deutschen Machthaber am Ende beider Weltkriege denken muss. Kurz zu Petra Kelly:
https://de.wikipedia.org/wiki/Petra_Kelly
https://www.pressenza.com/de/2026/01/holt-das-gold-aus-den-usa-zurueck-fordert-der-spiegel/
Dreist vom Spiegel. Das russische Staatsvermögen für die Ukraine requirieren zu wollen, aber kurze Zeit später eine befürchtete Angst vor Trumps Zugriff auf die deutschen Goldreserven in den USA zu beschwören.
Das nennt man auch doppelte Standards.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=145205
Trump auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos. Ich stimme mit Marcus Klöckner überein: Die Politik von den US Regierungen unter Trump und Biden ist sicherlich nicht friedensorientiert, aber diese eine Aussage von Trump ist eben richtig. Krieg ist immer Scheiße und muss unterbunden werden. Punkt. Das gilt selbstverständlich auch für alle Beteiligten, Russen wie Ukrainer oder Europäer.
Was lese ich aber in den Zeitungen unserer großen Medienimperien, was sehe ich im TV? Die Unterstützung der Ukraine muss aufrecht erhalten werden, gern auch verstärkt. Der „Russe“ allein sei schuld, nur „er“ soll die Waffen niederlegen. Da ist die Schuldfrage wichtiger als die vielen Toten, die vollkommen umsonst abkratzen.
Hier möchte ich an die Verhandlungen im März 2022 in Istanbul erinnern. Die damals vorliegende Vereinbarung zur Beendigung des Krieges war von den Bedingungen her für die Ukraine günstiger als alles, was die Ukraine und ihre Unterstützer jetzt auch nur als Minimum fordern.
So wären nach dem Plan von 2022 die Donbas Republiken auch weiterhin Bestandteil des Staates Ukraine geblieben. Die Russen wollten lediglich eine Teilautonomie dahingehend erreichen, dass die russische Sprache dort nicht mehr verboten wird. Wäre auch sinnvoll gewesen, wie man der Statistik entnehmen kann:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1292401/umfrage/anteile-russischer-und-ukrainischer-bevoelkerung-in-oblasten-donezk-und-luhansk/
Aber nein, Boris Johnson reiste seinerzeit nach Istanbul und überzeugte die Ukraine, weiter zu kämpfen. Bis zum Sieg. Jetzt, 4 Jahre später, hat Selenskyi angesichts der Möglichkeiten im März 2022 sein Land mal so richtig verrudert.
Aber weil nicht sein darf was offensichtlich ist, ignorieren Medien und Politik in den Staaten der „Willigen“ die verpassten Chancen und den daraus resultierenden unnötigen Zahlen an Opfern des Krieges. Und diffamieren seit 4 Jahren auch diejenigen, die sich auf Demonstrationen gegen den Krieg und die militärische Aufrüstung positionieren, als „Putinversteher“ und gar als „Rechte“, also Faschisten.
Bin ich selbst vor zwei Jahren auf den Demos mit dabei gewesen, mache ich dies jetzt nicht mehr. Der soziale Druck durch Medien und Politik, aber vor allem durch die lieben Mitmenschen und Biedermänner, auf die Teilnehmer hat viele resignieren lassen. Ich selbst habe es vielleicht knapp über ein Jahr durchgehalten. Seitdem bin ich durch - dieser Gesellschaft ist nicht mehr zu helfen; als Märtyrer sehe ich mich nicht. Für wen denn auch.
Faschisten sind übrigens nach herkömmlicher Definition eher Menschen, die Menschen wegen ihrer Herkunft, Rasse usw. unterdrücken. Das Verbot der eigenen Sprache ist ebenfalls eine Form dieser Unterdrückung.
Und damit dieser ins Auge springende Widerspruch nicht auffällt, sprechen wir in der Tagesschau und Co. nicht drüber.
Alsdann: Bleiben Sie links, bleiben Sie kritisch. Und:
„I`m so bored with the USA. But what can I do?“
Mittwoch, 4. Februar 2026
Hartmudo: Winter 1/2
Montag, 26. Januar. Noch knapp zwei Monate bis zu meinem nächsten halbrunden Geburtstag, doch darüber wollte ich hier nicht berichten. Stattdessen ärgerte ich mich heute wegen des erneuten starken Schneefalls, oder auch kurz über den Winter.
Der Wochenanfang begann zunächst in gewohnter Weise. Um 6.00 Uhr stand ich auf und machte mich reisefertig, denn heute ging es wieder ins Büro nach Salzgitter Lebenstedt. Ich freute mich bereits auf eine einstündige Busfahrt, in der ich ausreichend Gelegenheit zum Lesen in einem absolut packenden Roman erhalten würde.
Dies beinhaltet natürlich den Verzicht aufs Radeln zum Bahnhof; bei den Temperaturen um den Gefrierpunkt ist das einerseits schwierig, andererseits aufgrund des kaputten Fahrrads eh keine Option, hatte ich mich doch mit diesem am Wochenende zuvor auf die Erde geschmissen - nach meinem Besuch der Wasserwelt. Aber das ist eine andere Geschichte.
Nun gut. Ich schaute während des Ankleidens aus dem Fenster und konnte bereits erkennen, dass der von unserer Hausgemeinschaft teuer bezahlte Winterdienst seine Arbeit noch nicht verrichtet hatte (dieser kam erst irgendwann am späten Vormittag). Eine wunderhübsche Schneedecke hatte sich über die Landschaft und unserem Hof gelegt, da wurden gleich Erinnerungen an die Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel am Samstag wach.
Schon beim Raustreten aus dem Haus rechnete ich mit Verzögerungen im ÖPNV, denn da bin ich ja gebranntes Kind. Ich würde wohl auf meinen geliebten Kaffee mit Hafermilch vom Backwerk auf dem Damm vor dem Schloss verzichten müssen, da ich den Kaffee an der Bushalte mit Blick aufs Schloss zu konsumieren pflege und Kaffee im Bus nicht gern gesehen wird.
Ich schlurfte noch über die von einem Nachbarn in den Schnee gebrannte Fahrrinne auf den Gehsteig unserer Nebenstraße und ärgerte mich noch über den nicht gefegten Zustand des kompletten Fußwegs, als ich bereits ausrutschte und in den Schnee greifen musste. Zum Glück hatte ich mir nichts getan; ich kam mit dem Schrecken davon.
Ich klopfte den Schnee ab und weiter gings durch den vielleicht 5 Zentimeter hohen Schnee; eine Wohltat für meine Michael Ballack Schuhe (Skechers Slip-ins). Richtige Winterschuhe besitze ich seit meiner Kindheit nicht mehr. Wozu auch, wann schneit es denn schon mal?
Heute zum Beispiel, an diesem Morgen immer noch leicht. Und bis zur Autobahnbrücke war nirgendwo der Fußweg gefegt worden, lediglich einzelne Fußstapfen verrieten, dass die weiße Schneedecke hier bereits entjungfert worden war. Na klasse, ich würde mit nassen Füßen im Büro sitzen müssen. Eine Erkältung würde mich ereilen, keine Frage.
Wenigstens war eine kleine Fläche beim Wartehäuschen an meiner Bushalte schon gefegt worden. Mehr Leute als gewöhnlich drängelten sich dort auf engstem Raum zusammen und warteten wie ich auf einen Bus, der uns unseren geliebten Arbeitsplätzen näher bringen würde. Der leichte Schneefall hatte mittlerweile ausgesetzt, die Autos fuhren behutsam über die abgefahrene wie nicht geräumte Fahrbahn.
Eingedenk dessen bestieg ich den ersten Bus Richtung Münzstraße, der selbst schon stark verspätet auftauchte. Ein schneller Blick auf meine App zeigte mir zwar schon eine 7minütige Verspätung des Salzgitterbusses am Schloss an, aber Nummer Sicher ist angesichts der heutigen Wetterlage die Gewinnerkugel der heutigen Lostrommel.
Im Bus sitzend checkte ich noch schnell die BahnApp - 5 Minuten Verspätung. Diesbezüglich hatte ich mit dem ehemaligen Staatsbetrieb schon genügend schlechte Erfahrungen sammeln dürfen, dass ich mich angesichts der erfreulich frühen Ankunft in der Münzstraße auf meinen Pott Kaffee mit Hafermilch freute.
Da stand ich denn nun an der Bushalte vorm Schloss und vermisste die 620 für den Ritt nach Lebenstedt auf der Anzeigetafel. Ah, endlich! In 20 Minuten sollte sie hier anbremsen. Nach all den Bussen Richtung Wolfenbüttel, die davor angekündigt waren. Genügend Zeit also, um meinen Pott auszuschlürfen.
Nach 20 Minuten Wartezeit war der Bus zwar immer noch nicht angekommen, dafür hatte sich die Anzeigetafel dazu durchgerungen, die 620 zu ignorieren. Das roch nach einem Komplettausfall des Busses und ließ mich automatisch zum Phone greifen. Tatsächlich erreichte ich meinen Teamleiter sofort. Ich schilderte kurz die Problematik und nahm mir den Tag auf Überstunden frei. Allerdings behielt ich mir die Rücknahme von der Absage vor, weil weiter hinten urplötzlich noch ein Bus an der Haltestelle vorm Lindi zu erkennen war.
10 Minuten gab mir der Teamleiter. Geschlagene zwei Minuten später rief ich ihn noch mal an. Mittlerweile saß ich in der 620 und befand mich auf dem Weg Richtung Lebenstedt. Circa zwanzig Minuten später als gewöhnlich; zusätzliche 20 Minuten plante ich schon einmal als zusätzliche Verspätung bis zum Büro ein, will sagen: Ankunft Büro kurz vor 9.00.
Mein Teamleiter freute sich auf meine Anwesenheit, bei mir selbst ist es schwierig, die Begriffe „Freude“ und „Arbeit“ in einen direkten Bezug zueinander zu setzen. Aber egal. In vergangenen Jahrzehnten bin ich bei so einem Wetter mit dem Auto nach Lebenstedt geeiert. Als Highlight kann hierbei mein Fiat Panda gelten, der unverwüstlich auch bei klirrender Kälte fuhr. Einzig und allein eine hohe Luftfeuchtigkeit - gern auch mal im Sommer - hielt ihn mit großer Beständigkeit davon ab, anzuspringen.
Oder: Ich bin ja nicht aus Zucker, obwohl ich gestern zur Nacht nach einigen Bierchen noch eine komplette Packung „es steckt viel Spaß in…“ eingeatmet hatte. Und die machte mir schon auf dem ersten Kilometer im Bus Sorgen. Krampfartige Schübe in meinem Unterleib regten mich zum Rechnen an.
Der Wochenanfang begann zunächst in gewohnter Weise. Um 6.00 Uhr stand ich auf und machte mich reisefertig, denn heute ging es wieder ins Büro nach Salzgitter Lebenstedt. Ich freute mich bereits auf eine einstündige Busfahrt, in der ich ausreichend Gelegenheit zum Lesen in einem absolut packenden Roman erhalten würde.
Dies beinhaltet natürlich den Verzicht aufs Radeln zum Bahnhof; bei den Temperaturen um den Gefrierpunkt ist das einerseits schwierig, andererseits aufgrund des kaputten Fahrrads eh keine Option, hatte ich mich doch mit diesem am Wochenende zuvor auf die Erde geschmissen - nach meinem Besuch der Wasserwelt. Aber das ist eine andere Geschichte.
Nun gut. Ich schaute während des Ankleidens aus dem Fenster und konnte bereits erkennen, dass der von unserer Hausgemeinschaft teuer bezahlte Winterdienst seine Arbeit noch nicht verrichtet hatte (dieser kam erst irgendwann am späten Vormittag). Eine wunderhübsche Schneedecke hatte sich über die Landschaft und unserem Hof gelegt, da wurden gleich Erinnerungen an die Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel am Samstag wach.
Schon beim Raustreten aus dem Haus rechnete ich mit Verzögerungen im ÖPNV, denn da bin ich ja gebranntes Kind. Ich würde wohl auf meinen geliebten Kaffee mit Hafermilch vom Backwerk auf dem Damm vor dem Schloss verzichten müssen, da ich den Kaffee an der Bushalte mit Blick aufs Schloss zu konsumieren pflege und Kaffee im Bus nicht gern gesehen wird.
Ich schlurfte noch über die von einem Nachbarn in den Schnee gebrannte Fahrrinne auf den Gehsteig unserer Nebenstraße und ärgerte mich noch über den nicht gefegten Zustand des kompletten Fußwegs, als ich bereits ausrutschte und in den Schnee greifen musste. Zum Glück hatte ich mir nichts getan; ich kam mit dem Schrecken davon.
Ich klopfte den Schnee ab und weiter gings durch den vielleicht 5 Zentimeter hohen Schnee; eine Wohltat für meine Michael Ballack Schuhe (Skechers Slip-ins). Richtige Winterschuhe besitze ich seit meiner Kindheit nicht mehr. Wozu auch, wann schneit es denn schon mal?
Heute zum Beispiel, an diesem Morgen immer noch leicht. Und bis zur Autobahnbrücke war nirgendwo der Fußweg gefegt worden, lediglich einzelne Fußstapfen verrieten, dass die weiße Schneedecke hier bereits entjungfert worden war. Na klasse, ich würde mit nassen Füßen im Büro sitzen müssen. Eine Erkältung würde mich ereilen, keine Frage.
Wenigstens war eine kleine Fläche beim Wartehäuschen an meiner Bushalte schon gefegt worden. Mehr Leute als gewöhnlich drängelten sich dort auf engstem Raum zusammen und warteten wie ich auf einen Bus, der uns unseren geliebten Arbeitsplätzen näher bringen würde. Der leichte Schneefall hatte mittlerweile ausgesetzt, die Autos fuhren behutsam über die abgefahrene wie nicht geräumte Fahrbahn.
Eingedenk dessen bestieg ich den ersten Bus Richtung Münzstraße, der selbst schon stark verspätet auftauchte. Ein schneller Blick auf meine App zeigte mir zwar schon eine 7minütige Verspätung des Salzgitterbusses am Schloss an, aber Nummer Sicher ist angesichts der heutigen Wetterlage die Gewinnerkugel der heutigen Lostrommel.
Im Bus sitzend checkte ich noch schnell die BahnApp - 5 Minuten Verspätung. Diesbezüglich hatte ich mit dem ehemaligen Staatsbetrieb schon genügend schlechte Erfahrungen sammeln dürfen, dass ich mich angesichts der erfreulich frühen Ankunft in der Münzstraße auf meinen Pott Kaffee mit Hafermilch freute.
Da stand ich denn nun an der Bushalte vorm Schloss und vermisste die 620 für den Ritt nach Lebenstedt auf der Anzeigetafel. Ah, endlich! In 20 Minuten sollte sie hier anbremsen. Nach all den Bussen Richtung Wolfenbüttel, die davor angekündigt waren. Genügend Zeit also, um meinen Pott auszuschlürfen.
Nach 20 Minuten Wartezeit war der Bus zwar immer noch nicht angekommen, dafür hatte sich die Anzeigetafel dazu durchgerungen, die 620 zu ignorieren. Das roch nach einem Komplettausfall des Busses und ließ mich automatisch zum Phone greifen. Tatsächlich erreichte ich meinen Teamleiter sofort. Ich schilderte kurz die Problematik und nahm mir den Tag auf Überstunden frei. Allerdings behielt ich mir die Rücknahme von der Absage vor, weil weiter hinten urplötzlich noch ein Bus an der Haltestelle vorm Lindi zu erkennen war.
10 Minuten gab mir der Teamleiter. Geschlagene zwei Minuten später rief ich ihn noch mal an. Mittlerweile saß ich in der 620 und befand mich auf dem Weg Richtung Lebenstedt. Circa zwanzig Minuten später als gewöhnlich; zusätzliche 20 Minuten plante ich schon einmal als zusätzliche Verspätung bis zum Büro ein, will sagen: Ankunft Büro kurz vor 9.00.
Mein Teamleiter freute sich auf meine Anwesenheit, bei mir selbst ist es schwierig, die Begriffe „Freude“ und „Arbeit“ in einen direkten Bezug zueinander zu setzen. Aber egal. In vergangenen Jahrzehnten bin ich bei so einem Wetter mit dem Auto nach Lebenstedt geeiert. Als Highlight kann hierbei mein Fiat Panda gelten, der unverwüstlich auch bei klirrender Kälte fuhr. Einzig und allein eine hohe Luftfeuchtigkeit - gern auch mal im Sommer - hielt ihn mit großer Beständigkeit davon ab, anzuspringen.
Oder: Ich bin ja nicht aus Zucker, obwohl ich gestern zur Nacht nach einigen Bierchen noch eine komplette Packung „es steckt viel Spaß in…“ eingeatmet hatte. Und die machte mir schon auf dem ersten Kilometer im Bus Sorgen. Krampfartige Schübe in meinem Unterleib regten mich zum Rechnen an.
Donnerstag, 29. Januar 2026
Uncle Fester: grad gelesen Januar 2026
Dominik A. Meier - Die verschollene Station (Bände 1 und 2)
Noch ein für mich neuer Autor. Meier lebt in Oberfranken und betätigt sich wohl auch als Coach fürs Schreiben. Laut Biografie einer der bekanntesten deutschen Science-Fiction Autoren. Und sein Output ist beängstigend hoch. Tatsächlich schafft er es, den Leser mitzunehmen und diese gewisse Spannung aufzubauen, die einen noch ein Kapitel weiterlesen lässt.
Ende des 23. Jahrhunderts sind William Trent und seine Assistentin Melanie Harrison Spezialisten in der Demontage von nicht mehr tauglichen Raumschiffen. Sie sollen aber die alte Raumstation Svarog, die 50 Jahre lang als verschollen galt und mit einem Mal mitten im Asteroidengürtel auftaucht, in Einzelteile zerlegen und aus dem Gürtel bringen.
Dort mutet die Szenerie kurzzeitig wie die Alien-Filmreihe an, doch entpuppt sich die schwarze Flüssigkeit nach und nach als Maschinenintelligenz namens Materia, welche von einer längst untergegangenen Zivilisation erschaffen worden war. Ausgestattet mit unendlicher Macht, wurde Materia von ihren Erbauern versklavt und dazu benutzt, sämtliche biologischen Konkurrenten aus dem Weg zu räumen.
Vernunftbegabt ist Materia trotzdem und benötigt die Hilfe der Menschen, um sich von ihren Zwängen befreien zu können. Bis zum 12 Lichtjahre entfernten System von Tau Ceti reisen Trent und Harrison durch eine Reihe von Toren, die Materia aufgebaut hatte. Dort stoßen sie auf das Wrack der Helmholtz. Dieses Schiff und dessen Besatzung galt ebenfalls als verschollen.
Und noch eine Überraschung: Die erste Offizierin der Helmholtz namens Freymarr hat die Zeiten überlebt, ohne zu altern; dank Materias Hilfe. Hier endet quasi der erste Band. Und, wie ich beim Beginn des zweiten Bandes feststellen musste, setzt der neue Band unmittelbar am Ende des ersten wieder an.
Oder anders: Ein Roman, auf zwei Bücher aufgeteilt. Finde ich eigentlich nicht so gut, aber andere Autoren tarnen dies lediglich besser. Die Menschen haben sich auf Tau Ceti inzwischen eingerichtet. In einem Intermezzo reißt der unsympathische Captain Daalgard noch kurz die Kontrolle vor Ort an sich; im Auftrag der Regierungen von Erde und Mars, scheitert aber.
Am Ende entpuppt sich Materia als „Kind“ von der eigentlichen Maschinenintelligenz Ordnung. Diese ist so stark mit ihren Schöpfern verwoben, dass sie sich nicht von diesen trennen kann und deshalb Materia schuf, damit die wenigstens frei sein könnte.
Die tragische Erkenntnis am Ende ist, dass selbst die Schöpfer von Ordnung Sklaven des von ihnen selbst geschaffenen Systems geworden waren und in Ordnung aufgegangen sind. Die Botschaft des Romans besteht in der Erkenntnis, dass wenn eine Zivilisation zu alt geworden ist und alles erlebt hat, vergehen muss. Oder emotionslos als Maschinenintelligenz endet.
Oder hat Materia die Menschen sogar belogen? Trent dämmert es am Ende, dass die Menschen dank der Technik von Materia den Schöpfern von Ordnung folgen wird. Das dauert zwar Äonen, aber das Ziel ist vorprogrammiert. Sind die Menschen also nur die x-ten Nachfolger der Schöpfer? Offene Fragen am Ende, da kann man selber spekulieren.
Insgesamt lohnt sich der/die Roman(e). Ich werde den Autor weiter verfolgen.
Martha Wells - Der Netzwerk Effekt (Killerbot Roman)
Jetzt endlich starte ich in die weiteren Bände der Killerbot Reihe. In den zweiten Band, um genau zu sein. Der erste bestand ja eigentlich aus 4 Novellen, wobei mich die letzten 3 ja nicht überzeugt hatten. Verfilmt wurde bekanntlich der erste von diesen Teilen. Die grandiosen Schauspieler gaben dem Szenario ein verständlicheres Bild von den woken Menschen einerseits und der stets schlecht gelaunten SecUnit andererseits ab.
Und dieser zweite Band, ein kompletter Roman, knüpft an die Personen des ersten Bandes an und hat mit Fifo (Fieses Forschungsschiff) die witzige Bord KI der zweiten Novelle am Start. Dank der TV-Serie habe ich jetzt zuverlässige Bilder vor Augen, die mich in die Story hineinziehen konnten. Ein ganz klein wenig „Alienreststoff“ spielt hierbei auch eine Rolle, wenn auch klein.
Die SecUnit begleitet Amena, die Tochter von Dr. Mensah, auf einer Forschungsmission, als dieses von Fifo mit dessen Schiff gekapert und durch ein Wurmloch in ein System entführt wird, dessen Kolonisation schon lange gescheitert war (bzw. als gescheitert galt) und vor kurzem von einem Konzern neu besiedelt wurde. Der SecUnit gelingt es aber, Fifo von einer Alienkontamination zu befreien. Jetzt soll SecUnit die Besatzung von Fifo vom Planeten befreien.
Barish-Estranza als Konzern verliert am Ende die Rechte am Planeten, da sich die alte Kolonie dort doch gehalten hatte. Nur hatte die Schwarmintelligenz der Aliens einen Teil der Menschen über externe Interfaces kontaminiert, ein regelrechter Bürgerkrieg fand auf dem Planeten des Systems statt. Und SecUnit mittendrin.
Die lässt eine Kopie von sich mit Fifos Hilfe in das zentrale Computersystem übertragen und kann am Ende die Alienware besiegen. Die Beziehung zu Fifo wird witzig geschildert, es ist eine Hassliebe zwischen SecUnit und Fifo. Am Ende steht wieder mal die Erkenntnis, dass menschliche Reaktionen für SecUnit zwar unverständlich sind, er selbst aber ebendiese Gefühle verspürt, ohne diese einordnen zu können.
Wie bei Data also. Der Roman hat mir beim Lesen viel Spaß bereitet, keine Frage. Allerdings würde ich es nicht für schade halten, hätte ich den Roman nicht gelesen. Herausragend ist er sicherlich nicht; Da haben deutsche Autoren aktuell mehr zu bieten.
Noch ein für mich neuer Autor. Meier lebt in Oberfranken und betätigt sich wohl auch als Coach fürs Schreiben. Laut Biografie einer der bekanntesten deutschen Science-Fiction Autoren. Und sein Output ist beängstigend hoch. Tatsächlich schafft er es, den Leser mitzunehmen und diese gewisse Spannung aufzubauen, die einen noch ein Kapitel weiterlesen lässt.
Ende des 23. Jahrhunderts sind William Trent und seine Assistentin Melanie Harrison Spezialisten in der Demontage von nicht mehr tauglichen Raumschiffen. Sie sollen aber die alte Raumstation Svarog, die 50 Jahre lang als verschollen galt und mit einem Mal mitten im Asteroidengürtel auftaucht, in Einzelteile zerlegen und aus dem Gürtel bringen.
Dort mutet die Szenerie kurzzeitig wie die Alien-Filmreihe an, doch entpuppt sich die schwarze Flüssigkeit nach und nach als Maschinenintelligenz namens Materia, welche von einer längst untergegangenen Zivilisation erschaffen worden war. Ausgestattet mit unendlicher Macht, wurde Materia von ihren Erbauern versklavt und dazu benutzt, sämtliche biologischen Konkurrenten aus dem Weg zu räumen.
Vernunftbegabt ist Materia trotzdem und benötigt die Hilfe der Menschen, um sich von ihren Zwängen befreien zu können. Bis zum 12 Lichtjahre entfernten System von Tau Ceti reisen Trent und Harrison durch eine Reihe von Toren, die Materia aufgebaut hatte. Dort stoßen sie auf das Wrack der Helmholtz. Dieses Schiff und dessen Besatzung galt ebenfalls als verschollen.
Und noch eine Überraschung: Die erste Offizierin der Helmholtz namens Freymarr hat die Zeiten überlebt, ohne zu altern; dank Materias Hilfe. Hier endet quasi der erste Band. Und, wie ich beim Beginn des zweiten Bandes feststellen musste, setzt der neue Band unmittelbar am Ende des ersten wieder an.
Oder anders: Ein Roman, auf zwei Bücher aufgeteilt. Finde ich eigentlich nicht so gut, aber andere Autoren tarnen dies lediglich besser. Die Menschen haben sich auf Tau Ceti inzwischen eingerichtet. In einem Intermezzo reißt der unsympathische Captain Daalgard noch kurz die Kontrolle vor Ort an sich; im Auftrag der Regierungen von Erde und Mars, scheitert aber.
Am Ende entpuppt sich Materia als „Kind“ von der eigentlichen Maschinenintelligenz Ordnung. Diese ist so stark mit ihren Schöpfern verwoben, dass sie sich nicht von diesen trennen kann und deshalb Materia schuf, damit die wenigstens frei sein könnte.
Die tragische Erkenntnis am Ende ist, dass selbst die Schöpfer von Ordnung Sklaven des von ihnen selbst geschaffenen Systems geworden waren und in Ordnung aufgegangen sind. Die Botschaft des Romans besteht in der Erkenntnis, dass wenn eine Zivilisation zu alt geworden ist und alles erlebt hat, vergehen muss. Oder emotionslos als Maschinenintelligenz endet.
Oder hat Materia die Menschen sogar belogen? Trent dämmert es am Ende, dass die Menschen dank der Technik von Materia den Schöpfern von Ordnung folgen wird. Das dauert zwar Äonen, aber das Ziel ist vorprogrammiert. Sind die Menschen also nur die x-ten Nachfolger der Schöpfer? Offene Fragen am Ende, da kann man selber spekulieren.
Insgesamt lohnt sich der/die Roman(e). Ich werde den Autor weiter verfolgen.
Martha Wells - Der Netzwerk Effekt (Killerbot Roman)
Jetzt endlich starte ich in die weiteren Bände der Killerbot Reihe. In den zweiten Band, um genau zu sein. Der erste bestand ja eigentlich aus 4 Novellen, wobei mich die letzten 3 ja nicht überzeugt hatten. Verfilmt wurde bekanntlich der erste von diesen Teilen. Die grandiosen Schauspieler gaben dem Szenario ein verständlicheres Bild von den woken Menschen einerseits und der stets schlecht gelaunten SecUnit andererseits ab.
Und dieser zweite Band, ein kompletter Roman, knüpft an die Personen des ersten Bandes an und hat mit Fifo (Fieses Forschungsschiff) die witzige Bord KI der zweiten Novelle am Start. Dank der TV-Serie habe ich jetzt zuverlässige Bilder vor Augen, die mich in die Story hineinziehen konnten. Ein ganz klein wenig „Alienreststoff“ spielt hierbei auch eine Rolle, wenn auch klein.
Die SecUnit begleitet Amena, die Tochter von Dr. Mensah, auf einer Forschungsmission, als dieses von Fifo mit dessen Schiff gekapert und durch ein Wurmloch in ein System entführt wird, dessen Kolonisation schon lange gescheitert war (bzw. als gescheitert galt) und vor kurzem von einem Konzern neu besiedelt wurde. Der SecUnit gelingt es aber, Fifo von einer Alienkontamination zu befreien. Jetzt soll SecUnit die Besatzung von Fifo vom Planeten befreien.
Barish-Estranza als Konzern verliert am Ende die Rechte am Planeten, da sich die alte Kolonie dort doch gehalten hatte. Nur hatte die Schwarmintelligenz der Aliens einen Teil der Menschen über externe Interfaces kontaminiert, ein regelrechter Bürgerkrieg fand auf dem Planeten des Systems statt. Und SecUnit mittendrin.
Die lässt eine Kopie von sich mit Fifos Hilfe in das zentrale Computersystem übertragen und kann am Ende die Alienware besiegen. Die Beziehung zu Fifo wird witzig geschildert, es ist eine Hassliebe zwischen SecUnit und Fifo. Am Ende steht wieder mal die Erkenntnis, dass menschliche Reaktionen für SecUnit zwar unverständlich sind, er selbst aber ebendiese Gefühle verspürt, ohne diese einordnen zu können.
Wie bei Data also. Der Roman hat mir beim Lesen viel Spaß bereitet, keine Frage. Allerdings würde ich es nicht für schade halten, hätte ich den Roman nicht gelesen. Herausragend ist er sicherlich nicht; Da haben deutsche Autoren aktuell mehr zu bieten.
Freitag, 23. Januar 2026
Hartmudo: Belgien
19
Der Rest war mehr oder weniger Formsache. Am Bahnhof Brüssel Süd fanden wir die Haltestelle der Buslinie 50 problemlos und fuhren nach kurzer Wartezeit Richtung Ruisbroek. Während der Fahrt des Busses, der "an jeder Milchkanne" anhielt, konnten wir noch einmal schön die Blicke auf die Kulissen der touristisch voll erschlossenen Hauptstadt Europas werfen.
Obgleich uns diese letzte Busfahrt in Belgien ein wenig an die Fahrten auf Jersey erinnert hatte, kam bei uns keine große Begeisterung mehr auf. Zu sehr waren wir nach diesem insgesamt eher ungünstig abgelaufenen Tag auf die Heimreise fixiert. Man könnte sogar sagen, wir freuten uns sogar richtig darauf, dass es an diesem Tag noch zurückging.
Das hatte zur Folge, dass wir beide sichtlich besser gelaunt als noch 5 Stunden zuvor waren und dementsprechend zügig von der Bushaltestelle in Ruisbroek Mitte zu unserem Hotel marschiert waren. Als ich dort die Concierge nach der Rückerstattung der zweiten Nacht fragte, erlebte ich eine kleine Enttäuschung.
Da ich beide Nächte über das Partnerprogramm von Ibis gebucht hatte, müsste ich mich wegen einer Rückerstattung auch über die App dorthin wenden. Der Kollege, der mir dieses schwer verständliche Bonusprogramm am Vortag angedreht hatte, hätte mir zwar auch helfen können, hatte an diesem Tag allerdings frei.
"Scheiß drauf". So mein erster spontaner Gedanke. Wir gingen noch einmal auf unser Zimmer, packten unsere Sachen in Windeseile zusammen und saßen in Rekordzeit im Auto. Ca. 18.00 Uhr. Android Auto an, auf "Zuhause" gedrückt und schon ertönte der Motor, um uns auf schnellstem Wege nach Braunschweig zu bringen.
Leider ergab sich da bereits zu Beginn ein kleines Problem. Die Autobahnauffahrt, die wir bei der Ankunft am Vortag benutzt hatten, war wegen eines Unfalls vollständig gesperrt. Android Auto bot uns stattdessen eine Ausweichroute durch die Brüsseler Innenstadt an.
Fremder! Falls Du jemals Gefahr laufen solltest, in den Brüsseler Feierabendverkehr zu stolpern, stell Deine Karre schnell an die Seite und setz Dich für mindestens zwei Stunden in ein Cafe oder Restaurant. Es muss ja nicht das "Time Off" sein. Wir brauchten mindestens eineinhalb Stunden, ehe wir uns durch den Stop and Go Wahnsinn durchgeboxt hatten.
In dieser kurzen Zeit wurde uns von verschiedenen belgischen Autofahrern vorbildlich gezeigt, warum auch eine theoretische Fahrprüfung - die es in Belgien ja nicht gibt - sinnvoll ist. Ohne Rücksicht auf Verluste fuhren uns diverse Belgier vor den Kühler, um vermeintlich schneller vorwärts zu kommen.
Nur unsere ob der ersehnten Heimfahrt aufgehübschte Stimmung verhinderte einen Wutausbruch, der uns sicherlich teuer zu stehen gekommen wäre. Wenigstens konnten wir uns zusammen über die belgischen Autofahrern aufregen. Das schweißte uns an diesem Tage wieder zusammen, so dass wir kurze Zeit später auf der Autobahn wieder scherzen konnten und vor allen Dingen diesen Urlaub einer kurzen Analyse unterziehen konnten.
Wie üblich hatten wir Kunst und Kultur nur ein wenig gestreift gehabt, weil wir uns vordringlich eher mit den lukullischen Genüssen zu beschäftigen pflegen. Hier habe ich dieses Mal tatsächlich mehr als meine Löwin mitgenommen; die Frikadellen und auf alle Fälle die Bitterballen hatten es mir angetan.
Dagegen fiel das belgische Bier naturgemäß stark ab. Das Fruchtbier hatte meiner Löwin auch nur am ersten Abend gemundet, danach hielt sie sich davon fern. Frucht- oder Trappistenbiere lasse ich dagegen von vorneherein stehen, da bin ich nicht so vergnügungssüchtig.
Natürlich wäre der Besuch des Atomiums das Highlight dieses Urlaubs gewesen, nein - er war es auch. Der Verlust meiner Brieftasche schmälert das Erlebnis Atomium Brüssel ja nicht wirklich, nur meine Dämlichkeit hatte an diesem Tag den negativen Akzent begünstigt.
Jedenfalls freuten wir uns auf unser Zuhause; wahrscheinlich hätten wir das Europaparlament eh nicht mehr anschauen können und Männeken Pis… Nun ja. Das ist dann eigentlich nun wirklich auch verschmerzbar.
Trotz der Widrigkeiten des Staus in Brüssel waren wir noch vor Mitternacht zu Hause und packten unsere Koffer noch am selben Abend aus. Und wir waren froh, so gehandelt zu haben. Denn eine weitere Nacht in Ruisbroek hätte uns nicht nach vorne gebracht.
Mal schauen, wann und wohin wir wieder unterwegs sein werden.
Der Rest war mehr oder weniger Formsache. Am Bahnhof Brüssel Süd fanden wir die Haltestelle der Buslinie 50 problemlos und fuhren nach kurzer Wartezeit Richtung Ruisbroek. Während der Fahrt des Busses, der "an jeder Milchkanne" anhielt, konnten wir noch einmal schön die Blicke auf die Kulissen der touristisch voll erschlossenen Hauptstadt Europas werfen.
Obgleich uns diese letzte Busfahrt in Belgien ein wenig an die Fahrten auf Jersey erinnert hatte, kam bei uns keine große Begeisterung mehr auf. Zu sehr waren wir nach diesem insgesamt eher ungünstig abgelaufenen Tag auf die Heimreise fixiert. Man könnte sogar sagen, wir freuten uns sogar richtig darauf, dass es an diesem Tag noch zurückging.
Das hatte zur Folge, dass wir beide sichtlich besser gelaunt als noch 5 Stunden zuvor waren und dementsprechend zügig von der Bushaltestelle in Ruisbroek Mitte zu unserem Hotel marschiert waren. Als ich dort die Concierge nach der Rückerstattung der zweiten Nacht fragte, erlebte ich eine kleine Enttäuschung.
Da ich beide Nächte über das Partnerprogramm von Ibis gebucht hatte, müsste ich mich wegen einer Rückerstattung auch über die App dorthin wenden. Der Kollege, der mir dieses schwer verständliche Bonusprogramm am Vortag angedreht hatte, hätte mir zwar auch helfen können, hatte an diesem Tag allerdings frei.
"Scheiß drauf". So mein erster spontaner Gedanke. Wir gingen noch einmal auf unser Zimmer, packten unsere Sachen in Windeseile zusammen und saßen in Rekordzeit im Auto. Ca. 18.00 Uhr. Android Auto an, auf "Zuhause" gedrückt und schon ertönte der Motor, um uns auf schnellstem Wege nach Braunschweig zu bringen.
Leider ergab sich da bereits zu Beginn ein kleines Problem. Die Autobahnauffahrt, die wir bei der Ankunft am Vortag benutzt hatten, war wegen eines Unfalls vollständig gesperrt. Android Auto bot uns stattdessen eine Ausweichroute durch die Brüsseler Innenstadt an.
Fremder! Falls Du jemals Gefahr laufen solltest, in den Brüsseler Feierabendverkehr zu stolpern, stell Deine Karre schnell an die Seite und setz Dich für mindestens zwei Stunden in ein Cafe oder Restaurant. Es muss ja nicht das "Time Off" sein. Wir brauchten mindestens eineinhalb Stunden, ehe wir uns durch den Stop and Go Wahnsinn durchgeboxt hatten.
In dieser kurzen Zeit wurde uns von verschiedenen belgischen Autofahrern vorbildlich gezeigt, warum auch eine theoretische Fahrprüfung - die es in Belgien ja nicht gibt - sinnvoll ist. Ohne Rücksicht auf Verluste fuhren uns diverse Belgier vor den Kühler, um vermeintlich schneller vorwärts zu kommen.
Nur unsere ob der ersehnten Heimfahrt aufgehübschte Stimmung verhinderte einen Wutausbruch, der uns sicherlich teuer zu stehen gekommen wäre. Wenigstens konnten wir uns zusammen über die belgischen Autofahrern aufregen. Das schweißte uns an diesem Tage wieder zusammen, so dass wir kurze Zeit später auf der Autobahn wieder scherzen konnten und vor allen Dingen diesen Urlaub einer kurzen Analyse unterziehen konnten.
Wie üblich hatten wir Kunst und Kultur nur ein wenig gestreift gehabt, weil wir uns vordringlich eher mit den lukullischen Genüssen zu beschäftigen pflegen. Hier habe ich dieses Mal tatsächlich mehr als meine Löwin mitgenommen; die Frikadellen und auf alle Fälle die Bitterballen hatten es mir angetan.
Dagegen fiel das belgische Bier naturgemäß stark ab. Das Fruchtbier hatte meiner Löwin auch nur am ersten Abend gemundet, danach hielt sie sich davon fern. Frucht- oder Trappistenbiere lasse ich dagegen von vorneherein stehen, da bin ich nicht so vergnügungssüchtig.
Natürlich wäre der Besuch des Atomiums das Highlight dieses Urlaubs gewesen, nein - er war es auch. Der Verlust meiner Brieftasche schmälert das Erlebnis Atomium Brüssel ja nicht wirklich, nur meine Dämlichkeit hatte an diesem Tag den negativen Akzent begünstigt.
Jedenfalls freuten wir uns auf unser Zuhause; wahrscheinlich hätten wir das Europaparlament eh nicht mehr anschauen können und Männeken Pis… Nun ja. Das ist dann eigentlich nun wirklich auch verschmerzbar.
Trotz der Widrigkeiten des Staus in Brüssel waren wir noch vor Mitternacht zu Hause und packten unsere Koffer noch am selben Abend aus. Und wir waren froh, so gehandelt zu haben. Denn eine weitere Nacht in Ruisbroek hätte uns nicht nach vorne gebracht.
Mal schauen, wann und wohin wir wieder unterwegs sein werden.
Samstag, 17. Januar 2026
Hartmudo: Alles Neu 2/2
2
Irgendwann wird mir das Emmermehl noch über den Weg laufen, da bin ich frohen Mutes. Das Brot wurde aber auch so zum Hit. Mittags zusammengerührt, ließ ich den Teig in einer großen Schüssel für sechs Stunden ruhen. Abends dann backte ich zwei kleine Brote im Lekue und war beim Anstich begeistert. Selbst meine Löwin schlug hier das ganze Wochenende über zu. Und am Schönsten ist die Erkenntnis, das Brotbacken nicht verlernt zu haben. Ist halt wie Fahrradfahren; das verlernt man ja auch nicht.
Nachdem ich meine Löwin dann am nächsten Morgen ins Schloss zur nächsten Thermomix-Sause gefahren hatte, fuhr ich gleich in die Wasserwelt, um endlich wieder ein paar Bahnen zu ziehen. Das hatte ich mir bereits das ganze Jahr 2025 vorgenommen gehabt, es aber aufgrund der Verletzung an den Beinen und dem Loch in der Schulter nicht umgesetzt.
Mittlerweile - ca. seit Anfang Dezember - ist auch das Loch in der Schulter wieder dicht. Und so parkte ich das Auto bei der Wasserwelt und stapfte durch die schneiende Landschaft in die große Badewelt hinein. Ausreden, wieder zu kneifen, fand ich diesmal keine. Man muss die Dinge einfach auch mal durchziehen. Denn am Schönsten ist es, wenn der Schmerz nachlässt.
Im Vorfeld hatte ich es bereits eruiert gehabt: Die Wasserwelt verfügt über ein 25 Meter großes Sportbecken, in dem in der Woche die Schüler und Vereine unterwegs sind. Am Wochenende und in den Ferien ist das Sportbecken frei für alle. Also auch für mich.
Meine Überlegung tendierte zu der folgerichtigen Erkenntnis, dass der Weg zur Hamburger Straße in die Wasserwelt erheblich kürzer ist als der ins Heidberg. Und Samstags oder Sonntags Morgen habe ich mittlerweile eher Zeit fürs Schwimmen als Mittwochs (da bin ich im Home Office) oder am Dienstag nach der Arbeit, was ich vor Corona mit Pocke so gemacht hatte. Doch seinerzeit war ich direkt von der Arbeit bzw. vom Bahnhof aus ins Heidberg geeiert.
Und dann kam mein Fahrradunfall. Da hatte ich das Schwimmzeug fürs Heidberg auch schon dabei gehabt und in der Hektik… egal, der Plan geht Richtung Wasserwelt. Am Tresen informierte ich mich auch gleich über die Modalitäten der von mir früher so geschätzten aufladbaren Karte für die „Stammgäste“.
Die Plastikkarte gibt es nicht mehr, es läuft alles über den Chip am Armband. Dieser steuert alles; vom Eintritt bis zum Verschließen des Umkleideschranks. Da ich Dienstleistungen eher selten blind buche, bezahlte ich den Eintritt für 90 Minuten und ging in die Umkleide. 90 Minuten reichen mir vollkommen, da ich für meine Bahnen früher schon mit ner Dreiviertelstunde hingekommen bin; da bleibt viel Zeit fürs Ausziehen, Anziehen und Eincremen nach dem Ausduschen.
Das Umziehen ging schnell und nach anfänglichen Problemen mit dem Chip am Handgelenk und der Schranktür ging es endlich los. Schnurstracks watschelte ich über die Dusche (erst heiß, dann immer kälter) zum Sportbecken. Das war leidlich gefüllt; auf den 6 Bahnen waren jeweils zwei bis drei Leute unterwegs.
Ich begab mich auf eine der Bahnen am Rand, weil ich nicht unter der Bahnbegrenzung hindurch tauchen wollte. Ein klein bisschen Schiss wegen Auge, Nase - sucht Euch was aus. Jetzt endlich ging es los; 10 Bahnen hatte ich mir für heute vorgenommen. Pause nach jeder Bahn, wenns gut läuft, nach jeder zweiten.
Vor meinem Unfall waren 18 - 20 Bahnen mein Standard gewesen. Ohne Pausen. Aber nach all der Zeit wollte ich es nicht gleich übertreiben. Und tatsächlich - ab Bahn Nummer 5 taten mir schon die Hüfte und der untere Rücken etwas weh. Will damit sagen: Nach acht Bahnen verließ ich das Becken und trudelte gemütlich im großen Hauptbecken aus.
Ein Meter Dreißig Tiefe sind es dort; für mich etwas wenig zum Schwimmen, da ich meine Beine eher tief zu halten pflege. Das musste ich schmerzhaft bei einer Bodenberührung feststellen. Egal, nach kurzer Zeit verließ ich die Schwimmarena, duschte aus und verließ das Gebäude. Nach 75 Minuten; die Zeit von neunzig Minuten reicht ergo aus.
Im Schneegestöber draußen glitt ich auf der Schräge aus und landete auf meinem Hintern, durfte aber keine Folgeschäden beobachten. Sehr gut, das Schwimmen in der Wasserwelt werde ich im Auge behalten. Mal sehen, wie lange die Anreise mit dem Fahrrad dauert.
Abschließend halte ich fest: Brot backen und Schwimmen sind meine Vorsätze fürs neue Jahr. Beides Hobbys, die mir in der Vergangenheit viel Freude bereitet hatten und die mir auf dem Weg verlustig gegangen waren. Da schaun mer mal, wie sich das anlässt übers Jahr. Ich werde es dann berichten. Zwischendurch.
Knapp über 20 Monate sind es jetzt noch, die ich arbeiten muss, bevor ich die wohlverdiente Pension einstreichen kann. Der Job nervt mich von Tag zu Tag mehr. Doch am meisten ätzt es mich an, dass ich über die volle Strecke bis 66einhalb Jahre gehen muss. Viele andere sind schon mit 58 oder Anfang ihrer Sechziger zu Hause geblieben.
Wenn auch mit Abzügen, aber in meinem Fall kann ich mir die Abzüge nicht leisten, wenn ich in der Pension noch zur BiRe oder andere Events fahren möchte. Sicherlich müsste ich dann nicht alles absagen, aber einschränken wäre schon angesagt. Und dann wäre ich bei der einen oder anderen Aktion eben nicht mit dabei.
Und das will ich nicht. Von daher halte ich durch. Wie die Eintracht, die gefälligst auch nicht absteigen soll. In diesem Sinne: Lasst die Spiele beginnen. 2026, los gehts.
Irgendwann wird mir das Emmermehl noch über den Weg laufen, da bin ich frohen Mutes. Das Brot wurde aber auch so zum Hit. Mittags zusammengerührt, ließ ich den Teig in einer großen Schüssel für sechs Stunden ruhen. Abends dann backte ich zwei kleine Brote im Lekue und war beim Anstich begeistert. Selbst meine Löwin schlug hier das ganze Wochenende über zu. Und am Schönsten ist die Erkenntnis, das Brotbacken nicht verlernt zu haben. Ist halt wie Fahrradfahren; das verlernt man ja auch nicht.
Nachdem ich meine Löwin dann am nächsten Morgen ins Schloss zur nächsten Thermomix-Sause gefahren hatte, fuhr ich gleich in die Wasserwelt, um endlich wieder ein paar Bahnen zu ziehen. Das hatte ich mir bereits das ganze Jahr 2025 vorgenommen gehabt, es aber aufgrund der Verletzung an den Beinen und dem Loch in der Schulter nicht umgesetzt.
Mittlerweile - ca. seit Anfang Dezember - ist auch das Loch in der Schulter wieder dicht. Und so parkte ich das Auto bei der Wasserwelt und stapfte durch die schneiende Landschaft in die große Badewelt hinein. Ausreden, wieder zu kneifen, fand ich diesmal keine. Man muss die Dinge einfach auch mal durchziehen. Denn am Schönsten ist es, wenn der Schmerz nachlässt.
Im Vorfeld hatte ich es bereits eruiert gehabt: Die Wasserwelt verfügt über ein 25 Meter großes Sportbecken, in dem in der Woche die Schüler und Vereine unterwegs sind. Am Wochenende und in den Ferien ist das Sportbecken frei für alle. Also auch für mich.
Meine Überlegung tendierte zu der folgerichtigen Erkenntnis, dass der Weg zur Hamburger Straße in die Wasserwelt erheblich kürzer ist als der ins Heidberg. Und Samstags oder Sonntags Morgen habe ich mittlerweile eher Zeit fürs Schwimmen als Mittwochs (da bin ich im Home Office) oder am Dienstag nach der Arbeit, was ich vor Corona mit Pocke so gemacht hatte. Doch seinerzeit war ich direkt von der Arbeit bzw. vom Bahnhof aus ins Heidberg geeiert.
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| In der Umkleide |
Und dann kam mein Fahrradunfall. Da hatte ich das Schwimmzeug fürs Heidberg auch schon dabei gehabt und in der Hektik… egal, der Plan geht Richtung Wasserwelt. Am Tresen informierte ich mich auch gleich über die Modalitäten der von mir früher so geschätzten aufladbaren Karte für die „Stammgäste“.
Die Plastikkarte gibt es nicht mehr, es läuft alles über den Chip am Armband. Dieser steuert alles; vom Eintritt bis zum Verschließen des Umkleideschranks. Da ich Dienstleistungen eher selten blind buche, bezahlte ich den Eintritt für 90 Minuten und ging in die Umkleide. 90 Minuten reichen mir vollkommen, da ich für meine Bahnen früher schon mit ner Dreiviertelstunde hingekommen bin; da bleibt viel Zeit fürs Ausziehen, Anziehen und Eincremen nach dem Ausduschen.
Das Umziehen ging schnell und nach anfänglichen Problemen mit dem Chip am Handgelenk und der Schranktür ging es endlich los. Schnurstracks watschelte ich über die Dusche (erst heiß, dann immer kälter) zum Sportbecken. Das war leidlich gefüllt; auf den 6 Bahnen waren jeweils zwei bis drei Leute unterwegs.
Ich begab mich auf eine der Bahnen am Rand, weil ich nicht unter der Bahnbegrenzung hindurch tauchen wollte. Ein klein bisschen Schiss wegen Auge, Nase - sucht Euch was aus. Jetzt endlich ging es los; 10 Bahnen hatte ich mir für heute vorgenommen. Pause nach jeder Bahn, wenns gut läuft, nach jeder zweiten.
Vor meinem Unfall waren 18 - 20 Bahnen mein Standard gewesen. Ohne Pausen. Aber nach all der Zeit wollte ich es nicht gleich übertreiben. Und tatsächlich - ab Bahn Nummer 5 taten mir schon die Hüfte und der untere Rücken etwas weh. Will damit sagen: Nach acht Bahnen verließ ich das Becken und trudelte gemütlich im großen Hauptbecken aus.
Ein Meter Dreißig Tiefe sind es dort; für mich etwas wenig zum Schwimmen, da ich meine Beine eher tief zu halten pflege. Das musste ich schmerzhaft bei einer Bodenberührung feststellen. Egal, nach kurzer Zeit verließ ich die Schwimmarena, duschte aus und verließ das Gebäude. Nach 75 Minuten; die Zeit von neunzig Minuten reicht ergo aus.
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| So geht Winter |
Im Schneegestöber draußen glitt ich auf der Schräge aus und landete auf meinem Hintern, durfte aber keine Folgeschäden beobachten. Sehr gut, das Schwimmen in der Wasserwelt werde ich im Auge behalten. Mal sehen, wie lange die Anreise mit dem Fahrrad dauert.
Abschließend halte ich fest: Brot backen und Schwimmen sind meine Vorsätze fürs neue Jahr. Beides Hobbys, die mir in der Vergangenheit viel Freude bereitet hatten und die mir auf dem Weg verlustig gegangen waren. Da schaun mer mal, wie sich das anlässt übers Jahr. Ich werde es dann berichten. Zwischendurch.
Knapp über 20 Monate sind es jetzt noch, die ich arbeiten muss, bevor ich die wohlverdiente Pension einstreichen kann. Der Job nervt mich von Tag zu Tag mehr. Doch am meisten ätzt es mich an, dass ich über die volle Strecke bis 66einhalb Jahre gehen muss. Viele andere sind schon mit 58 oder Anfang ihrer Sechziger zu Hause geblieben.
Wenn auch mit Abzügen, aber in meinem Fall kann ich mir die Abzüge nicht leisten, wenn ich in der Pension noch zur BiRe oder andere Events fahren möchte. Sicherlich müsste ich dann nicht alles absagen, aber einschränken wäre schon angesagt. Und dann wäre ich bei der einen oder anderen Aktion eben nicht mit dabei.
Und das will ich nicht. Von daher halte ich durch. Wie die Eintracht, die gefälligst auch nicht absteigen soll. In diesem Sinne: Lasst die Spiele beginnen. 2026, los gehts.
Freitag, 9. Januar 2026
Hartmudo: Alles Neu 1/2
1
Für mich begann 2026 Silvester kurz nach Mitternacht, als wir mit Jela nach draußen auf die Straße traten, um mit ihr ein paar Raketen abzufeuern. Wir taten dies garantiert nicht, weil meine Löwin und ich so geil aufs Böllern sind, sondern um unserer Enkelin das "Erlebnis" der Knallerei an Silvester zu vermitteln, ehe es verboten wird.
Und das hoffentlich bald. Schon nach wenigen Metern, kurz nach der Einfahrt zu unserem Hof, zuckte ich nach der Explosion eines brutal lauten (polnischen?) Knallers zusammen. Unwillkürlich musste ich an den Krieg in der Ukraine denken. Und an all die Leute, die das sinnlose Töten dort und die unsinnige Aufrüstung hier befürworten.
Die sollen alle zusammen vielleicht mal in das Freiwilligen-Korps der Ukraine eintreten. Vielleicht merken sie dann ja endlich, dass das tausendfache Sterben in der Ukraine - und auch im Gazastreifen - der angeblichen Wertebasierten Ordnung des Westens widerspricht, zumal eben dieser Wertewesten die Konflikte dank permanenter Waffenlieferungen auch noch anheizt. Und wenn es um Gespräche mit dem "Aggressor" Putin geht, herrscht bei unseren "Eliten" absolute Funkstille.
Ich für mein Teil möchte auch einen nur konventionellen Krieg um keinen Preis der Welt erleben, einen dann wahrscheinlichen Atomschlag dagegen schon eher. In dem Falle wäre es wenigstens schnell vorbei. Meine Güte, diese ganzen Bengels, die da in dieser Nacht schon seit dem Nachmittag rumgeballert haben, leben wohl in ihrer Playstation Traumwelt.
Nach dem ersten Schreck gingen wir aber zügig weiter zur Straße, um die Sch… Raketen schnell wegzuballern. Wie gesagt, die Kleine.... hatte sich schon seit Wochen drauf gefreut. Sieben ist sie jetzt, die kleine Prinzessin. Und bekam von all dem lauten Geballer Angst.
Leute! Schlagt mich mit nassen Handtüchern, nennt mich bei Tiernamen. Aber: Ja - das Verteufeln des Ballerns und gleichzeitig dieses der Enkeltochter zuzumuten… ist konträr gegensätzlich. Äh, was? Widerspricht sich. Das ist mir eben beim Schreiben gerade selbst aufgefallen. Und dennoch, so bin zumindest ich der Meinung, war diese Vorgehensweise richtig.
Denn es ist gut, wenn Jela beim Ballern von polnischen Böllern und Raketenbatterien Angst verspürt. Denn jetzt hat sie zumindest einen groben Eindruck bekommen, wie lebensbedrohlich es sich anfühlt, wenn echte Raketen herum schwirren und man selbst der / die / divers nächste ist, der / die / divers getroffen wird.
Und jetzt alle: NIEDER MIT DEN WOKEN! So, das musste mal raus.
Ganz schnell waren wir wieder in unserer sicheren Wohnung gelandet. Die letzten 2 Raketen hatten wir den Nachbarn geschenkt. Meine Löwin und ich wären gerne noch bei unseren netten Nachbarn zum Plauschen stehen geblieben, aber Jela hatte die Paranoia gepackt. Sie wollte einfach nur noch weg, hatte Angst.
Nochmal: Das Szenario erwies sich als durchaus stimmig. Es knallte und zischte; auch fühlte es sich temperaturmäßig wie in der ukrainischen Tundra an. Meine Hoffnung ist jetzt, dass Jela sich in ihrem weiteren Leben der fortschreitenden Militarisierung verweigert. Das sie aktiv gegen diese Militarisierung demonstriert, mag ein Träumchen von mir bleiben.
Ihr geht es aber jetzt wieder gut, was mich zugegebenermaßen beruhigt. Im neuen Jahr. Hey - in diesem Jahr! Und da sind wir nun (endlich!) bei den guten Vorsätzen, welche es umzusetzen gilt und zumeist zum Scheitern verurteilt sind.
Als erstes: Brot backen. Bis ins neue Jahrtausend hinein hatte ich alle zwei Wochen zuhause ein Brot gebacken. Zumeist mit Dinkelvollkorn, eventuell mit Sonnenblumen- oder Kürbiskernen verfeinert. Auch sparte ich nicht am Brotgewürz, welches meine Löwin sehr schnell ablehnte, weil überwürzt.
Da wir alsbald unsere Kisten zusammen geschmissen hatten, fehlte mir irgendwann die Zeit zum Brotbacken. Und die Akzeptanz meiner Löwin; wenn sie es gut gefunden hätte, wäre die über 20jährige Pause beim Brotbacken nicht eingetreten. Und dann backte ausgerechnet meine Löwin irgendwann selber Brot. Mit Hilfe von Tuppers Ultra oder ihrem Thermomix, und das schmeckt zugegebenermaßen nicht schlecht.
Kurz gesagt: Das frustrierte mich die ganze Zeit. Und dann fand ich im November letzten Jahres diese Backmatte von Lekue, bestellte sie bei Amazon und ließ mir das Ding von meiner Löwin zu Weihnachten schenken.
Und Voila, am Freitag dem Zwoten, nach meinem ersten Arbeitstag im neuen Jahr, ging es dann mittags los. Schon Tage vorher hatte ich nach Rezepten im Internet geforscht, hatte Anfang der Woche bei Edeka noch Mehl und Trockenhefe gekauft. Puristen nehmen Sauerteig oder frische Hefe, doch ich hatte früher schon mit Trockenhefe positive Erfahrungen sammeln können, zumal diese die Arbeitszeit verkürzt und den Zeitaufwand in Grenzen hält.
Dazu hatte ich beim Anbremsen (ich war mit dem Wagen zur Arbeit gefahren) bei Edeka, also dem After-Work-Shopping, noch eine Flasche Dithmarscher Dunkel gekauft. Das gesuchte Emmermehl war bei Edeka leider nicht erhältlich, aber ihr merkt schon, dass ich mich sofort für ein Bierbrot entschieden hatte.
Die Hefe des Bieres sowie das Gerstenmalz fördern das Aufgehen des Brotteiges enorm, wobei das Malz den Geschmack idealerweise abrundet. Das von mir eingesetzte Dinkelvollkornmehl ist hierbei Weizenvollkorn stets vorzuziehen; geschmacklich ist Weizenbrot eher nicht so intensiv. Bei Brot ist dies schlecht, bei Brötchen dagegen ist Weizenmehl unschlagbar. Zumindest, wenn man dort noch eine Bratwurst einklemmen kann.
Für mich begann 2026 Silvester kurz nach Mitternacht, als wir mit Jela nach draußen auf die Straße traten, um mit ihr ein paar Raketen abzufeuern. Wir taten dies garantiert nicht, weil meine Löwin und ich so geil aufs Böllern sind, sondern um unserer Enkelin das "Erlebnis" der Knallerei an Silvester zu vermitteln, ehe es verboten wird.
Und das hoffentlich bald. Schon nach wenigen Metern, kurz nach der Einfahrt zu unserem Hof, zuckte ich nach der Explosion eines brutal lauten (polnischen?) Knallers zusammen. Unwillkürlich musste ich an den Krieg in der Ukraine denken. Und an all die Leute, die das sinnlose Töten dort und die unsinnige Aufrüstung hier befürworten.
Die sollen alle zusammen vielleicht mal in das Freiwilligen-Korps der Ukraine eintreten. Vielleicht merken sie dann ja endlich, dass das tausendfache Sterben in der Ukraine - und auch im Gazastreifen - der angeblichen Wertebasierten Ordnung des Westens widerspricht, zumal eben dieser Wertewesten die Konflikte dank permanenter Waffenlieferungen auch noch anheizt. Und wenn es um Gespräche mit dem "Aggressor" Putin geht, herrscht bei unseren "Eliten" absolute Funkstille.
Ich für mein Teil möchte auch einen nur konventionellen Krieg um keinen Preis der Welt erleben, einen dann wahrscheinlichen Atomschlag dagegen schon eher. In dem Falle wäre es wenigstens schnell vorbei. Meine Güte, diese ganzen Bengels, die da in dieser Nacht schon seit dem Nachmittag rumgeballert haben, leben wohl in ihrer Playstation Traumwelt.
Nach dem ersten Schreck gingen wir aber zügig weiter zur Straße, um die Sch… Raketen schnell wegzuballern. Wie gesagt, die Kleine.... hatte sich schon seit Wochen drauf gefreut. Sieben ist sie jetzt, die kleine Prinzessin. Und bekam von all dem lauten Geballer Angst.
Leute! Schlagt mich mit nassen Handtüchern, nennt mich bei Tiernamen. Aber: Ja - das Verteufeln des Ballerns und gleichzeitig dieses der Enkeltochter zuzumuten… ist konträr gegensätzlich. Äh, was? Widerspricht sich. Das ist mir eben beim Schreiben gerade selbst aufgefallen. Und dennoch, so bin zumindest ich der Meinung, war diese Vorgehensweise richtig.
Denn es ist gut, wenn Jela beim Ballern von polnischen Böllern und Raketenbatterien Angst verspürt. Denn jetzt hat sie zumindest einen groben Eindruck bekommen, wie lebensbedrohlich es sich anfühlt, wenn echte Raketen herum schwirren und man selbst der / die / divers nächste ist, der / die / divers getroffen wird.
Und jetzt alle: NIEDER MIT DEN WOKEN! So, das musste mal raus.
Ganz schnell waren wir wieder in unserer sicheren Wohnung gelandet. Die letzten 2 Raketen hatten wir den Nachbarn geschenkt. Meine Löwin und ich wären gerne noch bei unseren netten Nachbarn zum Plauschen stehen geblieben, aber Jela hatte die Paranoia gepackt. Sie wollte einfach nur noch weg, hatte Angst.
Nochmal: Das Szenario erwies sich als durchaus stimmig. Es knallte und zischte; auch fühlte es sich temperaturmäßig wie in der ukrainischen Tundra an. Meine Hoffnung ist jetzt, dass Jela sich in ihrem weiteren Leben der fortschreitenden Militarisierung verweigert. Das sie aktiv gegen diese Militarisierung demonstriert, mag ein Träumchen von mir bleiben.
Ihr geht es aber jetzt wieder gut, was mich zugegebenermaßen beruhigt. Im neuen Jahr. Hey - in diesem Jahr! Und da sind wir nun (endlich!) bei den guten Vorsätzen, welche es umzusetzen gilt und zumeist zum Scheitern verurteilt sind.
Als erstes: Brot backen. Bis ins neue Jahrtausend hinein hatte ich alle zwei Wochen zuhause ein Brot gebacken. Zumeist mit Dinkelvollkorn, eventuell mit Sonnenblumen- oder Kürbiskernen verfeinert. Auch sparte ich nicht am Brotgewürz, welches meine Löwin sehr schnell ablehnte, weil überwürzt.
Da wir alsbald unsere Kisten zusammen geschmissen hatten, fehlte mir irgendwann die Zeit zum Brotbacken. Und die Akzeptanz meiner Löwin; wenn sie es gut gefunden hätte, wäre die über 20jährige Pause beim Brotbacken nicht eingetreten. Und dann backte ausgerechnet meine Löwin irgendwann selber Brot. Mit Hilfe von Tuppers Ultra oder ihrem Thermomix, und das schmeckt zugegebenermaßen nicht schlecht.
Kurz gesagt: Das frustrierte mich die ganze Zeit. Und dann fand ich im November letzten Jahres diese Backmatte von Lekue, bestellte sie bei Amazon und ließ mir das Ding von meiner Löwin zu Weihnachten schenken.
Und Voila, am Freitag dem Zwoten, nach meinem ersten Arbeitstag im neuen Jahr, ging es dann mittags los. Schon Tage vorher hatte ich nach Rezepten im Internet geforscht, hatte Anfang der Woche bei Edeka noch Mehl und Trockenhefe gekauft. Puristen nehmen Sauerteig oder frische Hefe, doch ich hatte früher schon mit Trockenhefe positive Erfahrungen sammeln können, zumal diese die Arbeitszeit verkürzt und den Zeitaufwand in Grenzen hält.
Dazu hatte ich beim Anbremsen (ich war mit dem Wagen zur Arbeit gefahren) bei Edeka, also dem After-Work-Shopping, noch eine Flasche Dithmarscher Dunkel gekauft. Das gesuchte Emmermehl war bei Edeka leider nicht erhältlich, aber ihr merkt schon, dass ich mich sofort für ein Bierbrot entschieden hatte.
Die Hefe des Bieres sowie das Gerstenmalz fördern das Aufgehen des Brotteiges enorm, wobei das Malz den Geschmack idealerweise abrundet. Das von mir eingesetzte Dinkelvollkornmehl ist hierbei Weizenvollkorn stets vorzuziehen; geschmacklich ist Weizenbrot eher nicht so intensiv. Bei Brot ist dies schlecht, bei Brötchen dagegen ist Weizenmehl unschlagbar. Zumindest, wenn man dort noch eine Bratwurst einklemmen kann.
Sonntag, 4. Januar 2026
Contramann: kurz gesehen im Januar
Das Jahr 2026 fängt ja gut an. Der Brand in der Bar in Crans-Montana, der Stromausfall in Berlin, sogar für mehrere Tage, dank eines Anschlags der „Vulkangruppe“, die „Reiche“ treffen wollten:
https://www.berliner-zeitung.de/news/stromterror-in-berlin-das-bekennerschreiben-im-wortlaut-li.10012514 Und natürlich die Verhaftung von Maduro in Venezuela und Verschleppung in ein US-Gefängnis. Völkerrechtlich äußerst bedenklich ist hier die Vorgehensweise, egal wie man das System Maduro betrachtet.
Werden die USA jetzt wegen des völkerrechtswidrigen Angriffs von Olympiade und Fußball WM ausgeschlossen? Wo bleiben die schnell angekündigten Sanktionen gegen die USA, Frau von der Leyen? Nanu, Fehlanzeige? Mit Russland hatte man das doch auch durchgezogen.
https://overton-magazin.de/kommentar/gesellschaft-kommentar/alles-gegen-rechts/
Frohes Neues mit diesem Artikel, der mir irgendwie aus dem Herzen spricht. Und spontan denke ich da an die Szene im Film „CBGB“, wo Hilly die 4 langhaarigen Jungs aus Queens nach ihren Songs fragt. Joey antwortet:
„Wir haben 4 Stücke. „I don’t wanna walk around with You“, „I don’t wanna be learned“, „I don’t wanna be tame“ und „I don’t wanna go down to the Basement“.“
Hilly ist irritiert.
„Ne ganze Menge, was Ihr nicht wollt. Wollt Ihr überhaupt was?“
Joey druckst zuerst etwas rum, meint dann aber:
„Wir haben da noch was in Arbeit. Das heißt „I wanna sniff some Glue“.“
„Gut, einen Standpunkt zu haben“, so Hillys Resümee.
Und das ist eben das Problem all dieser … gegen Rechts Gruppen. Sie wissen, dass sie dagegen sind. Wenn Sie aber etwas Positives dagegen stellen sollen, kommt höchstens „Glue“. Nicht, dass diese Leute wirklich Klebstoff schnüffeln wollten, aber mehr als Allgemeinplätze wie Freiheit, Toleranz oder Demokratie kommen dabei nicht rum.
Den Begriff „freie Meinungsäußerung“ habe ich hier nicht angeführt, weil genau diese durch die ach so engagierten Gruppen ausgehebelt wird. Denn jeder, der gegen die Meinung dieser Verteidiger der Demokratie ist, ist ein Rechter.
Diese reflexartige Ausgrenzung Andersdenkender war übrigens auch ein klassisches Merkmal im Nationalsozialismus, wenn es um/gegen die Bolschewiken ging.
„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus»“ - Ignazio Silone.
In diesem Sinne. Möge 2026 nicht das letzte Jahr in „Freiheit“ sein.
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/altersarmut-steigt-wagenknecht-nennt-rentner-wohlstandsverlierer-der-letzten-jahre-li.10011304
Hier mal was für unsere Statistikfreunde. Anhand von Durchschnittszahlen von Jahreseinkommen der letzten 3 Jahre argumentiert Sahra Wagenknecht zu Recht, dass der Abstand der Einkommen der arbeitenden Bevölkerung zu den Renteneinkommen immer größer wird. Und immer mehr Menschen, vor allem Frauen, müssen „zum Amt.“
Grundsicherung im Alter nach dem SGB XII; genau das ist mein Arbeitsumfeld und ich kann Frau Wagenknecht hier nur zustimmen. Und dass dem so ist, liegt eben auch an den vielen Jobs im Niedriglohnsektor, den ausgebaut zu haben sich Gerhard Schröder einst rühmte. Klare Kante halt. Niedriges Einkommen bedeutet weniger Rentenbeiträge und bei Auszahlung logischerweise viele niedrige Renten, welche der Staat durch Transferleistung (SGB XII) aufstocken muss.
Aber laut unseres aktuellen Bundeskanzlers sei der Sozialstaat so nicht mehr finanzierbar und muss reformiert werden. Wobei Reform ja die neue Duftmarke der Nebelkerze ist. Die ganzen Lobbyinteressen von Betreibern sozialer Einrichtungen müssen natürlich noch beachtet werden, die sollen es ja nicht ausbaden müssen.
Ausbaden werden diejenigen die Misere, die eben keine Lobby in Berlin haben. Und das sind nun einmal die Betroffenen selbst.
Eins noch: Was ich an Statistik richtiggehend hasse, sind fehlende Zahlen, die eben nicht in die Statistik eingehen. Im konkreten Vergleich Renten zu Arbeitseinkommen hätte mich interessiert, ob es sich hierbei um Brutto- oder Nettobeträge handelt.
Überhaupt ärgert es mich bei all dem Gerede über die Höhe von Renten, dass immer nur die Bruttobeträge erwähnt werden. Und die „magischen“ 48% sind eben Bruttobeträge; da gehen noch Kranken- und Pflegeversicherung und die Einkommenssteuer runter. Und Einkommenssteuer mussten meine Eltern seinerzeit nicht zahlen.
So viel zum Thema, die Renten wären zu hoch.
https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/das-ende-des-deutschen-nachkriegstraumes/
Die Geschichte Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg klug und schonungslos dargestellt. Wer in seiner Schulzeit Geschichte oder auch Politik in dem Nachkriegsdeutschland nicht interessant fand und als unwichtig abtat, sollte sich wenigstens diesen Artikel durchlesen, bevor er zu heutigen politischen Themen überhaupt den Mund zum Sprechen öffnet.
Erwähnenswert ist hier noch die Entwicklung nach dem Zusammenbruch der DDR. Wurden vorher in Westdeutschland noch die Arbeitnehmerinteressen bedient, was sich in einem allgemein steigenden Wohlstand äußerte, so wurden deren Belange seit dem Zusammenbruch der DDR nach und nach zusammengestrichen.
Für die sozialen Belange ist halt kein Geld da. Nur für die Rüstung, dafür aber unbegrenzt. Echt zum Göbeln.
Alsdann: Bleiben Sie links, bleiben Sie kritisch. Und:
„I`m so bored with the USA. But what can I do?“
Freitag, 26. Dezember 2025
Uncle Fester: grad gelesen Dezember 2025
Erik Harlandt - DoHa Zyklus
Band 3: Galaktische Übernahme
Eins passierte noch ganz am Schluss von Band 2, was jedoch hier beschrieben wird, weil es eigentlich schon den Schlussband einläutet. Denn Tukerbo Va hatte wie alle Klek ein zweigeteiltes Gehirn. So hatte er ein früheres Bewusstsein von sich mit einer KI ins Zweithirn gepackt, diesem aber jegliche Kontrolle über seinen Körper verweigert.
Wie ein Gefangener kam sich dieser vor. Das war mit dem Tod von Tukerbo Va erledigt, zumal Phil mit dieser biologischen KI Mitleid verspürte und diese in einen Nemmot Drei, einer mobilen KI inmitten eines Stahlzylinders transferiert. Tukerbo Ox wird unseren Helden bis zum Ende dieser abgedrehten Story erhalten bleiben.
Dass Futuramas Bender für Ox als Vorbild gedient hatte, bekommen unsere Helden in diesem dritten Band schnell mit. Denn Ox glänzt nicht nur durch seine analytischen Fähigkeiten und prozentual genauen Einschätzungen, sondern auch durch seine ständigen emotionellen Ausbrüche. Dann lässt er Schimpfkanonaden los, eigentlich macht er dies ständig, die häufig genug unter der Gürtellinie verlaufen.
Anders als Bender, der es bei einer groben Galligkeit belässt, haut Ox permanent neue wie fiese Beleidigungen raus, dass es nur so eine Pracht ist. Ich möchte sagen, dass Ox meinen schon umfangreichen Pöbel-Wortschatz um einige Nuancen bereichert hat. Tourette ist ja nichts dagegen, obwohl die dauernde Pöbelei irgendwann schon ermüdet.
Aber hier kann Harlandt ja locker Abhilfe schaffen, indem er eine weitere Hauptperson in die Story einführt. Und selbstverständlich den Roman auch gleich mit dieser Figur startet. Also Vorhang auf für Tiffany Nielsen, die auf dem Planeten Klasterania für DoHa eine Stelle im Marketing ausführt. Dies fließbandmäßig im Akkord; alle 17einhalb Minuten steht ihr eine Pause von 200 Sekunden zu. DoHa kennen keinen Müßiggang.
Was der Leser dagegen überhaupt nicht erwartet, ist die Alkoholabhängigkeit von Tiffany. Nur im Vollsuff fühlt diese sich frei und schießt sich nach Feierabend regelmäßig ab, um das ganze überhaupt ertragen zu können. So ganz nebenbei schluckt sie Dragees, welche die Folgen des Alkohols sekundenschnell neutralisieren.
DoHa nutzt Tiffany dadurch noch als Testerin für Pharmazeutika, die dann an Menschen verkauft werden können. Diese Dragees wie auch Kopfschmerztabletten bewirken bei ihr eine Übelkeit, die sämtliches Essen aus dem Gesicht fallen lässt. Man könnte auch sagen, dass sie mehr oder weniger vor sich hin vegetiert.
Die Art, wie genau Harlandt die Leiden von Tiffany schildert, sprengt den Rahmen der reinen Unterhaltungsliteratur. Ich kann mir gut vorstellen, dass Harlandt hier eigene Erfahrungen oder Erlebnisse aus seinem Umfeld verarbeitet hat. Dies, gleich zu Anfang des Romans, irritiert hier etwas, da die Nonchalance eines „Anhalters“ hier verloren geht.
Und wie in unserer Gesellschaft auch ist die Krankheit von Tiffany DoHa egal, Hauptsache sie funktioniert. Und Tiffany ist für das DoHa Netzwerk auf Klasterania unentbehrlich, zeigt sie doch ihr Geschick im Umgang mit dem Nachwuchs der DoHa.
Die Jungen der DoHa stellen eine weitere spannende Idee des Autors dar. Der Leib, aufgeschreckt durch die zunehmende Individualität der DoHa, setzt bei diesen einen im Erbgut verankerten Zwang um: Die Fortpflanzung. Alle Doha brüten ihre Nachkommen aus, welche sofort selber brüten, nachdem sie erwachsen geworden sind.
Wir reden da über jeweils 100 Larven, die sich so nach und nach über eine Existenz als Wurm mit zunehmender Ausbildung der Extremitäten zu geschäftigen DoHas entwickeln, welche eine Arbeit zwanghaft benötigen und natürlich brüten müssen. Und Tiffany ist für die Einweisung der DoHas an den immer knapper werdenden Arbeitsplätzen verantwortlich.
Die Fortpflanzungsrate ist enorm, ebenso der Nahrungsbedarf. Die DoHas verschlingen alles, was organisch ist. Und erst fressen sie den Spezies der Galaxis die Nahrung weg, dann die Spezies. Jeder Widerstand der einzelnen Spezies ist zwecklos. Am Ende der Entwicklung stehen dann riesige Würmer, welche die Massen der einzelnen Planeten absorbiert hatten. Diese streben zu den jeweiligen Sonnen, um Energie zu tanken und sich letztendlich über Wurmlöcher galaxisweit zu einer Entität zu verbinden.
Nun werden auch noch Phil und Jaques reaktiviert. 701 schickt die beiden mit Ox erneut zum Wurm, nebenbei sammeln diese Tiffany ein. Wie im „Anhalter“ entwickelt sich zwischen den drei Hauptpersonen ein launiger Schlagabtausch, der dank Ox noch ein wenig angeheizt wird. Harlandt setzt hier allerdings eher auf direkte sexuelle Anspielungen.
Es kristallisiert sich heraus, dass die DoHa aus der Zukunft kommen müssen. Mit Unterstützung der Charta reisen unsere Helden kreuz und quer durch Universum. Durch Raum und Zeit. Duplizieren sich und finden schließlich den verwundbaren Punkt von DoHa, dem Leib. Unmittelbar bevor dieser genug Energie für seine erste Ausbreitung in der Galaxis gesammelt hat.
Ox entpuppt sich tatsächlich als Kessryn, der aber bereits zur Frühzeit der Galaxis aktiv war. Jaques, Tiffany und Phil sind am Ende von Raum und Zeit angekommen. Und während Jaques sich dafür entscheidet, alles zu vergessen und von vorne anzufangen, wagen Tiffany und Phil den Schritt ins nächste Universum.
Eine fesselnde Romanserie mit skurrilen Einfällen im Stile eines Douglas Adams. Das alleine hat mich schon begeistert. Aber mehr noch fasziniert war ich von der Charta. Deren Prinzip, möglichst jeder Spezies den Frieden bringen zu wollen, notfalls mit Waffengewalt, erinnert mich fatal an die Partei der Grünen, die im Ukraine Krieg im Prinzip eine ähnliche Strategie anstrebt. Ob Harlandt bei der Charta auch an Anton Hofreiter gedacht hatte?
Band 3: Galaktische Übernahme
Eins passierte noch ganz am Schluss von Band 2, was jedoch hier beschrieben wird, weil es eigentlich schon den Schlussband einläutet. Denn Tukerbo Va hatte wie alle Klek ein zweigeteiltes Gehirn. So hatte er ein früheres Bewusstsein von sich mit einer KI ins Zweithirn gepackt, diesem aber jegliche Kontrolle über seinen Körper verweigert.
Wie ein Gefangener kam sich dieser vor. Das war mit dem Tod von Tukerbo Va erledigt, zumal Phil mit dieser biologischen KI Mitleid verspürte und diese in einen Nemmot Drei, einer mobilen KI inmitten eines Stahlzylinders transferiert. Tukerbo Ox wird unseren Helden bis zum Ende dieser abgedrehten Story erhalten bleiben.
Dass Futuramas Bender für Ox als Vorbild gedient hatte, bekommen unsere Helden in diesem dritten Band schnell mit. Denn Ox glänzt nicht nur durch seine analytischen Fähigkeiten und prozentual genauen Einschätzungen, sondern auch durch seine ständigen emotionellen Ausbrüche. Dann lässt er Schimpfkanonaden los, eigentlich macht er dies ständig, die häufig genug unter der Gürtellinie verlaufen.
Anders als Bender, der es bei einer groben Galligkeit belässt, haut Ox permanent neue wie fiese Beleidigungen raus, dass es nur so eine Pracht ist. Ich möchte sagen, dass Ox meinen schon umfangreichen Pöbel-Wortschatz um einige Nuancen bereichert hat. Tourette ist ja nichts dagegen, obwohl die dauernde Pöbelei irgendwann schon ermüdet.
Aber hier kann Harlandt ja locker Abhilfe schaffen, indem er eine weitere Hauptperson in die Story einführt. Und selbstverständlich den Roman auch gleich mit dieser Figur startet. Also Vorhang auf für Tiffany Nielsen, die auf dem Planeten Klasterania für DoHa eine Stelle im Marketing ausführt. Dies fließbandmäßig im Akkord; alle 17einhalb Minuten steht ihr eine Pause von 200 Sekunden zu. DoHa kennen keinen Müßiggang.
Was der Leser dagegen überhaupt nicht erwartet, ist die Alkoholabhängigkeit von Tiffany. Nur im Vollsuff fühlt diese sich frei und schießt sich nach Feierabend regelmäßig ab, um das ganze überhaupt ertragen zu können. So ganz nebenbei schluckt sie Dragees, welche die Folgen des Alkohols sekundenschnell neutralisieren.
DoHa nutzt Tiffany dadurch noch als Testerin für Pharmazeutika, die dann an Menschen verkauft werden können. Diese Dragees wie auch Kopfschmerztabletten bewirken bei ihr eine Übelkeit, die sämtliches Essen aus dem Gesicht fallen lässt. Man könnte auch sagen, dass sie mehr oder weniger vor sich hin vegetiert.
Die Art, wie genau Harlandt die Leiden von Tiffany schildert, sprengt den Rahmen der reinen Unterhaltungsliteratur. Ich kann mir gut vorstellen, dass Harlandt hier eigene Erfahrungen oder Erlebnisse aus seinem Umfeld verarbeitet hat. Dies, gleich zu Anfang des Romans, irritiert hier etwas, da die Nonchalance eines „Anhalters“ hier verloren geht.
Und wie in unserer Gesellschaft auch ist die Krankheit von Tiffany DoHa egal, Hauptsache sie funktioniert. Und Tiffany ist für das DoHa Netzwerk auf Klasterania unentbehrlich, zeigt sie doch ihr Geschick im Umgang mit dem Nachwuchs der DoHa.
Die Jungen der DoHa stellen eine weitere spannende Idee des Autors dar. Der Leib, aufgeschreckt durch die zunehmende Individualität der DoHa, setzt bei diesen einen im Erbgut verankerten Zwang um: Die Fortpflanzung. Alle Doha brüten ihre Nachkommen aus, welche sofort selber brüten, nachdem sie erwachsen geworden sind.
Wir reden da über jeweils 100 Larven, die sich so nach und nach über eine Existenz als Wurm mit zunehmender Ausbildung der Extremitäten zu geschäftigen DoHas entwickeln, welche eine Arbeit zwanghaft benötigen und natürlich brüten müssen. Und Tiffany ist für die Einweisung der DoHas an den immer knapper werdenden Arbeitsplätzen verantwortlich.
Die Fortpflanzungsrate ist enorm, ebenso der Nahrungsbedarf. Die DoHas verschlingen alles, was organisch ist. Und erst fressen sie den Spezies der Galaxis die Nahrung weg, dann die Spezies. Jeder Widerstand der einzelnen Spezies ist zwecklos. Am Ende der Entwicklung stehen dann riesige Würmer, welche die Massen der einzelnen Planeten absorbiert hatten. Diese streben zu den jeweiligen Sonnen, um Energie zu tanken und sich letztendlich über Wurmlöcher galaxisweit zu einer Entität zu verbinden.
Nun werden auch noch Phil und Jaques reaktiviert. 701 schickt die beiden mit Ox erneut zum Wurm, nebenbei sammeln diese Tiffany ein. Wie im „Anhalter“ entwickelt sich zwischen den drei Hauptpersonen ein launiger Schlagabtausch, der dank Ox noch ein wenig angeheizt wird. Harlandt setzt hier allerdings eher auf direkte sexuelle Anspielungen.
Es kristallisiert sich heraus, dass die DoHa aus der Zukunft kommen müssen. Mit Unterstützung der Charta reisen unsere Helden kreuz und quer durch Universum. Durch Raum und Zeit. Duplizieren sich und finden schließlich den verwundbaren Punkt von DoHa, dem Leib. Unmittelbar bevor dieser genug Energie für seine erste Ausbreitung in der Galaxis gesammelt hat.
Ox entpuppt sich tatsächlich als Kessryn, der aber bereits zur Frühzeit der Galaxis aktiv war. Jaques, Tiffany und Phil sind am Ende von Raum und Zeit angekommen. Und während Jaques sich dafür entscheidet, alles zu vergessen und von vorne anzufangen, wagen Tiffany und Phil den Schritt ins nächste Universum.
Eine fesselnde Romanserie mit skurrilen Einfällen im Stile eines Douglas Adams. Das alleine hat mich schon begeistert. Aber mehr noch fasziniert war ich von der Charta. Deren Prinzip, möglichst jeder Spezies den Frieden bringen zu wollen, notfalls mit Waffengewalt, erinnert mich fatal an die Partei der Grünen, die im Ukraine Krieg im Prinzip eine ähnliche Strategie anstrebt. Ob Harlandt bei der Charta auch an Anton Hofreiter gedacht hatte?
Dienstag, 23. Dezember 2025
Hartmudo: Belgien
18
Dies war natürlich eher eine Art der Selbstbeweihräucherung, denn ansonsten hätte ich mich beim Italiener nicht so bescheuert angestellt. Nach der Getränkebestellung druckste ich unnötigerweise herum und wollte lediglich eine Suppe bestellen, weil dieser Italiener auch so gar nichts nach meinem Geschmack auf der Speisekarte hatte.
Das war für meine Löwin zu viel. Mit tränenreicher Stimme hielt sie mir meine Passivität vor und wollte nun ihr Rumpsteak auch nicht mehr. Ich sollte endlich mal sagen, was ich will. Das traf mich mitten ins Mark, weil ich weiß, dass sie Recht hatte. Und wieder kam dieses Deja Vu Gefühl auf, die Verlustängste drohten mich zu übermannen.
Der Boden unter meinen Füßen war schon weg, als sie dann noch sagte, dass sie sofort nach Hause wollte. Sie hatte keine Lust mehr. Was ich denn wollen würde, ich sollte es endlich mal sagen.
Total verdattert und verängstigt schlug ich vor, dass wir uns nach dem Essen wie geplant noch Brüssel anschauen und anschließend im Hotel den Abend beim Kartenspielen ausklingen lassen sollten. Damit konnte ich sie allerdings nicht begeistern; sie wollte nach dem Reinfall mit dem Hotel, der schlechten Zugverbindung nach Brüssel und dem Diebstahl meiner Brieftasche nur noch nach Hause. Sie hatte die Schnauze voll.
Überhaupt ging ihr meine (scheinbar) emotionslose Reaktion auf den Zeiger. Und in diesem tristen Moment, wo das Unwetter nahezu alles zu verschlingen drohte, brach die Sonne von einer Sekunde zur anderen durch die düstere Wolkendecke und hellte die Stimmung auf. Erklären kann man das nicht, das nennt sich wohl einfach Leben.
Die Aussicht, an diesem Abend zu Hause schlafen zu können und die nächste Nacht nicht mehr in dem ungemütlichen Zimmer in Ruisbroek verbringen zu müssen, vertrieb all meine negativen Gedanken und setzte neue Kräfte frei. Und da wir uns nun darauf geeinigt hatten, noch an diesem Tag nach Hause zu fahren, erfasste uns beide ein Stimmungswechsel ins Positive, mit dem wir nicht mehr gerechnet hatten.
Meine Psychotherapeutin wäre über unser Hinausziehen aus dem Stimmungsloch hoch erfreut gewesen. Nicht erfreut war der Kellner des Restaurants, der ob unserer ausbleibenden Bestellung eines Essens gar nicht mehr auftauchte. Meine Löwin musste ihn aus dem hintersten Eck des Restaurants hervorzerren; Anschließend legte ich ihm das Geld für die Getränke passend hin - kein Trinkgeld für den Kellner.
Den Namen dieses Restaurants hatte ich dann ganz schnell vergessen. Wir fuhren mit der U-Bahn zum Bahnhof Brüssel-Süd, um nach dem Essen mit der Buslinie 50 zu unserem Hotel fahren zu können.
Jetzt oblag es meiner Wenigkeit, ein Restaurant auszuwählen. In der Nähe des Bahnhofs betraten wir kurz nach 15.00 Uhr ein offensichtlich arabisches Restaurant namens "Time Off", welches ich nicht ausgewählt hatte, weil ich darauf so richtig Bock gehabt hatte, sondern weil alle anderen Restaurants in dieser Gegend, die an den Bahnhof Zoo in Berlin erinnerte, schon von der Ansicht her nicht in Frage kamen.
Das Interieur dieses Restaurants mit seinen konsequent weiß gekachelten Wänden gemahnte an den Gmyrek Werksverkauf oder jedes andere Fleischereifachgeschäft, bloß nicht so sauber. Ideal also, um mit diesem abschließenden Mahl der Reise die Restaurants in Belgien in angenehmer Erinnerung behalten zu können.
Zunächst einmal erhielten wir 2 Dosen Ritchie Cola Zero, wahrscheinlich die gewollte belgische Entsprechung zur Fritz Cola - zumindest preislich. Meine Löwin genoss dazu ein Fleischstück (Formfleisch) mit Pommes, welches sie in eine Schale mit dunkler Soße tunken konnte. Dank der Salatbeilage war ihr Essen ein Stück weit bekömmlicher, als die nette Bahnhofsatmosphäre vermuten ließ.
Ich hingegen bestrafte mich für meine Dämlichkeit an diesem Tag mit einer Falafel-Bowl, von deren Qualität ich sogar ein klein wenig begeistert war. Da fielen selbst die enthaltenen Edame nicht ins Gewicht. Edame - die meide ich normalerweise wie das Weihwasser. Irgendwie war dies das einzige Gericht, welches für mich in Frage kam, da ich mittlerweile keine Pommes mehr sehen konnte. Und, wie gesagt, ich war leicht begeistert.
Nach dem Essen waren wir eigentlich wohlgesättigt und bereit für die Rückreise. Quasi als Dessert wurde uns am Ende noch ein Service offeriert, den wir in Deutschland eher selten genießen dürfen. Eine ältere Frau mit Kopftuch und im Perlonkittel, also genau dem Klischee entsprechend, bewegte sich mit einem Schrubber durch den Saal.
Ich nehme an, es handelte sich hierbei um die Mutter des jüngeren Mannes von vor der Theke, welcher zunächst nur aufs Handy starrte und etwas später eine befreundete Familie liebevoll als Gäste begrüßte. Uns hatte er eher emotionslos bedient, was für meine Löwin und mich - das möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich betonen - in Ordnung ging.
Eins jedoch empfanden wir als verstörend: Bei ihrem Gang durch den Gastraum bewegte die Frau ihren Schrubber nicht nur unter den vielen nicht besetzten Tischen, sondern auch unter unserem. Und zwar nur unter unserem, nicht unter dem Tisch der befreundeten Familie.
"Zu Hause unter Freunden" ist dank dieses Erlebnisses meiner Ansicht nach nicht unbedingt der Werbeslogan der belgischen Tourismusbranche. Dementsprechend zeigten wir uns beim Trinkgeld entsprechend knauserig und verließen das Lokal mit gemischten Gefühlen. Das Essen war gut bis befriedigend, der Service glatt mangelhaft.
Dies war natürlich eher eine Art der Selbstbeweihräucherung, denn ansonsten hätte ich mich beim Italiener nicht so bescheuert angestellt. Nach der Getränkebestellung druckste ich unnötigerweise herum und wollte lediglich eine Suppe bestellen, weil dieser Italiener auch so gar nichts nach meinem Geschmack auf der Speisekarte hatte.
Das war für meine Löwin zu viel. Mit tränenreicher Stimme hielt sie mir meine Passivität vor und wollte nun ihr Rumpsteak auch nicht mehr. Ich sollte endlich mal sagen, was ich will. Das traf mich mitten ins Mark, weil ich weiß, dass sie Recht hatte. Und wieder kam dieses Deja Vu Gefühl auf, die Verlustängste drohten mich zu übermannen.
Der Boden unter meinen Füßen war schon weg, als sie dann noch sagte, dass sie sofort nach Hause wollte. Sie hatte keine Lust mehr. Was ich denn wollen würde, ich sollte es endlich mal sagen.
Total verdattert und verängstigt schlug ich vor, dass wir uns nach dem Essen wie geplant noch Brüssel anschauen und anschließend im Hotel den Abend beim Kartenspielen ausklingen lassen sollten. Damit konnte ich sie allerdings nicht begeistern; sie wollte nach dem Reinfall mit dem Hotel, der schlechten Zugverbindung nach Brüssel und dem Diebstahl meiner Brieftasche nur noch nach Hause. Sie hatte die Schnauze voll.
Überhaupt ging ihr meine (scheinbar) emotionslose Reaktion auf den Zeiger. Und in diesem tristen Moment, wo das Unwetter nahezu alles zu verschlingen drohte, brach die Sonne von einer Sekunde zur anderen durch die düstere Wolkendecke und hellte die Stimmung auf. Erklären kann man das nicht, das nennt sich wohl einfach Leben.
Die Aussicht, an diesem Abend zu Hause schlafen zu können und die nächste Nacht nicht mehr in dem ungemütlichen Zimmer in Ruisbroek verbringen zu müssen, vertrieb all meine negativen Gedanken und setzte neue Kräfte frei. Und da wir uns nun darauf geeinigt hatten, noch an diesem Tag nach Hause zu fahren, erfasste uns beide ein Stimmungswechsel ins Positive, mit dem wir nicht mehr gerechnet hatten.
Meine Psychotherapeutin wäre über unser Hinausziehen aus dem Stimmungsloch hoch erfreut gewesen. Nicht erfreut war der Kellner des Restaurants, der ob unserer ausbleibenden Bestellung eines Essens gar nicht mehr auftauchte. Meine Löwin musste ihn aus dem hintersten Eck des Restaurants hervorzerren; Anschließend legte ich ihm das Geld für die Getränke passend hin - kein Trinkgeld für den Kellner.
Den Namen dieses Restaurants hatte ich dann ganz schnell vergessen. Wir fuhren mit der U-Bahn zum Bahnhof Brüssel-Süd, um nach dem Essen mit der Buslinie 50 zu unserem Hotel fahren zu können.
Jetzt oblag es meiner Wenigkeit, ein Restaurant auszuwählen. In der Nähe des Bahnhofs betraten wir kurz nach 15.00 Uhr ein offensichtlich arabisches Restaurant namens "Time Off", welches ich nicht ausgewählt hatte, weil ich darauf so richtig Bock gehabt hatte, sondern weil alle anderen Restaurants in dieser Gegend, die an den Bahnhof Zoo in Berlin erinnerte, schon von der Ansicht her nicht in Frage kamen.
Das Interieur dieses Restaurants mit seinen konsequent weiß gekachelten Wänden gemahnte an den Gmyrek Werksverkauf oder jedes andere Fleischereifachgeschäft, bloß nicht so sauber. Ideal also, um mit diesem abschließenden Mahl der Reise die Restaurants in Belgien in angenehmer Erinnerung behalten zu können.
Zunächst einmal erhielten wir 2 Dosen Ritchie Cola Zero, wahrscheinlich die gewollte belgische Entsprechung zur Fritz Cola - zumindest preislich. Meine Löwin genoss dazu ein Fleischstück (Formfleisch) mit Pommes, welches sie in eine Schale mit dunkler Soße tunken konnte. Dank der Salatbeilage war ihr Essen ein Stück weit bekömmlicher, als die nette Bahnhofsatmosphäre vermuten ließ.
Ich hingegen bestrafte mich für meine Dämlichkeit an diesem Tag mit einer Falafel-Bowl, von deren Qualität ich sogar ein klein wenig begeistert war. Da fielen selbst die enthaltenen Edame nicht ins Gewicht. Edame - die meide ich normalerweise wie das Weihwasser. Irgendwie war dies das einzige Gericht, welches für mich in Frage kam, da ich mittlerweile keine Pommes mehr sehen konnte. Und, wie gesagt, ich war leicht begeistert.
Nach dem Essen waren wir eigentlich wohlgesättigt und bereit für die Rückreise. Quasi als Dessert wurde uns am Ende noch ein Service offeriert, den wir in Deutschland eher selten genießen dürfen. Eine ältere Frau mit Kopftuch und im Perlonkittel, also genau dem Klischee entsprechend, bewegte sich mit einem Schrubber durch den Saal.
Ich nehme an, es handelte sich hierbei um die Mutter des jüngeren Mannes von vor der Theke, welcher zunächst nur aufs Handy starrte und etwas später eine befreundete Familie liebevoll als Gäste begrüßte. Uns hatte er eher emotionslos bedient, was für meine Löwin und mich - das möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich betonen - in Ordnung ging.
Eins jedoch empfanden wir als verstörend: Bei ihrem Gang durch den Gastraum bewegte die Frau ihren Schrubber nicht nur unter den vielen nicht besetzten Tischen, sondern auch unter unserem. Und zwar nur unter unserem, nicht unter dem Tisch der befreundeten Familie.
"Zu Hause unter Freunden" ist dank dieses Erlebnisses meiner Ansicht nach nicht unbedingt der Werbeslogan der belgischen Tourismusbranche. Dementsprechend zeigten wir uns beim Trinkgeld entsprechend knauserig und verließen das Lokal mit gemischten Gefühlen. Das Essen war gut bis befriedigend, der Service glatt mangelhaft.
Montag, 22. Dezember 2025
Hartmudo: Die Lage im Allgemeinen
Weihnachten und das Jahresende stehen vor der Tür. Zeit für ein paar allgemeine - und besondere - Überlegungen. Rückblick aufs alte und Ausblick aufs neue Jahr?
Da wären wir dann beim „im neuen Jahr gehe ich ins Fitness-Studio; aber an Weihnachten und an Silvester lassen wir es noch einmal richtig krachen“. Das machen ja viele und diese Denke hatte ich auch schon einmal als Vorwand für die vorgeschriebene Völlerei benutzt. Dann stand ich im Dezember nicht mehr auf der Waage und im neuen Jahr hielten mich dann unaufschiebbare Dinge vom Besuch des Fitness-Studios ab. Aber gleich danach geht es los… Und irgendwie wird es dann März, April und der Hausarzt zeigt einem dann beim Jahrescheck die orange Karte.
Zumindest in diese Falle laufe ich im Dezember 2025 nicht bzw. kaum; der Monat ist ja noch nicht vorbei. Beim letzten Jahreswechsel - ich wiege mich seit März 2024 jeden Mittwochmorgen - hatte ich mich von Anfang Dezember bis zum Neujahrstag um zwei Kilo „gesteigert“. Schon da hatte ich dank des Intervallfastens beachtliche Erfolge erzielt, aber im „Festmonat“ dann die Disziplin aufgegeben und alles aufs neue Jahr verschoben.
Dieses Jahr möchte ich dies vermeiden, weil ich in 2025 zwar diesbezüglich einen stabilen Erfolg beim Abnehmen verbuchen konnte, aber dafür auch entsprechende Einschränkungen in meiner Lebensqualität hinnehmen musste.
Fangen wir mit der Betrachtung im Januar an. Nach der Völlerei letztes Weihnachten und des um satte 6 Kilo gestiegenen Gewichts innerhalb von nur 3 Monaten fuhr ich gleich nach Neujahr schwere Geschütze auf. Mit dem Proteinpulver Metaflow zog ich mein Gewicht bis Anfang des Sommers um satte 9 Kilo runter.
Der Trick war hier, dass ich an 3 Tagen in der Woche nur das Proteinpulver zu mir nahm und ansonsten das Intervallfasten weiter betrieb. So nach und nach stellte ich dann die gewohnte Siebentagewoche wieder her und konnte das Gewicht im Korridor halten. Erst als ich nachlässig geworden war, musste ich ab Herbst die Zügel wieder anziehen.
Und da stehe ich nun, hab noch 2 Kilo mehr als im Frühling, halte die aber noch. Trotz der schönen, alkoholgeschwängerten Abende, an denen ich bei Lebkuchen oder Haribo übergriffig geworden war, ist die Fallhöhe niedriger als im Vorjahr. In diesem Thema bin ich also frohen Mutes, ansonsten könnte es aber auch schlimmer sein.
Für Contramann gilt dies leider nicht. Klassischerweise eher negativ gestimmt, bot für Ihn das Jahr 2025 wenig positive Vibes. Eher gar nicht. Mehr und mehr hatte sich bei ihm die Erkenntnis durchgesetzt, dass hitzige Diskussionen mit Befürwortern der Regierungs- und Mainstreammedien Meinung fruchtlos verlaufen und im gegenseitigen Anbrüllen führen.
Allein die Aussage, dass „Putin gestoppt werden müsse, weil er „sonst“ nicht aufhört“, ist durch keine Aussage belegt. Wenn, dann wird von nebulösen Geheimdienstinformationen gefaselt, ohne diese zu verifizieren. Oder man zitiert diese Mutmaßungen aus dem Spiegel, der ARD oder anderen Publikationen, die Fakten vorsortieren und der eigenen Meinung entgegenstehende Daten unter den Tisch fallen lassen.
Von Contramann wurden dagegen genaue Quellenangaben mit konkreten Zahlen gefordert. Die sind allerdings in der Regel nicht sofort abrufbar; Contramanns Quellen werden dann konsequent als unzuverlässig eingestuft, obwohl die eigenen Quellen auch keine konkreten Zahlen anbieten. Auf diese Weise kannst Du in Diskussionen nur verlieren.
Logische Überlegungen werden dann praktischerweise auch gleich komplett als populistisch abgelehnt: Beispiel: Wenn „Putin“ lt. CDU Mann Kiesewetter eh in vier Jahren den Westen angreift, so dass „wir“ bis dahin die Bundeswehr gewaltig aufrüsten müssen, warum wartet Putin dann bis 2029 mit seinem Überfall, wenn der Westen gerade jetzt noch nicht so weit ist?
Warum muss Deutschland ein „Sondervermögen“ von einer Billion Dollar aufnehmen; unter anderem zum Ausbau der Bundeswehr? Sieht man sich die Militärausgaben 2024 doch mal an:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157935/umfrage/laender-mit-den-hoechsten-militaerausgaben/
Aha. Selbst wenn man die USA nicht berücksichtigt, stehen den 150 Milliarden der Russen über 300 Milliarden allein von Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Polen gegenüber. Und die Russen führen ja bereits einen Krieg. Wie man angesichts solcher Zahlen Kiesewetter und Co. überhaupt nur erwähnen kann, ist Contramann ein Rätsel.
Und mir auch. Daher war es in 2025 ein Vorsatz von mir gewesen, mich auf keine Streitereien in politischen Diskussionen mehr einzulassen. Das ist mir zu häufig nicht gelungen, aber mit der Zeit wurde ich hier immer besser, was meinem Blutdruck und damit meinem Wohlbefinden nicht gerade abträglich war.
Überhaupt ist das Wohlbefinden trotz kleinerer Malaisen (das Loch in der Schulter, die schwer verheilten Wunden an den Beinen) erstaunlich gut. Am besten fühle ich mich tatsächlich, wenn ich nichts oder wenig esse. Oder wenn ich meinen MP3 Player im Bus laufen habe und dazu ne Dose Wolters stemme. Es braucht nicht viel zum Glücklichsein.
Selbst die Eintracht war im Dezember gut drauf und holte 10 Punkte aus den letzten 4 Spielen. So sollte es im neuen Jahr weitergehen. Also doch wieder gute Vorsätze. Welche werden hinhauen, welche nicht?
Meine Faktenchecker werden es mir sagen.
Da wären wir dann beim „im neuen Jahr gehe ich ins Fitness-Studio; aber an Weihnachten und an Silvester lassen wir es noch einmal richtig krachen“. Das machen ja viele und diese Denke hatte ich auch schon einmal als Vorwand für die vorgeschriebene Völlerei benutzt. Dann stand ich im Dezember nicht mehr auf der Waage und im neuen Jahr hielten mich dann unaufschiebbare Dinge vom Besuch des Fitness-Studios ab. Aber gleich danach geht es los… Und irgendwie wird es dann März, April und der Hausarzt zeigt einem dann beim Jahrescheck die orange Karte.
Zumindest in diese Falle laufe ich im Dezember 2025 nicht bzw. kaum; der Monat ist ja noch nicht vorbei. Beim letzten Jahreswechsel - ich wiege mich seit März 2024 jeden Mittwochmorgen - hatte ich mich von Anfang Dezember bis zum Neujahrstag um zwei Kilo „gesteigert“. Schon da hatte ich dank des Intervallfastens beachtliche Erfolge erzielt, aber im „Festmonat“ dann die Disziplin aufgegeben und alles aufs neue Jahr verschoben.
Dieses Jahr möchte ich dies vermeiden, weil ich in 2025 zwar diesbezüglich einen stabilen Erfolg beim Abnehmen verbuchen konnte, aber dafür auch entsprechende Einschränkungen in meiner Lebensqualität hinnehmen musste.
Fangen wir mit der Betrachtung im Januar an. Nach der Völlerei letztes Weihnachten und des um satte 6 Kilo gestiegenen Gewichts innerhalb von nur 3 Monaten fuhr ich gleich nach Neujahr schwere Geschütze auf. Mit dem Proteinpulver Metaflow zog ich mein Gewicht bis Anfang des Sommers um satte 9 Kilo runter.
Der Trick war hier, dass ich an 3 Tagen in der Woche nur das Proteinpulver zu mir nahm und ansonsten das Intervallfasten weiter betrieb. So nach und nach stellte ich dann die gewohnte Siebentagewoche wieder her und konnte das Gewicht im Korridor halten. Erst als ich nachlässig geworden war, musste ich ab Herbst die Zügel wieder anziehen.
Und da stehe ich nun, hab noch 2 Kilo mehr als im Frühling, halte die aber noch. Trotz der schönen, alkoholgeschwängerten Abende, an denen ich bei Lebkuchen oder Haribo übergriffig geworden war, ist die Fallhöhe niedriger als im Vorjahr. In diesem Thema bin ich also frohen Mutes, ansonsten könnte es aber auch schlimmer sein.
Für Contramann gilt dies leider nicht. Klassischerweise eher negativ gestimmt, bot für Ihn das Jahr 2025 wenig positive Vibes. Eher gar nicht. Mehr und mehr hatte sich bei ihm die Erkenntnis durchgesetzt, dass hitzige Diskussionen mit Befürwortern der Regierungs- und Mainstreammedien Meinung fruchtlos verlaufen und im gegenseitigen Anbrüllen führen.
Allein die Aussage, dass „Putin gestoppt werden müsse, weil er „sonst“ nicht aufhört“, ist durch keine Aussage belegt. Wenn, dann wird von nebulösen Geheimdienstinformationen gefaselt, ohne diese zu verifizieren. Oder man zitiert diese Mutmaßungen aus dem Spiegel, der ARD oder anderen Publikationen, die Fakten vorsortieren und der eigenen Meinung entgegenstehende Daten unter den Tisch fallen lassen.
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| Meine Faktenchecker |
Von Contramann wurden dagegen genaue Quellenangaben mit konkreten Zahlen gefordert. Die sind allerdings in der Regel nicht sofort abrufbar; Contramanns Quellen werden dann konsequent als unzuverlässig eingestuft, obwohl die eigenen Quellen auch keine konkreten Zahlen anbieten. Auf diese Weise kannst Du in Diskussionen nur verlieren.
Logische Überlegungen werden dann praktischerweise auch gleich komplett als populistisch abgelehnt: Beispiel: Wenn „Putin“ lt. CDU Mann Kiesewetter eh in vier Jahren den Westen angreift, so dass „wir“ bis dahin die Bundeswehr gewaltig aufrüsten müssen, warum wartet Putin dann bis 2029 mit seinem Überfall, wenn der Westen gerade jetzt noch nicht so weit ist?
Warum muss Deutschland ein „Sondervermögen“ von einer Billion Dollar aufnehmen; unter anderem zum Ausbau der Bundeswehr? Sieht man sich die Militärausgaben 2024 doch mal an:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157935/umfrage/laender-mit-den-hoechsten-militaerausgaben/
Aha. Selbst wenn man die USA nicht berücksichtigt, stehen den 150 Milliarden der Russen über 300 Milliarden allein von Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Polen gegenüber. Und die Russen führen ja bereits einen Krieg. Wie man angesichts solcher Zahlen Kiesewetter und Co. überhaupt nur erwähnen kann, ist Contramann ein Rätsel.
Und mir auch. Daher war es in 2025 ein Vorsatz von mir gewesen, mich auf keine Streitereien in politischen Diskussionen mehr einzulassen. Das ist mir zu häufig nicht gelungen, aber mit der Zeit wurde ich hier immer besser, was meinem Blutdruck und damit meinem Wohlbefinden nicht gerade abträglich war.
Überhaupt ist das Wohlbefinden trotz kleinerer Malaisen (das Loch in der Schulter, die schwer verheilten Wunden an den Beinen) erstaunlich gut. Am besten fühle ich mich tatsächlich, wenn ich nichts oder wenig esse. Oder wenn ich meinen MP3 Player im Bus laufen habe und dazu ne Dose Wolters stemme. Es braucht nicht viel zum Glücklichsein.
Selbst die Eintracht war im Dezember gut drauf und holte 10 Punkte aus den letzten 4 Spielen. So sollte es im neuen Jahr weitergehen. Also doch wieder gute Vorsätze. Welche werden hinhauen, welche nicht?
Meine Faktenchecker werden es mir sagen.
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