https://www.news.de/politik/859390135/iaea-chef-keine-anzeichen-fuer-atomwaffen-programm-im-iran-nukleares-risiko-news-der-dpa-aktuell-zu-atom-konflikten-und-krieg/1/
Aktuelles geht vor. Zumal wir im Moment drohen, in einen weltweiten Konflikt hineinzugeraten. Der völkerrechtswidrige Angriff der USA und Israels auf den Iran seit Ende Februar ist ein weiterer Schritt in Richtung Abgrund - sprich 3. Weltkrieg.
Und nein, Frau Hayali, das „Regime“ des Irans mag ein diktatorisches sein, in dem ich selbst auch nicht leben möchte. Und egal, wie diese Theokratie 1979 an die Macht gekommen ist: Der Iran ist immer noch Mitglied der UNO und von daher völkerrechtlich anerkannt.
Wie schon bei den Luftangriffen 2025 muss der Schutz vor einem angeblichen iranischen Programm zur Herstellung von Atomwaffen als Begründung herhalten. Doch ist dies tatsächlich so? Die internationale Atomenergiebehörde sieht das nicht so.
Sollte hier eine vergleichbare Situation wie 2003 vorliegen, als Präsident Bush angeblich existierende Massenvernichtungswaffen des Iraks als Begründung für den 3. Golfkrieg anführte? Im Nachhinein musste die „Koalition der Willigen“ 10 Jahre später einräumen, dass sie einer Fehlinformation der Geheimdienste aufgesessen waren. Wer’s glaubt…
Es gilt offenbar nur noch das Recht (und die Interessen) des Stärkeren. Wie in der Sandkiste. - „das ist meine Schaufel!“. Hier noch ein Kommentar, den ich sehr gelungen finde:
https://overton-magazin.de/kommentar/gesellschaft-kommentar/das-dreigestirn-europaeischer-schaebigkeit/
Tja - Deutschland befindet sich in der zweiten Reihe unter ferner liefen. Wie im Medaillenspiegel bei der letzten Winterolympiade.
https://www.manova.news/artikel/die-depression-der-besten-staatsform
Ein mal witziger Ansatz. Wenn die Demokratie uns glücklich macht, warum schauen dann all die Verteidiger unserer regelbasierten Ordnung so missmutig drein, wenn sie unsere Werte mit breiter Brust verteidigen? Und warum lächeln Russen, Chinesen oder selbst Nordkoreaner so häufig, wie man dies auch mal in Dokumentationen über die diktatorischen Regimes, in denen diese armen Menschen leben müssen, beobachten kann?
Sicherlich ist das nicht ganz ernstzunehmen, aber letztendlich gehört zur Wahrheit dazu, dass es in jedem politischen System zuallererst darum dreht, dass es so viel Menschen wie möglich gut geht. Je mehr dies der Fall ist, desto stärker ist der Rückhalt des Systems in der Bevölkerung gegeben. Dies gilt auch für Nordkorea, Russland und Iran.
Dies ist übrigens auch seit jeher ein Ansatz für den Wertewesten gewesen: Ein missliebiges System durch Sanktionen wirtschaftlich derart zu schwächen, dass die Bevölkerung anfällig für die Errungenschaft der „freien“ Marktwirtschaft wird und sich gegen die eigene Regierung erhebt bzw. einem von außen angeschobenen Regime Change positiv gegenüber steht.
Kuba, Russland, Venezuela oder Iran sind hier die aktuellen Beispiele. Klappt dies nicht wie gewünscht, wird auch schon mal Gewalt angewendet. Kritisch ist dies allerdings im Falle Russland, da die dank starker Atomwaffen zurückschlagen könnten.
Die Iraner aktuell besitzen solche Waffen nicht, obwohl dies von westlichen Geheimdiensten gern als Gefahr und damit Rechtfertigung eines völkerrechtswidrigen Angriffs angeführt wird. Hätten die Iraner tatsächlich Atomwaffen, hätten selbst die Amis den Schwanz eingekniffen.
Wir werden über den Sommer sehen, wie weit Amis und Israelis ihre Kriegsziele erreichen können. Sprich: Regime Change. Klappt dies nicht, schlägt die Aggression in anderer Form auf USA und Israel zurück. Statt wirtschaftlicher Expansion bzw. billiger Rohstoffe wird's dann teuer.
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/spd-will-mit-putin-sprechen-verspaetete-diplomatie-versuche-li.10016521
Ein herrlich bissiger Kommentar in der Berliner Zeitung. Und ich bin auch immer wieder erstaunt, dass viele an und für sich hochintelligente Menschen in meinem Umfeld diese simple Tatsache einfach nicht begreifen wollen; am Können kann es ja nicht liegen.
Wenn man einen Krieg wirklich beenden will, muss man mit dem Feind reden. Es sei denn, man ist in der Lage, ihn zu besiegen. Das Beispiel mit Admiral Dönitz als Unterzeichner der Kapitulation der Wehrmacht 1945 ist hier passend. Dieser war nur wenige Tage „Staatschef“, einzig und allein zu jener Unterschrift der Kapitulation des Nazi-Regimes.
Die Ukraine dagegen war nie in der Lage gewesen, Russland militärisch zu besiegen. Auch mit Unterstützung der Nato nicht - da hätte die Nato schon selbst Truppen entsenden müssen. Und all das Gerede über die angebliche Schwäche Russlands hat sich nicht bewahrheitet; nach jetzt vier Jahren des überflüssigen Sterbens wird allerhöchstens spekuliert, wie lange die Ukraine noch durchhalten kann.
Im Übrigen zeigt sich - je länger dieser Krieg dauert - eher die Schwäche der Nato bzw. des Westens. So habe ich eher den Eindruck, dass der Westen den Einsatz eigener Truppen nicht aus Angst vor einem dritten Weltkrieg gescheut hatte, sondern eher aufgrund der eigenen Schwäche. Denn die in die Billionen gehenden Militärausgaben haben bereits in der Vergangenheit nicht zu einer „schlagkräftigen Truppe“ geführt; zumindest was die europäischen Nato-Mitglieder angeht. Jeder, der bei der Bundeswehr gewesen ist, weiß, was ich meine.
All das ist eigentlich schon seit Jahren sichtbar gewesen; In Istanbul 2022, nach wenigen Wochen des Krieges, hätte die Ukraine einen besseren Deal erhalten können als es jetzt selbst Hardliner wie Kiesewetter fordern. Doch dank Boris Johnson ließ sich die Ukraine zur Fortsetzung des Krieges überreden. Vielleicht auch mit ein Grund, weshalb der irre Trump die Europäer nicht mit an den Verhandlungstisch bittet.
Der Vorstoß des SPD Abgeordneten zu Gesprächen mit Moskau kommt spät; unsere Regierung sowie die dazugehörigen Medien machen hier leider keine gute Figur. Bitter.
Ergänzend hierzu vielleicht noch ein Link zur TAZ:
https://taz.de/Ex-Mitglied-kritisiert-die-Gruenen/!6148657/
Ich teile zwar nicht die sehr negative Meinung des Autors zu Russland, aber die Argumente bezüglich der Ineffizienz des deutschen Militärhaushalts und der mangelnden Einforderung von Effizienz der finanziellen Mittel der Bundeswehr unterschreibe ich sofort.
Alsdann: Bleiben Sie links, bleiben Sie kritisch. Und:
„I`m so bored with the USA. But what can I do?“

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