Samstag, 9. Mai 2026

Contramann: kurz gesehen im Mai

https://overton-magazin.de/hintergrund/gesellschaft/rentenrettung-in-der-simulation/
Basisabsicherung könnte das Wort des Jahres 2026 werden. Bzw. eher das Unwort des Jahres. Der Kanzler benutzte diesen Begriff, um die gesetzliche Rente zu diskreditieren. Das Credo: Eine zusätzliche Absicherung im Rahmen der Altersvorsorge ist vonnöten. Hier reden wir schnell mal über die aktiengestützte Vorsorge.
De Lapuente befasst sich mit dieser Nebelkerze von Merz. Denn die heutige Rente ist ja bereits eine Basisabsicherung, wenn über 50% der aktuellen Renten unter der Armutsgefährdungsgrenze liegen. Hinzu kommt dann noch die Entnahme aus der Rentenversicherung für sachfremde Leistungen, die eigentlich aus Steuermitteln zu tragen sind. Die Mütterrente sei hier als Beispiel genannt.
Er erinnert auch daran, dass das Rentenniveau bei Regierungsantritt von Gerhard Schröder 1998 noch bei 53% gelegen hatte. Seitdem war die SPD fast durchgehend mit in der Verantwortung gewesen, spielt sich jetzt aber als Rentenretter auf. Das aktuelle Rentenniveau liegt bei 48% und soll tendenziell weiter abgesenkt werden.
Geringverdiener wählen mittlerweile verstärkt AfD. Warum wohl?

https://www.focus.de/politik/meinung/sind-wir-zu-weich_9bb9843a-d05a-48f3-a9a2-2b8dfa79ec22.html
Mal wieder der Fleischhauer. Mit etwas Gesellschaftsdingerich. Ich war bisher ja immer ein Freund der konservativen Ansichten von Fleischi gewesen, aber seine Attacke gegen das Sparen von Spritkosten durch Umstieg aufs Rad gehe ich nicht pauschal mit. Schließlich habe ich als Pendler diesen Umstieg vor 17 Jahren selbst vollzogen.
Es gibt individuell sicherlich viele Gründe, die einen Umstieg aufs Rad unmöglich machen. Jedoch ist aus meiner Erfahrung heraus, gerade in meinem persönlichen Umfeld, ein Umstieg weitaus häufiger machbar als immer behauptet wird.
Meine Meinung, zugegeben. Aber wir jammern alle viel zu sehr. Leute! Wenn erst der Russe vor der Tür steht, dann ist es mit dem eigenen Auto eh vorbei.

https://globalbridge.ch/butscha-vier-jahre-fabrizierte-narrative-statt-fakten/
Kürzlich jährte sich das russische Kriegsverbrechen von Butscha zum vierten Mal. Wobei mich immer gewundert hat, dass die angebliche Tötung von ukrainischen Menschen – mithin Zivilisten – bereits nach kurzer Zeit aus den Schlagzeilen verschwunden war und irgendwann nicht mehr als Argument für die militärische Unterstützung der Ukraine und damit der Verlängerung des immer noch andauernden Krieges angeführt wurde.
Es könnte ja sein, dass dieses Kriegsverbrechen gar keines war. Mehrere Indizien weisen darauf hin; nachzulesen in diesem Artikel. Ich kann mich noch erinnern, dass die vielen Leichen mit den weißen Armbinden seinerzeit von unseren Leitmedien als Angehörige ukrainischer Sanitätstrupps bezeichnet wurden, was die Abscheulichkeit eines Kriegsverbrechens natürlich steigert. Zur selben Zeit hatte ich damals schon in Alternativmedien gelesen, dass der Sinn der weißen Armbinden ein Ausdruck der Neutralität oder auch der Sympathie mit den russischen Truppen gewesen sei.
Hhm. Weiße Armbinde, weiße Fahne. Es gibt viele Ungereimtheiten zu diesem Kriegsverbrechen, aber gar keine Erklärungen hierzu von unseren Leitmedien oder gar den Politikern. Wie bei Nord Stream 2; Wie damals bei den angeblichen Biowaffen von Saddam Hussein , die zum zweiten Irak-Krieg 2003 geführt hatten. Letzteres ist heute als Lüge entlarvt. Werden wir in ein paar Jahren Ähnliches über Nord Stream 2 oder Butscha sagen müssen?

https://fromrussiawithlove.rtde.world/meinung/275496-butscha-die-propaganda-wird-nicht-besser/
Zumindest Außenminister Wadephul hält die Erinnerung an Butscha am Leben. Russian Today (RT) wird ja gern als Sprachrohr russischer Propaganda eingeschätzt. Dann schauen wir doch mal, was die russische Propaganda so über Butscha zu berichten weiß.
31. März 2026. Zum vierten Jahrestag der Befreiung von Butscha hält der derzeitige deutsche Außenminister vor Ort - also in diesem Vorort von Kiew - eine gefühlvolle Rede; mit einer Kerze in der Hand. Russische Gräueltaten sollten nicht in Vergessenheit geraten. Das Ganze vor einer Mauer mit vielen Namen, so RT. Die Namen der Opfer, welche die Ukraine bis heute nicht veröffentlicht hat?
Dagmar Henn erinnert in diesem Kommentar auch daran, dass Butscha vom Westen stets als das Argument für den Abbruch der kurz vorm Abschluss stehenden oder zumindest fortgeschrittenen Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland in Istanbul angeführt wurde. Unter Hinweis auf vergangene vorgeschobene Begründungen z.B. im Irak-Krieg zweifelt sie die hier immer wieder betonte Völkerrechtsverletzung an.
Sie schildert Ungereimtheiten wie die Untersuchung italienischer Forensiker, die in den Toten Schrapnelle von Granaten vorfanden, die in der russischen Armee nicht mehr, in der ukrainischen jedoch nach wie vor verwendet wurden.
Zudem erwähnt sie andere Gräueltaten wie 2014 das Verbrennen russischer Separatisten im Gewerkschaftshaus von Odessa durch ukrainische Nationalisten oder das jüngste Ausbomben der Mädchenschule im Iran. Hier sind die deutschen Leitmedien nicht bestrebt, die Ereignisse in der Erinnerung zu lassen.
Erinnert sei daran, dass im Krieg die Wahrheit zuerst stirbt. Und es kein Schwarz-Weiß gibt. Aber es gibt immer ein Interesse daran, die eigene Bevölkerung von dem richtigen Tun des eigenen Handelns zu überzeugen. Wichtig ist hierbei immer der „richtige“ Blickwinkel. Auf beiden Seiten.

Alsdann: Bleiben Sie links, bleiben Sie kritisch. Und:
„I`m so bored with the USA. But what can I do?“

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