Freitag
2. August: Anfang der Woche hatte ich mit Pocke telefoniert. Die
Biermeile in Berlin steht an. Ob ich mitkommen wolle? Ich brauchte
nicht lange zu überlegen. Es war an der Zeit. Der Vollmond leuchtet
des Nächtens.
Bewegte
Tage liegen hinter mir. In „Walter 1/x“ wollte ich dies schon
schildern. Aber die gesamte Geschichte ist so umfangreich und war zur
Veröffentlichung von Walter 1/x noch längst nicht abgeschlossen, so
das ich die ganze Geschichte erst zuende aufschreiben werde und unter
„Spezial“ veröffentliche. Schon jetzt habe ich 9 (!) Teile
fertig!
Bei
vollster Sonneneinstrahlung stand ich also zuhause an der Straßenecke
und wartete auf Pocke und Patti, die mich nach Berlin mitnahmen.
Pennen bei Urmel. Ilka und Hasi wollten auch noch mit auf die
Biermeile. Samstag zurück, kurz und knackig. Guter Plan.
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Ja Prosit ! |
Trotz
Klimaanlage wurde es auf der Hinfahrt hinter Magdeburg doch nötig,
aufzutanken. Benzeng fürs Auto und Bier für die ausgetrockneten
Kehlen. Eine Wohltat!
Beim
Aussteigen in Berlin hatte dies den Effekt, das meine Zunge schon
leicht belegt war. Zwei BiFis sind einfach zu wenig! Außerdem war
ich schon seit 5 Uhr wach und überhaupt würden mir noch mehr
Ausreden einfallen, wenn ich nur noch …. Egal. Ilka schenkte uns
„kaltes klares Wasser“ ein und dann gings.
Preisfrage:
Von welcher Band stammt der Titel „kaltes klares Wasser“? Schreib
nen Kommentar. Die erste richtige Antwort bekommt einen Vorabdruck
von „Hartmudo Spezial: Walter“ zugeschickt.
Mit
der Bahn fuhren wir, sichtlich erfrischt, in den Osten der Stadt zur
Karl-Marx-Allee. Am Straußberger Platz betraten wir dann den Anfang
der Berliner Biermeile.
Jeweils
am 1. Augustwochenende startet auf 2,2 Kilometern das
internationale Berliner Bierfestival mit rund 330 Brauereien aus 86
Ländern. 2100 Bierspezialitäten gab es zur 17. Auflage;
Schwertpunktland war Polen.
Um es vorwegzunehmen: So weit kamen wir
garnicht.
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Karl-Marx-Allee |
Aber der Reihe nach. Das erste Pils
zischte schon durch meine Kehle, als nacheinander Urmel und dann Hasi
aufliefen. Da waren neue Runden Pflicht und augenblicklich erhöhte
sich die Schlagzahl. Wenn ich die Bratwurst und die Spreewälder
Knoblauchgurke (lecker!) nicht gehabt hätte, wären bei mir die
Lichter noch vor Einbrechen der Dunkelheit ausgegangen.
Einzelne Biermarken sind mir nicht im
Gedächtnis geblieben, aber von Schwarzbieren oder Starkbieren habe
ich mich wohlweislich fergehalten. Hoffe ich zumindest. Hasi und
Urmel spielten ihre Heimstärke aus und waren stark im Powerplay.
Patti, Pocke und ich hatten Mühe, das Tempo mitzugehen. Zeitweise
kamen wir kaum noch aus der eigenen Hälfte raus, aber hinten standen
wir sicher. Ein sehenswertes Null zu Null also.
Apropos Null Null: Toiletten waren
jederzeit erreichbar und nicht überfüllt, auch bei den Mädels. Ein
ganz großes Lob für den Veranstalter. Für die Größe der
Veranstaltung war das sensationell. Das hatte ich bisher noch nicht
erlebt. Mehrere Tausend Besucher und saubere Klos. Keiner mußte an
einen Baum. Vorbildlich.
Um Mitternacht war die Party dann
zuende. Zur Rockbühne hatten wir es nicht mehr geschafft. Auf den
anderen 20 Kleinbühnen lief nette Hintergrundmusik. Ein Akustikduo,
das Pophits coverte, unterhielt uns die ersten Biere lang. Irgendwann
später gab es auch Humtata, leider kein Humppa. Das wäre dann aber
auch zuviel verlangt gewesen.
Zur U Bahnfahrt organisierte Urmel noch
ne Kanne. Irgendwann da verloren wir Hasi. Ich denke, das war
geplant, da er ja nicht bei Urmel um die Ecke wohnt. In der Küche
bot uns Ilka wohl noch etwas von einem Pflaumenlikör an. Eine
Nachbarin mixt wohl diese Geheimmischung, die ich hoffentlich
abgelehnt hatte.
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huch - da hatt ich wohl schon ... |
Ilka, die den ganzen Abend tapfer
bierfrei blieb – ist nicht ihr Getränk – zauberte dann noch
mediterrane Spezereien auf den Tisch. Das bescherte uns allen einen
Morgen ohne Kopfschmerzen. Nach dem Frühstück fuhren wir dann
zurück. 14.00 Uhr war ich wieder daheim. 2014 könnte ich mir die
Biermeile wieder vorstellen.
Am Sonntag war es dann leider nicht so
erfreulich. DFB Pokal, Bielefeld gegen Eintracht im Puttchen.
Eintrachts Auftritt war erschreckend schwach und trotzdem sachafften
sie den Ausgleich. Der Handelfmeter für Bielefeld war nen Witz. Wer
was Anderes behauptet, hat es entweder nicht gesehen oder den
falschen Augenarzt.
Keine Frage, Bielefeld hat verdient
gewonnen. Aber Eintracht wurde dann doch auch verpfiffen. Für morgen
abend wird mir Angst und Bang. Meine Löwin hat tatsächlich 2 Karten
für die Nordkurve, Rasiersitz, bekommen. Hierbei ist Phil natürlich
gesetzt. Wenn er niemanden mitbringt, wird meine Löwin ihn
begleiten, den alten Werder Fan.
Ich selbst schau mir das Game dann in
der Kneipe an. So der Plan am Montag, also jetzt, wo ich dies
schreiben tu.
„Schantall, tu mal die Omma winken“
wurde mir anläßlich des Geburtstages von Britt von dem
Krankenwagenfahrer empfohlen. Erst wollt ich mir das Buch kaufen,
dann ließ ich mich aber doch von einer Kollegin überzeugen, die das
Buch enttäuschend fand. Sie leiht es mir.
Noch während unseres Urlaubes hatten
wir viel Spaß mit Mölkky. Dieses finnische Holzspiel für den
Garten, welches an Wikingerschach erinnert, machte uns zum Ende des
Urlaubs viel Freude. Ob beim Grillen mit Biggi und Britt oder auch
mit dem Kanonier und Bienchen nebst Kindern nach dem Besuch der
Marienburg: Einmal angefangen, läßt es Dich nicht mehr los.
Ich hoffe, wir kriegen diesen Sommer
noch die eine oder andere Session hin.
Heute Abend, also während dies
veröffentlicht wird, sind Detzer und Nelling bei uns zum Essen. Ich
denke, Finlandia ist auch dabei. Lies mal den Wikipedia Artikel über
diesen Wodka. Da ist wohl ein Biosiegel angebracht. Leckeres
Tröpfchen.
Und morgen dann geht es los, das
Abenteuer Bundesliga. Ich bin schon ganz aufgeregt. Trotz des Pokals.
Neues Spiel, neues Glück.
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